23. Mai 2015

Niederlage zum Saisonabschluss

RWE unterliegt im letzten Spiel der Saison 2014/2015 mit 1:2.

Rot-Weiss Essen verliert das letzte Spiel der Saison 2014/2015 an der Hafenstraße. Nach dem Führungstreffer von Richard Weber (9.) gaben die Rot-Weissen den sichergeglaubten Sieg noch aus der Hand. „Für uns war es wohl ein Nachteil, so früh in Führung zu gehen. Erst recht nach dem Platzverweis haben wir gedacht, es geht locker von der Hand. Ich bin schon enttäuscht darüber, wie wir dieses letzte Spiel hier herschenken. Das war völlig unnötig und das darf einer solchen Truppe mit einem Mann mehr und im eigenen Stadion nicht passieren“, ärgerte sich Chef-Trainer Markus Reiter nach der Partie.

Bereits vor dem Anpfiff hieß es Abschied nehmen. Mit Marco Beier, Tim Hermes, Björn Kluft, Kai Nakowitsch, Moritz Nicolas, Konstantin Sawin, und Daniel Schwabke erlebten sieben Spieler ihr vorläufig letztes Heimspiel an der Hafenstraße.

Chef-Trainer Markus Reiter hatte unter der Woche bereits angekündigt, dem einen oder anderen Akteur dieses Septetts beim letzten Spiel an der Hafenstraße auf dem Rasen zu schicken. Und so fanden sich mit Daniel Schwabke und Kai Nakowitsch zwei Spieler aus besagter Gruppe in der Startelf wieder. Lucas Arenz rückte zudem auf die linke Offensivseite, auf der Kevin Grund den defensiven Part übernahm.

Die Rot-Weissen legten gleich gut los und hätten nach vier Minuten bereits mit 1:0 in Führung gehen können, als Studtrucker im FC-Strafraum einen Haken um Nikolaou schlug, mit seinem Abschluss jedoch von einer Kölner Hüfte geblockt wurde. Doch RWE blieb auch danach am Drücker und kam nur fünf Minuten später durch eine Kombination der beiden Innenverteidiger zum Erfolg: Leon Binder setzte sich auf der rechten Seite durch und servierte präzise auf den Kopf von Richie Weber, der in der Strafraummitte am höchsten stieg und den Ball mit dem Kopf in den Torwinkel setzte (9.).

In der Folge verlor das Spiel deutlich an Tempo. Die Angriffsbemühungen beider Mannschaften erreichten den gegnerischen Strafraum kaum, sodass Torgelegenheiten die Ausnahme blieben. Eine solche Ausnahme besorgte der Kölner Laux, der gleich zweimal erst auf der Linie geblockt werden konnte (26. und 28.). Die Rot-Weissen kamen erst kurz vor der Pause noch einmal gefährlich in den gegnerischen Sechzehner: Benjamin Baier hob den Ball aus vollem Lauf butterweich über die Kölner Abwehr zu Marwin Studtrucker, dessen Volleyabnahme jedoch knapp über dem Gehäuse landete (43.).

Zu diesem Zeitpunkt hatten es die Rot-Weissen bereits nur noch mit zehn Kölnern zu tun: Zinke sah eine Minute zuvor nach einer Tätlichkeit an Daniel Grebe die rote Karte. Zur Halbzeit sprach also vieles für einen rot-weissen Heimsieg.

Doch es sollte anders kommen: Trotz zahlreicher bester Gelegenheiten aus kürzester Entfernung gelang es den Rot-Weissen nicht, den vielzitierten Deckel auf das überlegen geführte Spiel zu machen. Weder Platzek (52. und 54.) noch Grund (62.) brachten den Ball über die Linie und hielten den Gast so im Spiel. Dieser wusste das zu nutzen und drehte die Partie. Zunächst brachte Kühlwetter den Ball im Durcheinander im RWE-Strafraum über die Linie (64.), bevor Poß in der Nachspielzeit die Heimniederlage der Bergeborbecker perfekt machte (92.).

Das Spielgeschehen im Ticker.