1. September 2015

RWE unterliegt an der Lohrheide

Einen bitteren Abend erlebte die RWE-Elf in Wattenscheid. Mit 0:3 unterlagen die Rot-Weissen der SG im Lohrheidestadion. "Wir haben stark begonnen und waren direkt richtig gut in der Partie. Nach dem Gegentor hatten wir dann einen Bruch in unserem Spiel, der uns so natürlich nicht passieren darf. Darüber wird in den nächsten Tagen zu reden sein", so Chef-Trainer Jan Siewert nach dem Spiel.

Mit einem flachen 4-4-2 lief RWE im Wattenscheider Lohrheidestadion auf. Philipp Zeiger ersetzte in der Innenverteidigung den angeschlagenen Richard Weber. Zusätzlich rückte Vojno Jesic nach starker Trainingswoche für Kasim Rabihic in die Mannschaft und fand sich zunächst auf dem linken Flügel wieder.

Eine starke Anfangsphase boten die Rot-Weissen. Kaum einen Zweikampf gab die Siewert-Elf verloren und zeigte zudem Zug zum Tor: Platzek hätte sinnbildlich für den rot-weissen Anfangsschwung schon nach zwei gespielten Minuten zur Führung treffen können, scheiterte aus knapp 20 Metern aber an SGW-Torwart Sancatkar (2.).  Wenig später war es dann Soukou, der aus fünf Metern im letzten Moment geblockt wurde (9.) bevor erneut Sancatkar die dickste rot-weisse Chance durch Vojno Jesic vereitelte (19.). 

Doch dann nahm das rot-weisse Übel seinen Lauf: Der Gastgeber aus Wattenscheid nutzte die erste Gelegenheit zur eigenen Führung und stellte die Anfangsphase damit komplett auf den Kopf (25.). Kacinoglou setzte sich auf seiner linken Seite durch und traf zum 1:0. 

In der Folge fand RWE nicht mehr zur dominanten Spielweise der Anfangsphase zurück und verlor auf dem tiefen und unebenen Geläuf mehr und mehr Bälle im Spielaufbau. Die SG nutzte diese Unsicherheit der Rot-Weissen und näherte sich dem Tor von Niclas Heimann jetzt häufiger. In der 40. Minute wurde RWE dann ein zweites Mal kalt erwischt: Am eigenen Strafraum kam die rot-weisse Defensive nicht in die Zweikämpfe, so dass der Ball schließlich beim heranstürmenden Kaplan landete, der diesen direkt zum 2:0 ins Tor brachte (40.).

Das Bild blieb auch nach  dem Seitenwechsel zunächst dasselbe: Das effektivere Team blieb das aus Wattenscheid. Ex-RWE-Spieler Adrian Schneider köpfte eine Ecke zum 3:0 und damit zur vermeintlichen Entscheidung ein (55.).

Trotzdem steckten die Rot-Weissen nicht auf: Philipp Zeiger (63.) sowie die eingewechselten Kevin Grund (65.) und Daniel Grebe (67.) hatten rot-weisse Treffer auf dem Fuß, scheiterten letztendlich aber jeweils um Zentimeter. "In der letzten Woche haben wir die Tore noch gemacht, in dieser Woche nicht. Das ist schon bitter", konstatierte Siewert nach dem Schlusspfiff.