15. September 2015

Nächster Gegner: Gefährliche Mischung aus der Domstadt

RWE trifft im Franz-Kremer-Stadion auf eine verstärkte Kölner U21.

Die Zeit der rot-weissen Auswärtsspiele ist angebrochen. Gleich dreimal muss das Team von der Hafenstraße innerhalb von nur sieben Tagen auf fremden Platz antreten. Nach dem ersten Auswärtssieg am vergangenen Samstag in Velbert erwartet die Rot-Weissen am morgigen Mittwoch in Köln die nächste schwere Aufgabe.

Denn die Kölner Reserve hat auf den ersten Blick mit nur zwei Siegen aus sieben Spielen zwar einen durchwachsenen Saisonstart erlebt, mit Berücksichtigung der bisherigen Gegner relativiert sich diese Sichtweise jedoch.

Mit Viktoria Köln, den Sportfreunden Lotte und Alemannia Aachen bekam es die Mannschaft von Trainer Martin Heck innerhalb von vier Wochen mit drei Schwergewichten der Liga zu tun. Nach Niederlagen gegen den Stadtrivalen der Viktoria und die Sportfreunde machten es die Jung-Geißböcke gegen die Alemannia deutlich besser: Mit 2:1 schlugen die Kölner die Aachener im heimischen Franz-Kremer-Stadion – und das durchaus verdient.

Allerdings waren es nicht ausschließlich die unter 21-Jährigen, die entscheidenden Anteil am Sieg der U21 der Domstädter hatten: Dominic Maroh aus der 1. Mannschaft der Kölner stopfte die Defensivlöcher der Vorwochen und im Sturm sorgten mit Marius Laux (29) und dem ehemaligen U20-Nationalspieler Maurice Exslager (24) ebenfalls die erfahreneren Spieler des Kölner Regionalliga-Kaders für Gefahr. Gemeinsam mit den Talenten Lucas Cueto und Christian Kühlwetter verfügen die Kölner über eine schlagkräftige Offensive, der sich die Rot-Weissen am morgigen Mittwoch erwehren müssen.

Da die 1. Mannschaft der Kölner unter der Woche selbst nicht im Einsatz ist, ist zudem mit weiteren Verstärkungen „von oben“ zu rechnen. Für Chef-Trainer Jan Siewert allerdings kein Grund zur Beunruhigung: „Natürlich erschwert diese Eventualität die Vorbereitung auf das Spiel, aber nicht in dem Maße, als dass sie uns völlig aus dem Konzept bringen würde. Fakt ist, dass wir auf eine spielstarke Mannschaft mit großer individueller Qualität treffen. Die Wege, dieser Mannschaft unser Spiel aufzudrücken bleiben aber die gleichen.“

Ausgerechnet in der Defensive müssen die Rot-Weissen bei diesem Unterfangen jedoch auf eine Reihe von Spielern verzichten. Zu Offensivspieler Marwin Studtrucker (Muskelfaser- und Sehnenriss) gesellten sich in der vergangenen Woche mit Richard Weber (Schlüsselbeinbruch), Iyad Al Khalaf (Zahnwurzelentzündung) und Moritz Fritz (Gelb/Rote Karte) gleich drei Defensivakteure, die am Wochenende nicht zur Verfügung stehen. Umso wichtiger erscheint da die Rückkehr von Leon Binder, der sich nach auskuriertem Syndesmosebandanriss ebenso wie der zuvor angeschlagene Kevin Grund wieder im Mannschaftstraining befindet. Ob es für beide allerdings bereits wieder für den Kader reicht, bleibt abzuwarten.

„Aktuell haben wir mit Verletzungspech zu kämpfen. So ist das nun einmal im Fußball. Wir sind auch in der breite qualitativ gut genug besetzt, um das auffangen zu können. Jetzt müssen eben andere für die Mannschaft in die Bresche springen“, so Chef-Trainer Jan Siewert.

Anstoß der Partie im Franz-Kremer-Stadion ist am morgigen Mittwoch um 19.30 Uhr.