2. Oktober 2015

Großer Kampf reicht nicht zum Sieg

RWE und Viktoria Köln trennen sich an der Hafenstraße 1:1.

Am Ende blieb den Rot-Weissen nur ein Punkt auf der Habenseite. Trotz starker Leistung in einer hochintensiv geführten Partie reichte es am Ende nur zu einem Unentschieden gegen die ambitionierte Viktoria. Cebio Soukou (53.) brachte RWE in Führung, bevor Rene Klingenburg (71.) für die Viktoria ausgleichen konnte. „Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass es heute um Leidenschaft geht. Die haben meine Jungs gezeigt. Daher war die Leistung absolut in Ordnung. Auch, wenn wir hier natürlich gerne gewonnen hätten“, so das Fazit von Chef-Trainer Jan Siewert nach dem Spiel.

Lediglich eine Änderung bot der rot-weisse Übungsleiter in seiner Startaufstellung auf. Der gesperrte Kasim Rabihic musste das Spiel von der Tribüne aus verfolgen. Für ihn stand Gino Windmüller in der Startelf, der im 4 -4-2 die Innenverteidigerposition von Leon Binder übernahm. Dieser rückte dafür ins defensive Mittelfeld.

Niemand hatte wohl mit einem Chancenfestival an der Hafenstraße gerechnet. Zu groß war der gegenseitige Respekt vor des Gegners Stärke schon vor dem Spiel. Und so entwickelte sich eine erste Halbzeit mit wenigen Torchancen und doch dem steten Bewusstsein, dass sich aus jeder Unachtsamkeit eine solche Gelegenheit entwickeln könnte. Wenn es in den ersten 45 Minuten dann doch gefährlich wurde, dann durch RWE. Kevin Grund hätte nach sieben gespielten Minuten bereits für eine frühe Führung sorgen können, verpasste den Kopfball von Leon Binder jedoch um Zentimeter (6.). Auch Kevin Behrens (29.) und Cebio Soukou (31.) kamen in gute Positionen. Behrens scheiterte mit seinem Heber aus halbrechter Position um einen halben Meter und auch Soukou verfehlte den Kasten von Torwart Pellatz nur zwei Minuten später deutlich. Trotz des leichten Chancenplus für RWE ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Kabine.

Nach der Pause entwickelte sich dann ein Spiel, für das es wohl keinen besseren Ort gibt, als die Hafenstraße. Beide Mannschaften lieferten sich nun erbitterte Duelle auf dem Rasen, an deren Ende meist ein Rot-Weisser den Ball, oder zumindest doch sein Ziel erreicht hatte. „Da muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen. Jeder der Jungs hat sich vollends reingehauen“, so Siewert über das Spiel seiner Elf. Folgerichtig fiel dann auch das Tor für RWE. Eine Hereingabe von Benjamin Baier verlängerte Marcel Platzek auf das Viktoria-Tor. Dort konnte Torwart Pellatz den Ball nur noch vor die Füße des einschussbereiten Philipp Zeiger abwehren, der sich diese Chance nicht entgehen ließ (53.). Auch Tolga Cokkosan hätte nur Minuten später für ein weiteres rot-weisses Erfolgserlebnis sorgen können. Cokkosan fand sich am Ende einer Kette von drei hochintensiven Zweikämpfen mit dem Ball am Fuß wieder, und lief auf Torwart Pellatz zu. Diesen konnte zwar überwinden, scheiterte aber an Verteidiger Brzenska, der den Ball von der Linie kratzte (58.).

Mitten in einer Phase, in der RWE begann, die Spielkontrolle zu übernehmen fiel dann der Ausgleich der Viktoria. Philipp Zeiger fälschte einen Versuch von Klingenburg so unglücklich ab, dass Robin Heller im RWE-Tor ohne Chance war (71.). „Da kann man Philipp absolut keinen Vorwurf machen. Er hat mit aller Macht versucht das Gegentor zu verhindern. Dass der Ball dann trotzdem reinfliegt ist einfach Pech“, so sein Chef-Trainer, der trotz des Unentschiedens mit dem Einsatz seiner Mannschaft zufrieden war. „Wenn wir so weitermachen, sind wir auf einem guten Weg und dann kommen auch die Ergebnisse.“  

Das Spielgeschehen im Ticker