5. Oktober 2015

Schule an der Ruhr: RWE kriegt Currywurst in Kettwig

Im Rahmen des Projekts „Rot-Weisser Ganztag“ der Jugendhilfe Essen (JHE) besucht jeden Monat ein Tross aus RWE-Spielern und Geschäftsstellen-Mitarbeitern den Nachmittagsbereich einer Grundschule in Essen. In dier letzten Woche war die Schule an der Ruhr mit beiden Kettwiger Standorten an der Reihe.

Die RWE-Akteure Iyad Al-Khalaf und Philipp Zeiger liefen am Mintader Weg auf, während Amar Cekic mit Richard Weber die Gustavstraße besuchte. Gemeinsam aßen die rot-weissen Vorbilder mit den Kindern Currywurst zu Mittag, spielten Fußball und gaben Interviews, Autogramme und Karten für den Hafenstraßen-Familienspieltag am 24. Oktober gegen Ahlen. Vorbereitet wurde die Visite in den Schulen: Kinder, Erzieherinnen und Pädagogen legten sich ins Zeug, die Räume wurden in Vereinsfarben geschmückt und „Altare“ aus Kreativarbeiten und Fanutensilien der Verwandtschaft aus den letzten Jahrzehnten gestaltet.

Schüler fragen – Spieler antworten
Die Jugendhilfe ist als Mitinitiator Partner in mehreren Projekten des Vereins Essener Chancen, der die zahlreichen rot-weissen Sozialinitiativen bündelt. Annette Tischler, Leiterin des Offenen Ganztags bei der JHE, erklärt neben dem Highlight-Charakter die pädagogische Idee hinter der stadtweiten Aktion: „Die Kinder planen den Besuch zusammen und erarbeiten beispielsweise in der Kreativ-AG die Dekoration des Essensraums oder der ,Pressekonferenz’, müssen in der Gruppe Fragen festlegen und auch selbst entscheiden, wer, was, wie vorträgt.“
Bei den obligatorischen Fragerunden kommt der eine oder andere medienerfahrene RWE-Akteur dann auch ins Schwitzen: „Wie viel verdienst du?“ Philipp Zeiger rutscht nervös auf seinem Stuhl herum und antwortet salomonisch: „Ich kann davon leben, es ist allerdings schon besser, wenn wir gewinnen.“ Nächste Frage: „Habt Ihr schon mal Mist in der Schule gemacht? Neuzugang Amar Cekic antwortet grinsend: „Wir haben unsere Lehrerin schon mal in der Klasse eingesperrt.“ Leuchtende Kinderaugen, großer Jubel, dann die Ergänzung: „Es gab Ärger.“ Bei einem der persönlichen Gespräche am Rande fragte Iyad Al-Khalaf einen Schüler: „Spielst du auch Fußball?“ Das Kind schüttelt mit dem Kopf: „Nein, wenn ich mitspiele verliert meine Mannschaft immer.“ Der rot-weisse Außenbahnspieler widerspricht vehement: „Das stimmt nicht, lass dir das nicht erzählen. Man gewinnt und verliert immer nur als Team.“ Das tut gut.

Das gemeinsame Mittagessen mit anschließender Fußballeinheit soll in erster Linie Spaß machen und nebenbei bei den Kindern etwas bewirken: „Natürlich sollen die Schüler auch dazu motiviert werden, sich für Bewegung und Sport zu interessieren und auch das Thema Ernährung für sich entdecken“, erläutert Tischler, „aber sie sollen auch einfach einen aufregenden Tag genießen.“

Wiedersehen beim Familienspieltag
Michael Welling, erster Vorsitzender von Rot-Weiss Essen und Essener Chancen, war selbst am Mintarder Weg dabei und staunte über die tolle Resonanz: „Ein wunderbarer Empfang in Kettwig, das rot-weisser ist als man denkt. Tolle Kinder, die unseren Spielern einen warmen Nachmittag bereitet haben.“
Kein Wunder: Schulleiterin Tina Willaschek ist für beide Standorte verantwortlich und selbst eng mit Rot-Weiss Essen verbunden. Ein Wiedersehen gibt es beim Familienspieltag an der Hafenstraße, dann folgen die Kettwiger der Einladung nach Bergeborbeck.