9. Oktober 2015

Nächster Gegner: Große Namen an der Grotenburg

RWE bekommt es am Sonntag mit dem KFC Uerdingen zu tun.

Für die Rot-Weissen hätte es in der 2. Runde des Niederrheinpokals kaum schwerer kommen können: Anstatt eines Landesligisten aus dem Umland erwischte RWE mit dem KFC Uerdingen das Los eines hochambitionierten Oberligisten. Trotzdem ist die rot-weisse Marschrichtung für die Partie am Sonntag klar: „Wir wollen die nächste Runde erreichen.“

Am Ende erwischte es den KFC dann doch: Stand man nach dem 14. Spieltag der Saison 2014/2015 noch auf dem 4. Platz der Regionalliga West, gewann man ab diesem Zeitpunkt kein weiteres Spiel mehr. Ein sagenhafter Absturz nahm seinen Lauf, der die Krefelder letztendlich in die Oberliga Niederrhein führte.

Durch die Transfers von Spielern wie Mohamadou Idrissou, Silvio Pagano und Timo Achenbach machte der Verein vor der Saison unmissverständlich klar, wo die Reise in dieser Saison hingehen soll. Auch der Rest des Kaders wurde mit Spielern mit Regionalliga-Niveau aufgefüllt, wodurch sich der KFC zum Meisterschaftsfavoriten Nummer 1 machte. Alles andere als der direkte Wiederaufstieg wäre eine große Enttäuschung an der Grotenburg.

Doch so souverän, wie es viele Beobachter der Oberliga vorhergesehen hatten, marschieren die Uerdinger noch nicht durch die Liga. Besonders die 0:5-Niederlage im Derby gegen den Wuppertaler SV schmerzt noch immer. Trotzdem hat die Mannschaft von Michael Boris mit nur zwei Punkten Rückstand auf die die Spitze und den Aufstieg damit weiter fest im Blick.

Und so erwartet RWE am Sonntag ein Gegner mit viel individueller Qualität, auch wenn sich die Boris-Elf am vergangenen Mittwoch durch die gelb-rote Karte für Stoßstürmer Idrissou selbst schwächte. Das auf den groß gewachsenen 35-Jährigen zugeschnittene Angriffsspiel der Uerdinger ist damit am Sonntag um ihren Fixpunkt ärmer, doch gerade das erschwert den Rot-Weissen die Vorbereitung auf die Begegnung. „Jetzt wird es ein komplett anderes Spiel“, weiß Chef-Trainer Jan Siewert, der allerdings auch die Qualität der verbleibenden Akteure kennt: „Da kommt einiges an Profi-Erfahrung auf uns zu. Darauf müssen wir uns einstellen und dementsprechend jede Situation mit voller Konzentration bestreiten.“

Um 15.00 Uhr beginnt die Partie der 2. Runde des Niederrheinpokals in der Uerdinger Grotenburg.