13. August 2016

Ein gebrauchter Tag – RWE unterliegt Viktoria Köln deutlich

Einen gebrauchten Tag erlebten die knapp 9.000 Zuschauer am heutigen Samstag an der Hafenstraße. Mit 0:4 unterlagen die Rot-Weissen der hoch gehandelten Viktoria aus Köln. Dabei war RWE in der ersten Halbzeit die klar überlegene Mannschaft. "Es gibt Spiele, die laufen eben so", erklärte Chef-Trainer Sven Demandt nach der Partie. "Im ersten Durchgang haben wir mit Sicherheit die bisher beste Halbzeit dieser Saison gespielt, nur dass wir eben vorne die Tore nicht gemacht haben. In den entscheidenden Situationen haben wir heute einfach nicht gut genug verteidigt."

Im Vergleich zur Vorwoche veränderte Demandt seine Startelf auf einer Position. Anstatt Kasim Rabihic stand Andreas Ivan zum Anpfiff auf dem Platz und agierte zwischen Kevin Grund und Dennis Malura in der rot-weissen Mittelfeldzentrale. Für Malura besetzte Timo Brauer die Rechtsverteidiger-Position.

Und es war gleich Feuer im rot-weissen Spiel. Von der ersten Minute an versuchten die Bergeborbecker schnell und zielstrebig in die Spitze zu spielen. Nach fünf Minuten musste Eichmeier erstmals in höchster Not gegen den agilen Dennis Malura klären. Die erste Ecke der Viktoria sorgte dann aber schnell für eine kalte Dusche: Holzweiler (12.) verwandelte eine Ecke direkt in die rot-weissen Maschen.

Doch RWE ließ sich davon keinesfalls beeindrucken und blieb klar am Drücker. Fast im Gegenzug hätte Marcel Platzek bereits den Ausgleich erzielt, verfehlte aber nach Pass von Ivan um Zentimeter (13.). Es folgte die stärkste Phase der Essener. Zunächst setzte Windmüller seinen Lupfer über Kühn um einen Meter zu hoch an (17.), bevor Patrick Huckle – der kleinste Rot-Weisse auf dem Feld – fast per Kopf zum 1:1 erfolgreich gewesen wäre, jedoch am stark reagierenden Kühn im Tor der Gäste scheiterte (31.). Wenige Minuten später war es dann erneut Platzek, der für die Bergeborbecker aus gefährlicher Position zum Abschluss kam. Auch sein Ball landete jedoch letztendlich im Toraus (37.), sodass die Viktoria eine etwas schmeichelhafte Führung mit in die Pause nahm.

Auch nach dem Seitenwechsel schien sich die Partie nach gleichem Muster fortzusetzen: Kaum angepfiffen musste Kühn gegen Kevin Grund und Marcel Platzek erneut all sein Können aufbieten, um den verdienten Ausgleich zu verhindern (46.). Beide Versuche wusste der Kölner Keeper jedoch zu entschärfen. Wie es besser geht, zeigten dann die Domstädter: Einen Konter spielten Candan und Wunderlich gekonnt aus, sodass Nottbeck den Ball letztendlich über die Linie drücken konnte (51.). Der nächste Schock für RWE, die sich von diesem jedoch kaum erholen konnten. Denn nur eine Minute später flankte Golley auf den einlaufenden Jansen, der das 3:0 markierte (52.).

Zwar mobilisiert RWE noch einmal alle Kräfte und kam über Andreas Ivan (61.) und einem Pfostentreffer von Vojno Jesic (71.) noch zu guten Gelegenheiten. Spätestens nach dem 0:4 durch Golley (73.) war die Messe im Stadion Essen gelesen. Zu allem Überfluss zog Schiedsrichter Steffens nach einem hohen Bein von Philipp Zeiger noch die rote Karte für die rot-weisse Nummer 20. Ein gebrauchter Tag für die Mannschaft, deren Köpfe jedoch von den RWE-Fans wieder halbwegs aufgerichtet wurden. "Wir halten zusammen, RWE RWE" schallte es in den letzten Spielminuten durch die Essener Heimspielstätte.