4. Dezember 2016

Auswärtssieg!

RWE entführt drei Punkte aus Bonn.

Einen 1:2-Auswärtssieg feierten die Rot-Weissen am heutigen Sonntag beim Bonner SC. Im Sportpark Nord brachten Marcel Platzek (13.) und Benjamin Baier (25.) ihre Mannschaft noch vor dem Seitenwechsel zur Führung, bevor Daniel Somuah (52.) den Anschlusstreffer erzielte. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel meiner Jungs. Insbesondere in der ersten Halbzeit war das sehr ordentlich. Wir waren aggressiv und hatten eine gute Grundordnung und haben dann auch verdient zwei Tore gemacht, wobei wir auch noch ein drittes hätten erzielen können. In der zweiten Halbzeit sind wir dann nicht mehr so gut rausgekommen, wobei aber nach dem Pokalspiel unter der Woche auch klar war, dass wir irgendwann abbauen würden", so RWE-Chef-Trainer Sven Demandt nach der Partie.

120 Minuten hatten die Rot-Weissen aus dem Viertelfinalspiel des Niederrheinpokals gegen die SpVg Schonnebeck noch in den Knochen, als sie den holprigen Rasen des Sportpark Nord betraten. Von schweren Beinen war in den Anfangsminuten allerdings wenig zu spüren. RWE war vom Anpfiff an drin im Spiel und übernahm die Kontrolle über das Spielgeschehen.Zwar scheiterten einige Angriffsversuche zunächst an kleineren Ungenauigkeiten, nach 13 gespielten Minuten war es dann aber soweit mit dem ersten rot-weissen Torschuss – und der landete gleich in den Maschen. Eine weite Flanke vom heute offensiv aufgebotenen Dennis Malura landete auf dem Kopf von Kamil Bednarski. Dieser brachte den Ball in Richtung Tor, wo Marcel Platzek dazwischenspritzte und das Leder mit der Fußspitze über die Linie beförderte. Trotz der zuvor ausbleibenden Chancen war es auch zu diesem Zeitpunkt bereits eine verdiente Führung für die Gäste aus der Ruhrmetropole und insbesondere im Hinblick auf die Konterstärke der Gastgeber ein wichtiger Treffer für die Rot-Weissen, denn nun war Bonn am Zug.

Doch es lief weiterhin nur der Offensivmotor der Bergeborbecker und das auf Hochtouren. Kevin Grund, heute linker Außenverteidiger mit Offensivdrang, tankte sich kurze Zeit später allein durch die Bonner Hintermannschaft, verfehlte das Gehäuse mit seinem Abschluss aus spitzem Winkel jedoch um einen Meter. Als nächstes durfte es Benjamin Baier versuchen, dessen Schuss aus der zweiten Reihe zwar weniger platziert, dafür jedoch umso härter auf das Tor von BSC-Schlussmann Andy Hubert kam, sodass dieser den Ball auf seinem Weg ins Tor nicht mehr stoppen konnte. Die etwa 800 mitgereisten RWE-Fans fühlten sich bei winterlichen Temperaturen durchaus erwärmt vom Spiel ihrer Mannschaft im ersten Durchgang, die ihren Unterstützern vor dem Pausentee durchaus noch mehr Grund zur Freude hätte bescheren können. So pflückte etwa Kamil Bednarski ein hohes Zuspiel sehenswert mit der Brust herunter und jagte das Leder anschließend volley in Richtung BSC-Tor, verfehlte dieses jedoch knapp. Ähnlich gefährlich wurde es durch die, in der Dreierkette im Mittelfeld agierenden Benjamin Baier und Kasim Rabihic, die den Ball im Abstand von sieben Minuten im Bonner Strafraum serviert bekamen, diesen aber entweder zu hoch (Baier 35.) oder zu zentral (Rabihic 42.) ansetzten. Die Führung von 2:0 hätte zum Zeitpunkt des Halbzeitpfiffs von Schiedsrichter Bläser durchaus höher ausfallen können.

Doch die starke Leistung des ersten Durchgangs konnten die Rot-Weissen in der zweiten Halbzeit nicht bestätigen. Das Nachsitzen im Pokal und die Intensität des ersten Durchgangs schienen nun durchaus Tribut zu fordern, sodass sich der Aufsteiger aus Bonn nach und nach mehr Spielanteile erarbeitete und nach dem Wiederanpfiff keine sieben Minuten benötigte, um das Spiel wieder spannend zu machen. Nach einem Ballverlust in der Offensive zeigte der Aufsteiger erstmals seine Konterstärke, mit der er bereits gegen die Gladbacher sowie die Dortmunder Reserve gepunktet hatte. Daniel Somuah und Lucas Musculus spielten sich im Doppelpass in den RWE-Strafraum, wo Somuah schließlich nur noch einschieben musste.

Weniger erfolgreich war bei einem ‰hnlichen Unterfangen der aktuelle Toptorjäger der Regionalliga West Musculus, der nur Minuten später eine flache Hereingabe verfehlte. So blieb es in den letzten 30 Minuten ein Spiel, in dem RWE sich den Auswärtssieg neben der guten spielerischen Leistung in der ersten Halbzeit nun durch eine starke kämpferische Leistung verdiente. Denn wirklich gefährlich wurde der Gastgeber aus Bonn danach nicht mehr, sodass die Rot-Weissen mit dem Schlusspfiff drei Auswärtszähler für sich verbuchen durften.