4. August 2018

Nächster Gegner: Wuppertaler SV setzt auf Erfahrung

Am Sonntag treffen die Rot-Weissen an der Hafenstraße auf den WSV. (Foto: Endberg)
Am Sonntag treffen die Rot-Weissen an der Hafenstraße auf den WSV. (Foto: Endberg)

Traditionsverein aus dem Bergischen Land stellt ältesten Kader der Regionalliga West.

„Erfahrung ist Trumpf!“ Auf dieses Sprichwort vertraut offenbar auch der Wuppertaler SV, der morgen ab 14.00 Uhr zum Derby bei Rot-Weiss Essen an der Hafenstraße zu Gast ist. Die Bergischen stellen mit einem Durchschnittsalter von 26,2 Jahren den ältesten Kader der Regionalliga West.

Schon beim Blick auf die Transfers des WSV wird klar: Trainer Christian Britscho und Sportdirektor Manuel Bölstler legen viel Wert auf Regionalliga-Erfahrung. Von den acht externen Zugängen haben nur Rückkehrer Len Heinson (zuvor 1. FC Bocholt) und der im Nachwuchs des FC Bayern München ausgebildete Offensivspieler Daniel Hägler (Wacker Nordhausen) vorher noch nie in der West-Staffel auf dem Feld gestanden. Außerdem wurden Innenverteidiger Tom Meurer und Offensivspieler Yusa-Semih Alabas aus der eigenen U 19 hochgezogen.

Der „Kern“ der Spieler mit Regionalliga West-Erfahrung ist den Fans von RWE noch gut bekannt. Mit Dennis Malura, Kamil Bednarski und Jan-Steffen Maier standen gleich drei WSV-Neuzugänge noch in den vergangenen beiden Spielzeiten in Essen unter Vertrag. Für Defensivspieler Meier war der Wechsel nach Wuppertal aber auch die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Der 26-Jährige hatte bereits zwischen 2004 und 2013 das WSV-Trikot getragen. „Mit nun 26 Jahren werde ich mich neben dem Fußball auch um eine Ausbildung kümmern. Mir war es wichtig, dass ich dennoch weiter in der Regionalliga spielen kann. Da passt ein Wechsel ‚nach Hause‘ bestens“, so Meier. Beim 3:1-Auftaktsieg gegen den Neuling TV Herkenrath 09 blieb er freilich ebenso 90 Minuten auf der Bank wie Kamil Bednarski. Nur Dennis Malura war als Innenverteidiger erste Wahl.

Aus dem Wuppertaler Kader der vergangenen Saison haben Linksverteidiger Niklas Heidemann (SC Preußen Münster) und Innenverteidiger Kevin Pytlik (Sportfreunde Lotte) den Sprung in die 3. Liga geschafft.  Weiterhin für den WSV ist dagegen Gaetano Manno am Ball. Der inzwischen 36-Jährige hat eine weitere Saison am Zoo angehängt und unterstützt Trainer Christian Britscho außerdem als zusätzlicher Assistent. Mannschaftskapitän bleibt der Deutsch-Italiener ebenfalls.

Mannos Stellvertreter ist mit Silvio Pagano (32) ein weiterer Ex-Essener. Zum Mannschaftsrat gehören außerdem mit Gino Windmüller (29) noch ein ehemaliger RWE-Spieler sowie die beiden Neuzugänge Meik Kühnel (23/Alemannia Aachen) und Dennis Malura (34). Manno und Malura sind auch die beiden bislang ältesten Spieler, die in dieser Spielzeit der Regionalliga West zum Einsatz kamen.

„Wir konnten den Stamm aus der Vorsaison halten und uns qualitativ verstärken“, meint WSV-Sportdirektor Manuel Bölstler. Der „Stamm“ hatte immerhin entscheidenden Anteil daran, dass der WSV die letzte Saison hinter dem KFC Uerdingen 05 und dem FC Viktoria Köln auf dem beachtlichen dritten Rang abgeschlossen hatte.

Mit der Formulierung eines Saisonziels halten sich die Vereinsverantwortlichen des WSV aber noch zurück. „Klarer Favorit auf die Meisterschaft ist Viktoria Köln. Dahinter werden zahlreiche Vereine lauern. Dazu gehören sicher Rot-Weiss Essen, der SV Rödinghausen und die U 23 von Borussia Dortmund. Auch Rot-Weiß Oberhausen, Alemannia Aachen und die U 23 von Borussia Mönchengladbach muss man für die Spitzengruppe auf der Rechnung haben. Auch wir wollen in diesem Feld dabei sein, werden uns aber nicht selbst unter Druck setzen“, betont Wuppertals Trainer Christian Britscho.