5. August 2018

RWE mit Spaß zum Heimsieg

Eine tolle Leistung bot am heutigen Sonntag nicht nur die Mannschaft, sondern auch die RWE-Fans. (Foto: Rotzoll)
Eine tolle Leistung bot am heutigen Sonntag nicht nur die Mannschaft, sondern auch die RWE-Fans. (Foto: Rotzoll)

Essener schlagen den Wuppertaler SV an der Hafenstraße mit 5:1.

Die Stimmung war gelöst nach 90 starken rot-weissen Minuten im Stadion Essen. „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ schallte es durch das Rund in Richtung Mannschaft, die sich diese Wertschätzung mit ihrer Leistung auch absolut verdient hatte. Durch Tore von Bichler (1. und 63.), Heber (32.), Pröger (36.) und Platzek (45.) sorgten für einen deutlichen Heimsieg der Rot-Weissen. Der Ehrentreffer von Windmüller hatte vor 11.077 Zuschauer nur noch statistischen Wert (83.). „Wir haben in der letzte Woche über 60 Minuten gegen Rödinghausen ordentlich gespielt, heute haben wir es über einen noch längeren Zeitraum hinbekommen und sehr viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, so die nüchterne Analyse von Chef-Trainer Karsten Neitzel.

Der Rahmen stimmte für den rot-weissen Heimauftakt der Saison 2018/2019. 30 Grad, Sonnenschein und über 11.000 Zuschauer erwarteten die 22 Akteure an der Hafenstraße. Elf davon hatten sich offenbar vorgenommen, ihren Fans ein besonderes Spektakel zu liefern. Denn kaum war die Luft aus der Pfeife von Schiedsrichter Thomsen wieder entwichen, da durften die Rot-Weissen bereits zum ersten Mal feiern. Kevin Grund, heute auf der 10 hinter Marcel Platzek aufgestellt, schickte Neuzugang Florian Bichler auf die Reise. Dieser wirbelte an seinen Gegenspielern vorbei und tauchte so allein vor Torwart Wickl auf, dem er aus kurzer Distanz keine Chance ließ (1.). Der Auftakt 90 starker Minuten der Gastgeber.

Denn bereits über die Zweikampfführung signalisierte RWE bereits, dass für den WSV heute an der Hafenstraße nichts zu holen ist. Die Wuppertaler versuchten dagegenzuhalten, kamen mit ihren Attacken aber häufig zu spät und zogen so schon früh einige gelbe Karten. Für ein Foul war Bichler allerdings in der 32. Minute erneut zu schnell. Die rot-weisse Nummer 23 drehte gleich zwei Gegenspieler ein und bediente von der linken Seite Daniel Heber, der aus einem Meter nur noch einschieben musste (32.). Und spätestens jetzt hatten die Rot-Weissen richtig Spaß. Kai Pröger legte sich den Ball 16 Meter vor dem Tor auf seinen linken Schlappen und zimmerte den Ball in den Winkel (36.). Marcel Platzek hielt den Kopf in eine Freistoßflanke von Benjamin Baier (45.) – die Rot-Weissen hätten beim Halbzeitstand von 4:0 wohl gerne direkt ohne Pause weitergekickt.

Doch auch diese brachte RWE nicht aus dem Konzept. Die Elf der Gäste ließ man weiterhin nicht ins Spiel und schon gar nicht in torgefährliche Räume kommen. Vielmehr schafften es die Rot-Weissen, eigene Ballgewinne zielstrebig in die Spitze zu spielen, wo sich in  Platzek, Pröger und Bichler immer ein Abnehmer fand. Letztgenannter setzte in der 63. Minute erneut mit Ball am Fuß zum Sprint an und zeigte so gleich drei Gegenspielern die Hacken. Wie bereits beim 1:0 behielt „Bichi“ auch vor dem Tor die Ruhe und setzte die Kugel zum 5:0 ins Netz (63.). Der Ehrentreffer per Kopf von Gino Windmüller zum 5:1 war dann nicht mehr als Wuppertaler Ergebniskosmetik (83.).