4. September 2020

Nächster Gegner: Wiedenbrücker Euphorie nach DFB-Pokal-Einzug

Zuletzt trat der SCW 2019 an der Hafenstraße an - und besiegte RWE mit 2:1. (Foto: Endberg)
Zuletzt trat der SCW 2019 an der Hafenstraße an – und besiegte RWE mit 2:1. (Foto: Endberg)

Aufsteiger aus Ostwestfalen kommt mit reichlich Rückenwind an die Hafenstraße

Mit reichlich Euphorie im Rücken nimmt der SC Wiedenbrück die morgige Partie an der Hafenstraße (14.00 Uhr) in Angriff. Nicht nur, dass die Ostwestfalen in der abgelaufenen Saison den Aufstieg und damit die direkte Rückkehr in die Regionalliga West perfekt gemacht hatten. Die Mannschaft von SCW-Trainer Daniel Brinkmann qualifizierte sich – genau wie RWE – vor wenigen Tagen auch noch für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.
Zwar war Wiedenbrück im Westfalenpokal bereits im Viertelfinale durch ein 0:2 beim späteren Titelträger RSV Meinerzhagen ausgeschieden. Als Meister der Oberliga Westfalen durfte der SCW aber zu einem Entscheidungsspiel gegen den bestplatzierten Regionalliga West-Klub aus Westfalen antreten. Gegen den favorisierten SV Rödinghausen landeten die Wiedenbrücker einen überraschend deutlichen 4:0-Erfolg. Gespielt wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Sportschule Kaiserau.
Kurios: Der 34-jährige Daniel Brinkmann, erst seit Januar als Nachfolger von Björn Mehnert im Amt, ist damit in (coronabedingt) nur vier Pflichtspielen in die Regionalliga aufgestiegen und hat seine Mannschaft in den DFB-Pokal geführt. "Unser unbedingter Wille war entscheidend", so Ex-Bundesligaprofi Brinkmann (15 Einsätze für den FC Augsburg) mit Blick auf die Partie gegen Rödinghausen.
Der Pokal-Gegner des SC Wiedenbrück wurde nur wenige Stunden nach dem Coup gegen Vorjahressieger Rödinghausen in einer "kleinen" DFB-Pokal-Auslosung zwischen Meinerzhagen und dem SCW festgelegt. Auf Wiedenbrück, seit 2013 nicht mehr im DFB-Pokal dabei, wartet ein Ostwestfalen-Duell mit dem SC Paderborn 07, Meinerzhagen bekommt es Mitte September mit der SpVgg Greuther Fürth zu tun. Für Daniel Brinkmann gibt es ein Duell mit seinem Ex-Klub, für den er von 2002 bis 2007 am Ball war.
Auf Wiedenbrück wartet nun aber erst einmal an der Hafenstraße das erste Regionalliga-Spiel seit dem 18. Mai 2019 (5:0 gegen den SV Lippstadt 08). Nach nur einer Saison in der Oberliga Westfalen meldet sich der SCW mit dem Spiel gegen RWE in der 4. Liga zurück. Die Änderungen am Kader gegenüber der abgelaufenen Aufstiegs-Saison hielten sich in überschaubaren Grenzen. Das Gerüst des Aufstiegs-Kaders blieb bestehen und wurde nur punktuell mit Spielern wie Hendrik Lohmar vom Drittliga-Aufsteiger SC Verl ergänzt.
An das letzte Aufeinandertreffen mit Rot-Weiss Essen haben die Wiedenbrücker recht gute Erinnerungen. Am 33. Spieltag der Saison 2018/2019 fuhren die Ostwestfalen in Essen einen 2:1-Erfolg ein und revanchierten sich damit für die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel. Insgesamt standen sich beide Teams in der Regionalliga schon 16 Mal gegenüber. Achtmal gewann RWE, fünfmal Wiedenbrück. Drei Begegnungen endeten Remis.