23. März 2021

Langer Weg ans rettende Ufer

RW Ahlen kassierte in dieser Saison schon 51 Gegentreffer, darunter drei an der Hafenstraße. (Foto: Endberg)
RW Ahlen kassierte in dieser Saison schon 51 Gegentreffer, darunter drei an der Hafenstraße. (Foto: Endberg)

Zu oft nur das Nachsehen: Ehemaliger Zweitligist RW Ahlen benötigt für Klassenerhalt eine Serie.

Vor RWE-Gegner Rot-Weiss Ahlen (Mittwoch, 19.30 Uhr) liegt ein weiter Weg: Den Ex-Zweitligisten trennen 11 Punkte zum rettenden Ufer und dem Klassenerhalt, 14 Spiele stehen für die Ostwestfalen noch aus. Jüngst kitzelte das Team von Ex-RWEler Andreas Zimmermann einen Punkt aus der BVB U23 (1:1), gegen den FC Wegberg-Beeck verloren die Wersekicker dann wieder an Boden (1:2).

Fest steht, dass die Ahlener den Weg in Richtung Klassenverbleib gemeinsam mit Zimmermann an der Seitenlinie gehen wollen. Der Vertrag mit dem 51-Jährigen, der die Ahlener Mitte November zunächst interimsweise übernommen hatte, wurde kurz vor dem Jahreswechsel verlängert und läuft jetzt bis zum 30. Juni 2022. "Wir freuen uns, dass wir mit Andreas Zimmermann verlängern und somit weiterhin kontinuierlich zusammen daran arbeiten können, den Klassenverbleib zu schaffen", erklärte Geschäftsführer Gero Stroemer.

Serie benötigt
Alles rausgehauen hatten die Ahlener im letzten Pflichtspiel des Jahres 2020. Mit einem furiosen 5:1-Heimerfolg gegen den direkten Konkurrenten VfB Homberg ging es in die kurze Winterpause. Der Start ins neue Jahr ging dann jedoch daneben, ausgerechnet gegen Ex-Trainer Mehnert und den WSV gab es ein 0:1. Insgesamt hagelte es in den in den letzten sieben Begegnungen vier Niederlagen, drei Mal blieb es bei einer Punkteteilung.
Um auch im nächsten Jahr viertklassig zu bleiben, benötigt Ahlen dringend eine Siegesserie, das Restprogramm jedoch verspricht Nervenkitzel: Es warten neben RWE unter anderem die Spitzenklubs Fortuna Köln, Preußen Münster, RWO und der SV Rödinghausen. Top-Klubs könnten den Ahlener aber liegen: Gegen den BVB erkämpfte das Team jüngst einen Punkt.

Frische Kraft im Winter
Zum Sprung ans rettende Ufer, justierten die Ahlener in der Winterpause ihren Kader. Fünf Spieler verließen die Rot Weissen, neu im Werstestadion ist hingegen Mittelfeldspieler Adrian Oeynhausen, der von der U21 des Zweitligisten SC Paderborn 07 bis zum Saisonende ausgeliehen wurde. Der 19-Jährige durchlief von 2013 bis 2017 mehrere Jahrgänge im Nachwuchsleistungszentrum des SCP 07, ehe er eine Spielzeit in der Jugend des Bundesligisten Borussia Dortmund verbrachte. Zum Sommer 2018 kehrte der Mittelfeldspieler nach Paderborn zurück und unterschrieb im weiteren Verlauf einen Lizenzspielervertrag, der noch bis zum 30. Juni 2022 läuft.

Im Heimspiel gegen die Kölner U 21 (2:4) gab dann auch Angreifer Gianluca Marzullo sein Comeback im RWA-Trikot. Der 30-Jährige, der zuvor seinen Vertrag beim Ligakonkurrenten Wuppertaler SV aufgelöst hatte, war bereits von 2015 bis 2017 für Ahlen aktiv. Gegen den Bonner SC (1:2) trug sich der Deutsch-Italiener erstmals wieder in die Torschützenliste ein. Auf den ersten Sieg nach seiner Rückkehr zu den Rot Weissen muss Marzullo aber noch warten.