7. August 2021

Remis im letzten Testspiel

Ein umkämpftes Spiel findet keinen Sieger: RWE und der SC Verl trennen sich mit 4:4. (Foto: Endberg)
Ein umkämpftes Spiel findet keinen Sieger: RWE und der SC Verl trennen sich mit 4:4. (Foto: Endberg)

RWE – SCV 4:4. Starke erste Hälfte und Eismann-Kracher bei Vorbereitungsabschluss.

Rot-Weiss Essen trennt sich im letzten Testspiel der Sommervorbereitung mit 4:4 (3:1) vom Drittligisten SC Verl. Nach starker erster Hälfte und Toren von Isaiah Young (17.), Cedric Harenbrock (24.) und Sandro Plechaty (44.) dreht der SC Verl das Match, ehe Sören Eismann mit einem sehenswerten Treffer zum Endstand trifft (81.). "In der ersten Halbzeit hatten wir Tempo und Witz in unserem Spiel, das war eine Hausnummer. Wenn du dann nach einer so guten Hälfte in Rückstand gehst, dann kann einem das nicht gefallen", resümiert RWE-Chef-Trainer Christian Neidhart. 

Bühne auf für die Saison-Generalprobe: In schicker Pelle, dem neuen Heimdress im Stadtteil-Design, empfängt Rot-Weiss Essen einen altbekannten Gegner. Der SC Verl, aktuell in der DFB-Pokal-bedingten Drittliga-Pause, erwischte mit dem 1:0-Erfolg über die Würzburger Kickers und dem torlosen Unentschieden gegen Türkgücü München einen guten Start in die Profi-Spielzeit. Kurzum ein harter Brocken für den Vorbereitungsabschluss der Neidhart-Mannschaft. Im eigenen Stadion begehen die Rot-Weissen das Spiel mit vier Neuzugängen in der Elf, darunter auch den Ex-Ostwestfalen Zlatko Janjic und Yannick Langesberg. 

Kein Blick mehr auf die Armbanduhr oder das Handy nötig, jetzt läuft die neue LED-Videotafel sekundengenau samt Ergebnis mit. Und genau dieses Resultat auf dem Bildschirm sollten die Rot-Weissen erstmals verändern: 17 Minuten von der Uhr, da passt Herzenbruch links raus auf den freien Harenbrock, der Blondschopf schiebt in die Mitte und Young steht goldrichtig – 1:0! Und Rot-Weiss bleibt am Drücker: Holzweiler legt mit einem Pass in die Tiefe die Verler Abwehrkette lahm, beim Abschluss von Janjic vereitelt Brüseke, der weit vor dem eigenen Tor steht, den Zwei-Tore-Rückstand (21.). Chancenlos ist er dann aber weitere drei Minuten später gegen Cedric Harenbrock, der einen Pass, wieder vom wuseligen Holzweiler, gefühlvoll in die Maschen chippt (24.). Ordentlich was los an der Hafenstraße – und so schließt Verl an: Nach einem Fehlpass in der Defensive überwindet Putaro den RWE-Schlussmann (29.). Dann wieder Rot-Weiss: Mit ordentlich Überraschungsmoment legt der freistehende Grote nach 34 Minuten zurück auf Janjic, dessen harten Versuch Brüseke gerade so abblocken kann. Kurz vor Halbzeitpfiff nutzt schließt Plechaty die Gunst des Moments, um aus Nahdistanz nach Dürholtz-Vorlage zur Pausenführung von 3:1 auszubauen (44.).

Auf den Rückstand folgt ein Kracher
Aus der Kabine kommt der SCV dann mit frischer Energie: Ron Berlinskis abgefälschter Schuss nach Freistoß landet hinter Davari in den Maschen (48.). Die Verler werden nicht nur zunehmend offensiver, sondern auch effektiver, sodass erst Joker Petkov nach nur wenigen Minuten auf dem Feld mit einem Beinschuss für den Ausgleich sorgt (62.) und schließlich Rabihic das Match dreht (73.). Doch RWE steckt an diesem sonnigen Fußballnachmittag nicht auf: Sören Eismann jagt das Leder mit einem halbhohen Kracher aus etwa 20 Metern zum 4:4 ins Netz (81.). All sein Können zeigt dann noch einmal Davari, der im Direktduell mit Saglik das Nachsehen behält (87.), bevor Schiedsrichter Gottschalk das Duell beendet.

Im nächsten Match geht es dann endlich wieder um Punkte: Rot-Weiss Essen trifft am kommenden Samstag zum ersten Regionalliga-Spieltag auf den Bonner SC, Anstoß im Sportpark Nord ist um 14.00 Uhr.