27. August 2021

Erfolg am Zoo

WSV – RWE 0:1. Plechaty beschert Auswärtssieg.

Erfolg am Zoo – Rot-Weiss Essen
Dreier vom Zoo: Sandro Plechaty (l.) bescherte mit seinem Treffer den Auswärtssieg. (Foto: Endberg)

Derbysieger! Am 3. Spieltag in der Regionalliga West setzte sich Rot-Weiss Essen im Traditionsduell beim Wuppertaler SV unter Flutlicht hochverdient 1:0 (1:0) durch und gewann damit auch die zweite Auswärtspartie in der noch jungen Saison. Vor 4.040 Zuschauern im Stadion am Zoo markierte Rechtsverteidiger Sandro Plechaty (35.) nach Vorarbeit von Oguzhan Kefkir den entscheidenden Treffer für das Team von Cheftrainer Christian Neidhart. „In der Anfangsphase war Wuppertal besser im Spiel, im Verlaufe der ersten Halbzeit sind wir dann aber immer besser reingekommen. Wir haben es auch defensiv gut verteidigt. Das einzige, was ich heute zu kritisieren habe: Wir hätten es uns sicherlich einfacher machen können, wenn wir unsere Chancen besser verwerten hättet“, resümiert der RWE-Coach.

Starkes Startelf-Debüt von José-Enrique Rios Alonso
Im Vergleich zur 1:4-Heimniederlage gegen den SV Straelen hatte RWE-Trainer Neidhart zwei Änderungen in seiner Startformation vorgenommen. Für Yannick Langesberg begann erstmals José-Enrique Rios Alonso, Neuzugang vom Südwest-Regionalligisten VfB Stuttgart II, in der Innenverteidigung, gab damit sein Startelf-Debüt und wusste zu überzeugen.
Außerdem lief Flügelstürmer Oguzhan Kefkir nach abgelaufener Rotsperre zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an auf und rechtfertigte ebenfalls mit einer guten Leistung seine Nominierung. Dafür nahm Angreifer Zlatko Janjic zunächst auf der Bank Platz, wurde jedoch in der Schlussphase für Mittelstürmer Simon Engelmann eingewechselt. Offensivspieler Kevin Holzweiler (Augenverletzung) konnte erneut nicht eingesetzt werden.

RWE schaltet nach Wuppertaler Eckball schnell um
Von Beginn lieferten sich beide Teams eine intensive Partie, bei der es schon nach wenigen Minuten zwei aufregende Szenen vor den Toren gab. Erst kam Isaiah Young im Wuppertaler Strafraum zu Fall, ohne dass Schiedsrichter Martin Ulankiewicz (Oberhausen) auf Elfmeter entschied. Auf der Gegenseite war José-Enrique Rios Alonso gegen den freigespielten Kevin Hagemann aufmerksam, ließ den cleveren WSV-Angreifer nicht zum Abschluss kommen.
Nach einer knappen halben Stunde hatte Simon Engelmann den Führungstreffer für RWE auf dem Fuß, als er nach einem Zuspiel von Cedric Harenbrock aus der Drehung abzog, aber am Wuppertaler Torhüter Sebastian Patzler scheiterte. Wenig später musste Patzler jedoch hinter sich greifen, nachdem er einen 20-Meter-Schuss von „Ötzi“ Kefkir nicht festhalten konnte und Sandro Plechaty die Kugel zum 1:0 ins Netz drückte (35.).
Der Szene voraus ging übrigens ein Eckball der Gastgeber. RWE schaltete schnell um und konterte sehenswert. Über die Stationen Simon Engelmann, Cedric Harenbrock und Isaiah Young landete die Kugel bei Oguzhan Kefkir, der sofort abzog und so letztlich das Tor erzwang. Bis zur Pause hatten Engelmann und Young sogar noch die Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Diesmal war Sebastian Patzler jedoch auf dem Posten.

Patzler ständig im Blickpunkt – Grote trifft Pfosten
In der zweiten Halbzeit wurde die RWE-Dominanz immer deutlicher. Daran konnte auch WSV-Trainer Mehnert mit den Einwechslungen von Phillip Aboagye, Jannis Kübler, Roman Prokoph und Xhuljo Tabaku nichts ändern.
Dass es dennoch bis zum Abpfiff spannend blieb, lag in erster Linie daran, dass die Rot-Weissen eine Reihe guter Tormöglichkeiten nicht nutzen konnten und Sebastian Patzler im WSV-Kasten immer stärker wurde. So scheiterten unter anderem Cedric Harenbrock, Simon Engelmann, Oguzhan Kefkir und der eingewechselte Zlatko Janjic immer wieder am Wuppertaler Schlussmann, der sein Team bis zum Ende im Spiel hielt. Pech hatte RWE-Kapitän Dennis Grote, dessen Distanzschuss an den Pfosten klatschte.
Auf der Gegenseite war Rot-Weiss Essens Torhüter Daniel Davari kaum einmal ernsthaft gefordert, weil seine Vorderleute über 90 Minuten so gut wie nichts anbrennen ließen und damit die richtige Reaktion auf die 1:4-Heimniederlage gegen den SV Straelen zeigten. In der Schlussphase kam noch Angreifer Felix Heim, der ebenso wie Zlatko Janjic, Sören Eismann und Sascha Voelcke eingewechselt wurde, zu einem Punktspiel-Einstand im rot-weissen Trikot.

Für RWE geht es am kommenden Sonntag, 29. August, mit dem nächsten Traditionsduell gegen Fortuna Köln weiter. Anstoß an der Hafenstraße ist um 14.00 Uhr.