18. November 2021

FCW wil Trainer Zeh beschenken

Wegberg-Beeck hat neue Hoffnung geschöpft.

Wegberg-Beeck-Trainer Zeh steht an der Seitenlinie und blickt auf das Spielfeld.


Zwar belegen die Grenzländer noch einen Abstiegsplatz, aber der FC Wegberg-Beeck und Trainer Zeh haben das „rettende Ufer“ im Blick. (Foto: Endberg)

Für den FC Wegberg-Beeck geht es gegen Tabellenführer Rot-Weiss Essen vor eigenem Publikum um die nächsten Punkte für den Klassenverbleib in der Regionalliga West. Lange Zeit mussten die Wegberger auf ihren ersten Saisonsieg warten. Erst am 12. Spieltag gelang der Mannschaft von Trainer Mark Zeh im Heimspiel gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach (1:0) der langersehnte erste Dreier. Nur wenige Tage später folgte jedoch mit dem 2:1 beim direkten Konkurrenten Sportfreunde Lotte gleich das nächste Erfolgserlebnis.

Zwar belegen die Grenzländer auch nach dem jüngsten 1:1 gegen RW Ahlen noch einen Abstiegsplatz, haben aber den Kontakt zum „rettenden Ufer“ hergestellt und damit neue Hoffnung geschöpft. Wenn es gegen RWE geht, dann feiert der gebürtige Essener Zeh am Spieltag seinen 38. Geburtstag und hofft auf ein entsprechendes „Geschenk“ seiner Mannschaft.

Ursprünglich war beim FC Wegberg-Beeck vorgesehen, dass Mark Zeh erst ab diesem Sommer in der Verantwortung steht. Aufstiegstrainer Michael Burlet musste aber schon Anfang März kurz nach dem 0:3 beim Mitkonkurrenten SV Bergisch Gladbach 09 seinen Platz räumen. Zeh, der zuvor die zweite Mannschaft betreut hatte, rückte vorzeitig auf.

Die zurückliegende Saison beendete der FC Wegberg-Beeck dann auf Platz 17. Diese Position reichte nur deshalb zum Klassenverbleib, weil die westdeutschen Fußballverbände nach dem vorzeitigen Saisonende unterhalb der Regionalliga entschieden hatten, die Spielzeiten in den Oberligen zu annullieren und deshalb keine Aufsteiger zuzulassen.

Um künftig möglichst weniger in die Bredouille zu kommen, hatte der FC Wegberg-Beeck im Sommer acht externe Spieler auf dem Transfermarkt verpflichtet. So wechselte vom benachbarten Ligakonkurrenten Alemannia Aachen Mittelfeldspieler Muja Arifi nach Wegberg. Offensivspieler Daniel Sopo war zuletzt für die U 19 des ehemaligen Bundesligisten am Ball. Mit Jonathan Benteke (zuletzt URSL Visé/Belgien), der von Oktober 2019 bis August 2020 ebenfalls bei der Alemannia unter Vertrag stand, hat sogar noch ein dritter Zugang eine Aachener Vergangenheit. Auch beim SV Straelen schlugen die Verantwortlichen mit Kevin Weggen und Aaram Abdelkarim doppelt zu.

Nicht nur beim spielenden Personal hat sich beim FC Wegberg-Beeck hat sich etwas getan. Auf der Mitgliederversammlung wurde Marcus Johnen zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Johnen übernahm die nach dem Tod des langjährigen Vereins-Chefs Günter Stroinski Ende Februar 2020 vakante Position. Der 42-jährige Johnen sitzt als Politiker im Wegberger Stadtrat und ist Leiter einer Grundschule in Erkelenz-Kückhoven. Zweiter Vorsitzender bleibt für ein weiteres Jahr Achim Wilms. Zum neuen 1. Geschäftsführer und damit Nachfolger des ausgeschiedenen Thomas Klingen wählten die Mitglieder Werner Tellers, der seit zwei Jahren nicht nur finanziell der tragende Stützpfeiler des Klubs ist. Zweiter Geschäftsführer wurde Stefan Frühling.

Im Jugendbereich läuft der FC Wegberg-Beeck seit dieser Spielzeit mit den Fußballmannschaften seiner „Bambini“ sowie der F- und E-Junioren der zukünftigen Spielgemeinschaft mit dem Nachbarn SC Wegberg gemeinsam als „SG Beeck/Wegberg“ auf. Eigentlich hatten sich Mitglieder, Unterstützer und Fans beider Klubs in einer Umfrage für den Namen „SpVgg Mühlenstadt Wegberg“ ausgesprochen. Diese Namensgebung sei aber mit den Statuten nicht zu vereinbaren, teilte der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) den Vereinen mit. Laut Verband muss der federführende Klub einer solchen Spielgemeinschaft auch der erstgenannte im Namen sein.

Anders als bei einem Jugendförderverein erhalten die Spieler für die SG keine „neue“ Spielberechtigung. Von daher muss für einen Ausstehenden erkennbar bleiben, für welchen an der SG beteiligten Vereine die Kinder eine Spielberechtigung haben. Dies sei bei einem „Fantasienamen“ wie SpVgg Mühlenstadt Wegberg nicht möglich. „Es ist zwar schade, dass sich der Wunsch der Vereine und der Mitglieder in Bezug auf die Namensgebung nicht durchgesetzt hat. Aber an der guten Sache an sich ändert das überhaupt nichts“, erklärt Marc Baltes, 1. Geschäftsführer des SC Wegberg.