19. Februar 2022

Hafenstraße Live!

Über die rot-weisse Übertragung: Auch Münster-Spiel wird im Livestream gezeigt.

Christian Ruthenbeck mit RWE-Vorstand Marcus Uhlig Im Live-Interview.
Im „ALLBAU Strafraum-Talk“ besprechen Christian Ruthenbeck (l.) und RWE-Vorstand Marcus Uhlig aktuelle Themen um den Verein. (Foto: Heidelberg / Breilmannswiese)

3, 2, 1…Auf Sendung! Rot-Weiss Essen bietet seit Sommer 2020 eine Online-Übertragung der Heimspiele im Stadion an der Hafenstraße an. Auch das Regionalliga-Westduell gegen den SC Preußen Münster am Sonntag (14.00 Uhr) wird gezeigt. Hinter den Kulissen des rot-weissen Livestreams!

Kommentatoren-Duo Andreas Crom und Christian Ruthenbeck malocht Woche für Woche mit der Übertragungsplattform STAIGE, den Videoexperten von Stakemeier Medien-Produktion und RWE, um passenden Kommentar zu den hochwertig produzierten Kamerabildern zu liefern. Die rot-weisse Brille hat das Gespann in jedem Falle auf. Der 40-jährige Ruthenbeck gibt als „Oppa Luscheskowski sein Enkel“ in  der Stadionzeitschrift schon länger als ein Jahrzehnt seine Meinung zu brandaktuellen Themen ab und präsentiert euphorisch die Aufstellung vor Anpfiff. Andreas Crom (45) sammelte erste Kommentier-Erfahrungen bei Fanmedium „Radio Hafenstraße“ und schreibt in seinem „Nullsiebenblog“ über den Bergeborbecker Traditionsklub.

Die Hafenstraßen-Zuneigung der Sportmoderatoren blieb auch Kult-Reporter Arnd Zeigler nicht verborgen. In seiner WDR-Sendung zeigte der Fernsehmacher Tore vom Wuppertaler-SV-Duell (2:1, Januar) samt frenetischem Jubel von Crom und Ruthenbeck: „Am Tonfall habt ihr abhören können, dass die Kommentatoren nicht ganz so neutral waren“, so Zeigler vor laufender Kamera.

Emotionen sind ohnehin das, was das Kommentatoren-Duo auszeichnet. „Meine Lieblingsmomente sind, wenn es etwas zum Ausrasten gibt“, berichtet Crom freudestrahlend. Besonders dafür eignen sich Last-Minute-Treffer, wie Ruthenbeck erklärt: „Ich erinnere mich gern an das Tor von Herzenbruch gegen Alemannia Aachen und wie er anschließend mit einem Bier in der Hand bei den Fans auf dem Zaun feierte.“ Geschichten, wie sie wohl nur die Essener Hafenstraße schreibt – allen wird im Stream Beachtung geschenkt. Andi Crom wiederum war dann übrigens der erste, der Herzenbruch nach dem Spiel interviewte. Auch hier waren die Stream-Zuschauer so in erster Reihe mit dabei.

Hafenstraße Live! – Rot-Weiss Essen
Live aus dem Bauch des Stadions: Andreas Crom holt erste Stimmen der Rot-Weissen nach der Partie ein. (Foto: Endberg)

Das rot-weisse TV-Angebot übrigens gibt es seit Anbeginn der Saison 2020/2021. Dass alles glatt gelaufen ist, war bei der ersten Übertragung höchstens ein Wermutstropfen. Zuschauer waren gerade verboten, der Stream also die designierte Alternative zum Hafenstraßen-Besuch. Nach 93 Zeigerumdrehungen verhagelte ein Wiedenbrücker nicht nur TV-Angebot, sondern auch das Spiel mit seinem 1:1-Ausgleich per Sonntagsschuss. „Das hat auf die Stimmung gedrückt“, erinnert sich Crom, „aber ansonsten hatten wir ja meistens einen Grund zum Feiern“. Der Kommentator hat recht! Die Stream-Bilanz: Von 34 Spielen die übertragen wurden, gewann RWE 28-mal, spielte viermal Remis und verlor zweimal.

Zur Rückrunde nun hat das Livestream-Team das Angebot noch weiter ausgebaut. 15 Minuten mehr Sendung: Vor dem Spiel gehören neben dem „ALLBAU Strafraum-Talk“ Einspieler wie Trainerinterview oder Hinspiel-Highlights zum Inklusiv-Programm.

So werden Crom und Ruthenbeck auch gegen Preußen Münster im wetterfesten Einsatz sein, um ihre ganz persönlichen Perspektiven der Partie zu präsentieren. Für die Spitzenspiel-Übertragung, die um 13.15 Uhr beginnt, hat RWE-Vorstand Marcus Uhlig einen Wunsch: „Wir rechnen mit einer sehr hohen Nachfrage und würden uns freuen, wenn wir eine Rekordquote von 5000 Buchungen erreichen können.“ Die bisherige Bestmarke der Saison liegt bei rund 3000 Buchungen.