19. Februar 2022

Westduell an der Hafenstraße!

Nächster Gegner: Preußen Münster tritt mit drei Winterzugängen an.

Im Preußenstadion kämpft Luca Dürholtz mit Jules Schwadorf von Preußen Münster unter Flutlicht um den Ball.
Unerbittlicher Kampf um die Tabellenspitze: Preußens Jules Schwadorfs (l.), hier im Duell mit Luca Dürholtz. (Foto: Endberg) 

Das letzte Heimspiel im Monat Februar hat es für Rot-Weiss Essen in sich: Im Rahmen des 26. Spieltages ist am Sonntag ab 14.00 Uhr (live im Stream) mit dem SC Preußen Münster einer der ärgsten Konkurrenten im Rennen um Meisterschaft und Aufstieg im Stadion an der Hafenstraße zu Gast. 

Dass die Rot-Weissen als Tabellenführer derzeit fünf Punkte Vorsprung vor dem Gründungsmitglied der Bundesliga aufweisen, hängt eng mit dem ersten Aufeinandertreffen während der Hinserie zusammen. In Münster hatte Torben Deters den SC Preußen Münster zunächst mit zwei Treffern in Führung gebracht. Dank einer fulminanten Aufholjagd und der Tore von Kevin Holzweiler, Isaiah Young und Simon Engelmann ging es für die Mannschaft von RWE-Trainer Christian Neidhart aber doch noch mit einem 3:2-Triumph zurück nach Essen. 

Das Traditionsduell mit RWE ist für den SC Preußen nicht das einzige Topspiel in relativ kurzer Zeit. Nach der bevorstehenden Nachholbegegnung beim SV Rödinghausen (Mittwoch, 23. Februar), dem Heimspiel gegen den SV Straelen (Samstag, 26. Februar) und der Partie bei den Sportfreunden Lotte (Mittwoch, 2. März) stehen nacheinander die Duelle beim Wuppertaler SV (Sonntag, 6. März) und gegen Fortuna Köln (Freitag, 11. März) auf dem Programm. Dabei sollen aus der Sicht von SCP-Trainer Sascha Hildmann wesentlich mehr Punkte zu Buche stehen als in der Hinserie. Damals reichte es für die „Adlerträger“ gegen RWE (2:3), den WSV (0:0) und die Fortuna (2:3) lediglich zu einem Zähler. 

Für das Rennen um den Titel in der Regionalliga West holten die Münsteraner in der Winterpause einen Spieler zurück, der erst im Sommer den Verein verlassen hatte: Nach einem halben Jahr und 15 Einsätzen bei der U23 des FC Schalke 04 schloss sich Außenverteidiger Lukas Frenkert (21) erneut dem SC Preußen an. „Lukas hatte vor seinem Wechsel nach Gelsenkirchen bei uns mit einer starken Entwicklung und guten Leistungen überzeugt. Es ist daher auch kein Geheimnis, dass wir ihn nur sehr ungern haben ziehen lassen“, sagt Münsters Sportdirektor Peter Niemeyer.

„Umso mehr freuen wir uns, dass er jetzt zurückkehren wollte. Wir kennen Lukas sehr gut und bekommen einen Spieler mit sehr guter Physis und guter Einstellung hinzu, der auch charakterlich in unsere Mannschaft passt.“ Mit der Rückholaktion ist die Anzahl an Spielern aus dem aktuellen Kader, die schon in der Jugend an der Hammer Straße in Münster gespielt hatten, wieder auf neun gewachsen. Neben Frenkert sind das die Torhüter Marko Dedovic und Max Schulze Niehues sowie Jannik Borgmann, Simon Scherder, Dominik Klann, Nicolai Remberg, der Ex-Essener Alexander Langlitz und U 19-Stürmer Deniz Bindemann. 

Auch am so genannten „Deadline Day“ war der SC Preußen Münster noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv. Mittelfeldspieler Joshua Holtby (26) verließ den Klub, um zur U23 seines Jugendvereins Borussia Mönchengladbach zurückzukehren. Neu ist dagegen Thomas Kok. Der Niederländer lief zuletzt für den FK Jerv in der zweiten Liga Norwegens auf und stieg mit dem Club als Drittplatzierter in die „Eliteserien“ auf, die höchste Spielklasse Norwegens. Kok bestritt in der Aufstiegssaison, die erst Ende des Jahres abgeschlossen wurde, 28 Partien für den Club aus der Küstenstadt Grimstadt. Ausgebildet wurde der 23-Jährige beim Nachwuchs des niederländischen Erstligisten Willem II. Im Seniorenbereich machte er beim Zweitligisten FC Dordrecht seine ersten Schritte. 

Vom Drittligisten MSV Duisburg wechselte der 13-malige rumänische U-Nationalspieler Darius Ghindovean zu den Preußen. Der Mittelfeldspieler absolvierte bisher 29 Drittliga-Partien, elf davon in der laufenden Spielzeit. Für sein Heimatland lief der in Mediaş geborene Ghindovean in den Auswahlmannschaften der U17, U18, U19 und U20 auf. Gleich bei seinem Debüt setzte Ghindovean ein Ausrufezeichen. Er wurde gegen Rot Weiss Ahlen eingewechselt und traf auf Anhieb zum 2:0-Endstand.