15. März 2022

Zurück anne Schippe!

RWE gastiert im Südstadion bei Fortuna Köln.

Daniel Heber bim Zweikampf bei Fortuna Köln.
Kopfballstärke zeichnet das Team aus dem Südstadion aus. Hier Daniel Heber (mi.) im Zweikampf beim Gastspiel im vergangenen Jahr. (Fotos: Endberg)

Endlich zurück! Am Mittwoch, den 16. März, steht für Rot-Weiss Essen das Regionalliga-Nachhol-Auswärtsspiel des 23. Spieltags bei Fortuna Köln an. Das Match im Südstadion war ursprünglich für Ende Januar vorgesehen und musste wegen Corona-Fällen in Reihen des Gastgebers abgesagt werden. Aus gleichem Grund wurden die letzten drei RWE-Spiele abgesetzt – die Mannschaft von der Hafenstraße ist also heiß wie eh und je! Und das ausgerechnet gegen einen direkten Tabellenkonkurrenten, der gehörig ins Straucheln gekommen ist.

Die Ausgangslage:

Beinahe drei Wochen hatten die Spieler von Rot-Weiss Essen zumindest in keinem Pflichtspiel einen Ball am Fuß. Eine zweistellige Anzahl von Kickern in Quarantäne verhinderte die Punktkämpfe gegen RW Ahlen, den SV Lippstadt und RW Oberhausen.

Letztmalig kickten die Rot-Weissen Ende Februar in der Liga – und das erfolgreich in der Arena AufSchalke. Dank eines Scorer-Doppelpacks des erfahrenen Winterneuzugangs Thomas Eisfeld gelang es, einen frühen Rückstand zu drehen und den Derbyerfolg mit 2:1 (1:1) einzufahren. Das dürfte Selbstvertrauen gegeben haben!

Im direkten Duell hat Rot-Weiss nun die Chance, sich tabellarisch von der nach krummem Klassement viertplatzierten Fortuna abzusetzen. Obwohl die Südstädter ein Spiel mehr absolviert haben, liegen sie drei Punkte hinter RWE. Ein Sieg würde den Vorsprung bei einem Spiel mehr in petto auf sechs Zähler wachsen lassen.

Das Hinspiel:

Im Stadion an der Hafenstraße lieferten sich beide Teams einen emotionalen Schlagabtausch. Per Foto-Finish entschied Luca Dürholtz das Spiel mit einem Elfmeter für Rot-Weiss. So brachte der 28-Jährige 7.500 Zuschauer mit dem ersten Saisontreffer und dem 2:1-Endstand zur Gefühlsexplosion.

Zurück anne Schippe! – Rot-Weiss Essen
Kollektive Freude: Die Mannschaft bejubelt den Siegtreffer von Luca Dürholtz im Hinspiel.

Kurz vor der Halbzeit hatte der großgewachsene Sascha Marquet seine Fortunen in Führung gebracht, ehe Daniel Heber in Minute 59 ausglich. Nach der Partie analysierte RWE-Chef-Trainer Christian Neidhart: „Der Sieg war hochverdient. Ich denke, dass wir das Duell über die Bank entschieden haben. Etwas schöneres, als diesen Sieg, kann ich mir gar nicht vorstellen – das war Hafenstraßen-Fußball.“

Der Gegner:

Fortuna Köln spielt eine äußerst starke Serie. Die Südstädter haben in 26 Spielen 56 Punkte errungen und verfügen somit über einen Quotienten von 2,153 Punkte pro Spiel (PPS / RWE: 2,36 PPS). Seit der Pleite im Stadion an der Hafenstraße ging erst ein weiteres Spiel verloren. Mit Suheyel Najar sind die Domstädter zudem im Besitz einer wahren „Offensivwaffe“: Der flinke Flitzer, der im Januar 2020 von Stadtkonkurrent Viktoria zu den Fortunen wechselte, kommt auf 17 Treffer und sechs Vorlagen. Sascha Marquet strahlt mit elf Toren Treffergefahr aus. Dazu ist Fortuna die Mannschaft mit den wenigsten Gegentreffern (17 / RWE: 21).

Die andere Seite der Medaille: Kölns Trend zeigt deutlich und in dieser Saisonphase überraschend nach unten. Aus den letzten fünf Partien konnten von 15 möglichen nur sieben Punkte gesammelt werden – eindeutig zu wenig für das hart umkämpfte Meisterschaftsrennen! Gegen die Kellerkinder VfB Homberg (1:1) und Bonner SC (1:2) kam nur ein Punkt zusammen, bei Fortuna Düsseldorf sprang ein spätes Remis heraus. In allen drei Partien geriet das Team von Chef-Coach Alexander Ende noch in der ersten Halbzeit in Rückstand. Das Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten Preußen Münster musste dann auch noch wegen einer Platzsperrung ausfallen. Keine guten Vorzeichen für die Fortuna!

Trainiert wird der SC Fortuna Köln von  Alexander Ende. Der 42-Jährige ist Ex-Profi, war selbst vier Jahre in der Südstadt am Ball und übernahm das Team von Thomas Stratos. Ende war zuvor vier Saisons Assistent von  Ex-RWEler Arie van Lent bei Borussia Mönchengladbachs U23.

Das Stadion:

Das Südstadion in Köln-Zollstock fasst über 11.000 Zuschauer. Für die Partie gegen Fortuna Köln hat RWE ein Kontingent von 2.800 Tickets zur Verfügung gestellt bekommen. Ab 18.15 Uhr öffnet eine Tageskasse für Gäste-Stehplatztickets.

Neben dem Team von Alexander Ende, trug auch die 1. FC Köln-Reserve ihre Heimspiele in der zweiten Saisonhälfte 20/21 im Südstadion aus. Dementsprechend kickte RWE das letzte Spiel dort nicht gegen Fortuna, sondern gegen den 1. FC Köln – am Ende verlor Rot-Weiss 1:2.

Vorherige Duelle:

Das Westduell zwischen Rot-Weiss Essen und Fortuna Köln hat lange Tradition. So spielten beide Mannschaften in etwa in den 80er- und 90er-Jahren zahlreiche Male gegeneinander – mit ganz unterschiedlichen Spielverläufen. In den 2000er-Jahren gab es bislang 16 direkte Duelle. Davon entschied RWE fünf für sich, Fortuna gewann achtmal, dreimal trennten sich die Mannschaften Remis.

Die letzten beiden direkten Kräftemessen gewann jedoch Rot-Weiss (2:1 und 2:0), ganze drei Spiele ist das Team von der Hafenstraße gegen die Südstädter schon ungeschlagen.

Der Schiedsrichter:

David-Markus Koj wird die Spielleitung innehaben. Der 28-Jährige aus Wegberg stand zuletzt beim rot-weissen Remis gegen den 1. FC Köln (1:1) an der Seitenlinie. Ihm assistieren Jan-Philipp Schöneseiffen (Bornheim) und Lukas Koch (22, Hückelhoven)

Das Wetter:

Zur Spielzeit sind 10 Grad und kein Regen angesagt.

Übertragung:

Streaming-Anbieter Sporttotal.tv wird die Partie übertragen. Ihren Zugang können RWE-Fans für 10 Euro freischalten.

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