20. April 2022

Zehn Jahre Essener Chancen!

Auch Filmschauspieler Henning Baum unterstützt die Essener Chancen.
GründungsmEine starke Mannschaft: Schauspieler Henning Baum (l.) zählt zu den Gründungsmitgliedern der Essener Chancen und besuchte u. a. die Herzenswünsche.

Der Essener Chancen e.V., Sozialinitiative von RWE, existiert seit 2012 und macht somit jetzt das erste Jahrzehnt voll. Rot-Weisse unterschiedlichster Couleur setzen sich mit Hingabe für Teilhabe, Bildung und Förderung Heranwachsender besonders im Norden der Ruhrmetropole ein.

„Es war Michael Wellings Idee (Anm.: ehemaliger rot-weisser Vorstandsvorsitzender), die schon immer bestehenden sozialen Aktivitäten von RWE in einem eigenständigen, gemeinnützigen Verein organisatorisch zu bündeln und auszubauen“, erinnert sich Christian Hülsmann. Der frühere Aufsichtsratsvorsitzende des Bergeborbecker Fußballklubs zählt – wie Filmschauspieler Henning Baum oder Jahrhundert-Trainer Otto Rehhagel – zu den Gründungsmitgliedern der Sozialinitiative, deren Schirmherrschaft Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen innehat.

Zehn Jahre Essener Chancen! – Rot-Weiss Essen
Strahlende Kinderaugen: Die Aktion Herzenswünsche feierte diesen Winter ebenfalls zehnjährigen Geburtstag.

Mitglieder der ersten Stunde sind auch Uwe Helmut und Petra Rahn, Sohn und Schwiegertochter des einzigartigen „Boss“ Helmut Rahn, der Deutschland zum Weltmeister machte und die Hafenstraße in den 50er-Jahren beben ließ. Sie erinnern sich an das Gründungsjahr 2012 und unterstreichen: „Als wir gefragt wurden, Gründungsmitglieder der Essener Chancen zu werden, haben wir gerne zugesagt. Unser 2003 verstorbener Vater Helmut Rahn hätte sich darüber gefreut. Die Essener Chancen sprechen Kinder und Jugendliche aller sozialen Schichten und Kulturen an, involvieren und aktivieren sie, ihre Chancen für Schule, Ausbildung und Beruf zu ergreifen. Hier kann der Sport besonders viel bewegen.“

Ein Teil von Rot-Weiss Essen

Das weiß auch RWE- und Essener-Chancen-Vorstand Marcus Uhlig. Die Sozialinitiative gehört fest zum Klub – dafür setzt sich der 51-Jährige ein: „Ein Fußballverein wie Rot-Weiss Essen hat die Kraft, über Spieltag und Stadion hinaus Menschen unterschiedlichster Altersgruppen, Berufe und sozialer Schichten zu verbinden. Diese einzigartige Energie setzen wir mit den Essener Chancen im Sinne unserer gesellschaftlichen Verantwortung ein, um Kindern und Jugendlichen neue Möglichkeiten zu schaffen“, erklärt Uhlig.

Zehn Jahre Essener Chancen! – Rot-Weiss Essen
Zehn Jahre Einsatz für Kinder und Jugendliche (v.l.n.r.): Essener-Chancen-Botschafter Uwe Stock, Marcus Uhlig, Vorstandsvorsitzender Rot-Weiss Essen und Essener Chancen, Tani Capitain, Leiter der Essener Chancen, und Peter Renzel, 2. Vorsitzender sowie Stadtdirektor der Stadt Essen.

Tani Capitain leitet die operativen Geschicke der Essener Chancen seit 2016. Er sieht ebenfalls die Stärke in der Verbindung zu RWE: „Rot-Weiss ist eine große Hausnummer in der Stadt Essen. Über die Strahlkraft des Faktors Fußball und die Begeisterung für RWE motivieren wir seit zehn Jahren junge Menschen, das Beste für ihre schulische und berufliche Zukunft zu geben.“

Ein Teil der Stadt Essen

Genauso wichtig sind die Essener Chancen für die Stadt Essen. Das erläutert der 2. Vorsitzende der rot-weissen Sozialinitiative, Stadtdirektor und städtische Dezernent für Soziales, Arbeit und Gesundheit Peter Renzel: „Die Zukunftsfähigkeit einer lebenswerten Großstadt hängt existenziell auch von positiven Rahmenbedingungen des Aufwachsens und der Bildung junger Menschen ab. Die Stadt Essen ist auf Initiativen angewiesen, die die Kinder und Jugendlichen, die wir dringend erreichen müssen, tatsächlich erreichen.

Und Rot-Weiss ist untrennbar mit (Essener) Chancen im wahrsten Sinne des Wortes verbunden. Rot-Weiss ist wie eine Eintrittskarte für die Essener Chancen, die Kids zu erreichen, mit ihnen zu arbeiten, ihnen zu zeigen, dass sie selber Stärken haben, diese erkennen und auch einsetzen, um ihre Chancen für einen bestmöglichen Schulabschluss zu nutzen, eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen.“

Ein Team aus über 20 „Machern“

Hinter den Essener Chancen steckt ein breites Team ambitionierter Köpfe. Zu den 23 Beiratsmitgliedern kommen sechs Botschafter – von Hafenstraßen-Legende Frank Kurth bis hin zu Profiboxer Patrick Korte: „Es ist mir grundsätzlich wichtig, mich engagieren zu können, aber ein Teil der Essener Chancen sein zu dürfen, bedeutet mir besonders viel. Die Essener Chancen unterstützen genau die Projekte, die vor unserer Haustür sind und zeigen, wie groß der Zusammenhalt in Essen ist“, erzählt der Boxprofi.

Zehn Jahre Essener Chancen! – Rot-Weiss Essen
Anstoß für die Bolzplatzpaten: Jahrhundert-Trainer und Gründungsmitglied Otto Rehhagel begleitete einige Aktionen der Essener Chancen.

„Ich möchte mich um diejenigen kümmern, die Hilfe benötigen und so aktiver Teil unseres Vereins werden, der uns allen so am Herzen liegt“, begründet Thomas „Sandy“ Sandgathe, der allein mit seiner Klampfe bewaffnet deutschlandweit Tourstopps einhält, um Spenden für die Sozialinitiative und ihre Projekte einzufahren und Herzenswünsche zu erfüllen, sein Engagement.

Einsatz in elf Projekten und vielen Aktivitäten

Elf Stammprojekte bilden die Essener Chancen und ihre hemdsärmeligen Helfer ab. Am „Lernort Seumannstraße“ und im Projekt „Bessermacher“ mit Evonik Stiftung und Gymnasium Essen Nord-Ost werkeln unter der Leitung der Projektkoordinatoren Niklas Cox und Andreas Lichtenstein Heranwachsende direkt am RWE-Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) an ihrer schulischen Ausbildung. In der von Benjamin de Biasi, Sozialarbeiter bei der Prof. Dr. Eggers-Stiftung, gecoachten Perspektivmannschaft „Team III“ finden junge Menschen mit Problemen Halt und Struktur. „RWE hilft“ unterstützt dort, wo unverschuldet viel verloren wurde.

Zehn Jahre Essener Chancen! – Rot-Weiss Essen
Spenden sammeln für Essener Kinder: Frank Kurth (l.) sowie NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (2. v. r.) und Essener-Chancen-Schirmherr Thomas Kufen (r.) lauschten den Klängen von Botschafter Thomas „Sandy“ Sandgathe. (Foto: Georg Lukas)

„Das ganze Paket – die Menschen, die Projekte – ist unsere Stärke. Gemeinsam haben wir enorme Kraft unter der Flagge von Rot-Weiss Essen dort anzupacken, wo Hilfe benötigt wird. Es war einfach schlau und richtig, das bei den Essener Chancen zu bündeln“, resümiert Macher Tani Capitain.