21. April 2022

Münster-Berufungsverhandlung: Urteil des WDFV-Verbandsgerichts

Spielwertung für Münster, Sperrung der Hintertor-Tribünen aufgehoben.

Münster-Berufungsverhandlung: Urteil des WDFV-Verbandsgerichts – Rot-Weiss Essen

Das Verbandsgericht des Westdeutschen Fußballverbands (WDFV) hat am Donnerstagabend die Berufungsverhandlung zum Böllerwurf im Rahmen der beim Stand von 1:1 abgebrochenen Regionalliga-West-Partie gegen Preußen Münster (20. Februar) abgehalten. Nach erneuter Beweisaufnahme verbleibt die Gerichtsbarkeit bei der Entscheidung vom 04. März, das Spiel mit 2:0 für Preußen Münster zu werten. Die vom Sportgericht ausgesprochene Sperrung der WAZ-Westkurve sowie der Blöcke G1 und G2 auf der Stadtwerke-Essen-Tribüne behält keinen Bestand. Die Geldstrafe von 15.000 Euro, von der 7.500 Euro für gewaltpräventive Maßnahmen aufgewendet werden muss, bleibt bestehen. Der Rechtsweg sieht keine weitere Möglichkeit zur Berufung gegen dieses Urteil vor.

RWE-Vorstandsvorsitzender Marcus Uhlig sagt nach der Verhandlung: „Natürlich haben wir auf die Wiederholung des Spiels gehofft. Gleichwohl mussten wir realistisch davon ausgehen, dass es schwierig wird, die Gerichtsbarkeit umzustimmen. Insgesamt war es ein ausgewogenes und faires Verfahren, in dem wir uns gut aufgehoben gefühlt haben. Das Gericht hat sich eine Stunde zur Beratung zurückgezogen, was zeigt, dass die vermeintliche Eindeutigkeit zur Spielwertung im ersten Verfahren nicht gegeben war. Dies wurde uns auch in der Urteilsverkündung bestätigt. Gleichwohl hat es nicht gereicht, Teil 1 der Strafe zu kippen. Wir sind rechtlich nach wie vor einer anderen Auffassung, haben die Entscheidung jedoch zur Kenntnis zu nehmen.

Die Sperrung der beiden Hintertor-Tribünen und somit der Streichung von bis zu 11.000 Plätzen hätte für das Heimspiel gegen Wegberg-Beeck einen bis zu sechsstelligen Schaden verursachen können. Wir sind erleichtert, dass dieser Teil der Strafe ersatzlos gestrichen wurde.

Dass es bei der Geldstrafe bleibt, war für uns klar – zumal die Hälfte der Strafe auf etwaige gewaltpräventive Maßnahmen angerechnet werden kann.

Ab sofort werden wir den vollumfänglichen Fokus auf den sportlichen Aufstieg in die 3. Liga lenken.“