28. Oktober 2022

Heimserie ausbauen

RWE empfängt den FSV Zwickau.

Rot-Weiss Essen gegen FSV Zwickau: Der Duellcheck.
Das letzte Spiel in der 3. Liga gewannen Lawrence Ennali (li.) und Felix Bastians (mi.) zusammen mit ihrem Team, jetzt wartet der FSV Zwickau an der Hafenstraße. (Fot: Endberg)

Die letzten vier Heimspiele an der Hafenstraße blieb Rot-Weiss Essen ungeschlagen. Wohl keiner, der es mit RWE hält, wird am Samstag (14.00 Uhr) etwas gegen den Ausbau dieser Serie haben. Denn dann trifft die Elf von Chef-Trainer Christoph Dabrowski im Rahmen des 14. Spieltags der diesjährigen 3. Liga-Saison auf den FSV Zwickau. Alles Wissenswerte zur Partie an der Hafenstraße erfahren Fans im Duellcheck!

Die Ausgangslage:

Rot-Weiss Essen hat eine nerven- wie kräfteaufreibende Woche hinter sich. Zuerst die Partie am vergangenen Wochenende gegen den SV Waldhof Mannheim: Zwei Treffer von Ron Berlinski haben RWE auf die Siegerstraße gebracht. Zahlreiche Paraden von Keeper Jakob Golz in der Schlussphase hielten Rot-Weiss Essen bis zum Schluss auf dieser Siegerstraße. Mit einem 2:1-Erfolg trat die Elf von Chef-Trainer Christoph Dabrowski die Heimreise an.

Schöner Moment: Der 19-jährige Verteidiger Mustafa Kourouma gab in Mannheim sein Startelfdebüt in der 3. Liga. Kourouma ist sei der U19 Teil von Rot-Weiss Essen und zählt seit dieser Saison zum Kader der 1. Mannschaft. „Ich habe hart dafür gearbeitet, dass ich in der Startelf stehen darf. Das Gefühl jetzt nach dem Sieg, ist unbegreiflich. Was eine geile Woche“, freute sich der Jungspund.

Drei Tage nach dem Auswärtsspiel in der 3. Liga stand das Achtelfinale im Niederrheinpokal an. Gegen Kooperationspartner und Stadtnachbar ETB SW Essen ging es bis ins Elfmeterschießen, in welchem sich Rot-Weiss Essen am Ende mit 7:5 durchsetzen konnte. „Wir müssen es das nächste Mal besser und seriöser zu Ende spielen, damit es gar nicht erst dazu kommt“, resümiert Felix Herzenbruch nach der gewonnen Pokalpartie.

Es besser machen kann RWE im Viertelfinale des Niederrheinpokals, dann kommt es zum Duell mit dem Wuppertaler SV.

Mit zehn Punkten aus den letzten fünf Spielen hat sich Rot-Weiss Essen im Mittelfeld der 3. Liga festgesetzt, der Abstand auf die Gefahrenzone konnte auf fünf Punkte ausgebaut werden. Morgen empfängt RWE den FSV Zwickau und Chef-Trainer Christoph Dabrowski möchte den nächsten Heimsieg einfahren: „Wir wollen die Kraft des Stadions nutzen, um den Gegner zu beeindrucken, defensiv möglichst wenig zuzulassen und im Spiel nach vorne Akzente zu setzen. Wenn uns das gelingt, stehen die Chancen gut, drei Punkte in Essen zu behalten und erstmals in dieser Saison in der 3. Liga zweimal in Folge den Platz als Gewinner zu verlassen.“

Personell kann Dabrowski dabei wieder auf Felix Götze zurückgreifen, der seine Gelbsperre abgesessen hat. Verzichten muss der RWE-Trainer allerdings auf Simon Engelmann, Cedric Harenbrock, Thomas Eisfeld, Michel Niemeyer, Erolind Krasniqi, Sascha Voelcke, Moritz Römling. Ebenfalls ausfallen werden Andreas Wiegel (Rotsperre) und Björn Rother (Gelbsperre).

Heimserie ausbauen – Rot-Weiss Essen
Björn Rother (re.) sah beim letzten Spiel in Mannheim die fünfte Gelbe Karte und fehlt daher in der Partie gegen Zwickau. (Foto: Endberg)

Der Gegner:

In einem Tief befindet sich momentan der FSV Zwickau. „Wir haben aus den zurückliegenden fünf Spielen trotz eines großen Aufwands nur einen Punkt geholt“, resümiert FSV-Trainer Joe Enochs. Lediglich dem FC Ingolstadt konnten die Sachsen mit einem 0:0-Unentschieden in der Fremde einen Punkt abluchsen.

Das letzte 3. Liga-Duell wurde vor heimischer Kulisse mit 0:1 gegen die U23 des SC Freiburg verloren. Freiburgs-Stürmer Vincent Vermeij war in der 51. Spielminute zur Stelle und erzielte den Siegtreffer. Enochs zeigt sich aufgrund des großen Aufwands seines Teams enttäuscht: „Gegen den SC Freiburg II hatten wir genügend Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Wir wollten zu Hause mit einem Sieg die Wende einleiten, deshalb war die Enttäuschung natürlich riesengroß. Der Blick geht aber nach vorne. Die Fehler werden angesprochen und die Mannschaft ist gewillt, es beim nächsten Mal besser zu machen.“ Ob das gegen Rot-Weiss Essen gelingt, wird sich zeigen.

Für die „Schwäne“ ist es die siebte Spielzeit in Serie in der 3. Liga, entsprechend erfahren ist der Verein in dieser Liga. Apropos Erfahrung, mit Ronny König haben die Sachsen einen Mittelstürmer in den eigenen Reihen, der auf 351 Spiele in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands zurückblickt. Insgesamt kommt König in diesen Partien auf 79 Tore und 25 Vorlagen und ist zudem der älteste eingesetzte Spieler in dieser Drittliga-Saison.

Das für Fußballer fortgeschrittene Alter von 39 Jahren stört den 1,90 Meter großen Stürmer überhaupt nicht: „Das ist doch nur eine Zahl. Ich habe weiterhin jeden Tag großen Spaß daran, auf dem Platz zu stehen. Ich genieße jedes Spiel.“

Heimserie ausbauen – Rot-Weiss Essen
Immer noch am Ball: Zwickau-Stürmer Ronny König (mi). (Foto: FSV Zwickau)

Kurios: Ronny König ist mit seinen 39 Jahren mehr als doppelt so alt wie der jüngste Spieler im Kader der „Schwäne“, Till Streller (19 Jahre).

Mit elf Punkten steht der FSV Zwickau auf Tabellenplatz 18 und könnte im Falle eines Sieges und der Mithilfe der Konkurrenten die Abstiegszone verlassen.

Vorherige Duelle:

Tatsächlich gab es das Duell zwischen Rot-Weiss Essen und dem FSV Zwickau in der Geschichte erst zweimal. Am Samstag kommt es zur ersten Partie der beiden Mannschaften seit 25 Jahren.

In der 2. Bundesliga-Saison 1996/1997 verlor RWE beide Spiele gegen die „Schwäne“ mit 1:2.

Interessant: 3.300 Zuschauer sahen das letzte Heimspiel von Rot-Weiss Essen gegen Zwickau. Für das Duell am Samstag werden mehr als fünfmal so viele Menschen die Partie live im Stadion an der Hafenstraße verfolgen.

Das Wetter:

Trikotwetter? Für das Spiel am Samstag sind 22 Grad bei bewölktem Himmel angesagt.

Übertragung:

Die Übertragung des Spiels zwischen Rot-Weiss Essen und FSV Zwickau übernimmt MAGENTA SPORT ab 13.45 Uhr. Kommentiert wird die Partie von Edgar Mielke. Kamila Benschop wird die Sendung moderieren.

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