1. FC Bocholt – Rot-Weiss EssenRot-Weiss Essen – Rot-Weiss Essen

Di., 28.03.2023 19:00 Uhr

1. FC Bocholt : Rot-Weiss Essen

5 : 6

0 : 1

Fan-HinweiseSpielberichtVideo-Vorbericht

Rot-Weiss Essen gastiert am Dienstag, den 28. März, bei West-Regionalligist 1. FC Bocholt. Anstoß der Pokal-Halbfinalpartie in der Gigaset Arena am Hünting ist um 19.00 Uhr. Die Polizei rät vorab von einer Anreise mit dem Öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV) ab. Alle relevanten Infos zum Stadionbesuch finden Rot-Weisse in den Fan-Hinweisen.

Im Stadion:

Die Gigaset Arena öffnet um 17.00 Uhr. Der Gästebereich befindet sich in Block F. Der Zutritt erfolgt ausschließlich über den separaten Eingang am Hemdener Weg 165.

Erkennbar alkoholisierten Person kann der Zutritt zum Stadion verwehrt werden.

Tickets / Tageskasse:

Da in Bocholt keine Tageskasse öffnet, sind Eintrittskarten nur noch Dienstag zwischen 14.00 und 16.00 Uhr am Ticketschalter am Fanshop an der Hafenstraße erhältlich. Stehplatz-Tickets kosten 13,20 Euro bzw. 9,90 (ermäßigt). Die Kartenpreise verstehen sich inkl. VVK-Gebühr.

Wer sich eine Karte im Online-Ticketshop bestellt hat, muss diese bis Dienstag, 16.30 Uhr, am Ticketschalter am Fanshop abgeholt haben

Anreise mit dem Auto:

Wenn RWE-Fans den „Hemdener Weg 165, 46399 Bocholt“ ins Navigationssystem eingeben, werden sie direkt zum Gäste-Eingang und damit zum Gäste-Parkplatz „P3 Gast“ geleitet.

Von der A3 (in Richtung Arnheim fahrend) kommend Ausfahrt Hamminkeln/Bocholt nehmen, über die B473 Richtung Bocholt weiterfahren. Nach ca. 8 km an der Ampel bei Rose Biketown rechts abbiegen auf die „Werther Straße“. Nach ca. 900 Metern an der dritten Ampel bei Firma Hungerkamp links abbiegen auf die „Dinxperloer Straße“ und dann sofort rechts auf den „Nordwall“ biegen. An der 2. Ampel links abbiegen auf die „Nordstraße“ und geradeaus weiterfahren auf der „Adenauerallee“. Nach 1,5 km im Kreisverkehr die dritte Ausfahrt nehmen auf die Straße „Up de Welle“. Am Ende der Straße am Kreisverkehr rechts ab für Gäste-Fans.

Anreise mit der Bahn:

Von einer Anreise mit dem ÖPNV rät die Polizei ab. Aufgrund von Bauarbeiten auf der Strecke zwischen Bocholt und Essen ist die Rückreise nicht sichergestellt. Bahnreisende Fans könnten somit bis zum nächsten Morgen festsitzen.

Fan-Utensilien:

Nach Anmeldung ist die Mitnahme folgender Fan-Utensilien erlaubt:

    • Megafone inkl. einem Satz Ersatzakkus

    • Trommeln, unten offen einsehbar inkl. einem Satz Trommelstöcke je Trommel

    • Zaunfahnen und Banner (nach Sichtung durch den Ordnungsdienst)

    • Schwenkfahnen bis 2m Stocklänge (Plastik-Leerrohr)

Livestream:

Zum Pokalspiel gibt es einen Livestream von LEAGUES. Ein Stream-Ticket kostet 10 Euro und kann hier freigeschaltet werden.

RWE nach Elfmeterschießen im Pokalendspiel

Was für eine Dramatik! Erst der zwölfte Schuss im Elfmeterschießen brachte im Halbfinale des Niederrheinpokals zwischen dem West-Regionalligisten 1. FC Bocholt und Rot-Weiss Essen die Entscheidung. Das Team von RWE-Trainer Christoph Dabrowski setzte sich am Ende hauchdünn 6:5 n.E. (1:0; 1:1; 1:1 n.V.) durch und steht damit zum insgesamt 15. Mal im Endspiel. Vor 3.276 Zuschauern in der Bocholter „Gigaset Arena“, darunter etwa 1.100 mitgereiste RWE-Fans, brachte Ron Berlinski (6.) die Gäste von der Hafenstraße schon früh in Führung. Der eingewechselte Andre Bugla (86.) markierte jedoch in der Schlussphase den Ausgleich und brachte sein Team damit in die Verlängerung und schließlich ins Elfmeterschießen. Weil RWE-Kapitän Felix Bastians gleich den ersten Essener Schuss über das Tor setzte und die ersten vier Bocholter Schützen sicher verwandelten, gerieten die Rot-Weissen extrem unter Druck. Beim Stand von 2:4 musste Simon Engelmann schon verwandeln, damit RWE überhaupt noch im Spiel blieb. Dann hatte ausgerechnet der Ex-Essener Gino Windmüller den Sieg für den Außenseiter auf dem Fuß, scheiterte jedoch an RWE-Torhüter Jakob Golz. Danach schlug das Pendel auf die andere Seite aus. José-Enrique Rios Alonso glich zum 4:4 aus, Bocholts „Joker“ Stephane Mvibudula traf die Latte und Isaiah Young ließ alle Rot-Weissen mit dem entscheidenden Treffer endgültig aufatmen. Schon im Achtelfinale des laufenden Pokalwettbewerbs hatte „Isi“ Young im Pokal-Derby gegen den ETB (4:2 im Elfmeterschießen) Nervenstärke bewiesen und das Siegtor erzielt. Damit steht Rekordsieger RWE erneut im Pokalendspiel, trifft dort am Samstag, 3. Juni, im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ auf den West-Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen und könnte den zehnten Titel nach 1995, 2002, 2004, 2008, 2011, 2012, 2015, 2016 und 2020 holen. Die Anstoßzeit und der Spielort stehen noch nicht fest. Nur der Gewinner des Niederrheinpokals qualifiziert sich für den DFB-Pokal.

Luca Wollschläger erstmals seit September in der Startelf

Im Vergleich zur 1:3-Heimniederlage in der Liga gegen den SV Wehen Wiesbaden nahm Trainer Christoph Dabrowski drei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Auf der rechten Abwehrseite verteidigte Sandro Plechaty für Andreas Wiegel, der im kommenden Punktspiel gegen die U23 des SC Freiburg (Samstag, 01. April, 14.00 Uhr) eine Gelbsperre absitzen muss und deshalb am Hünting auf der Bank Platz nahm.

Im offensiven Mittelfeld begann Winter-Neuzugang Torben Müsel (für Thomas Eisfeld), im Angriff erhielt Luca Wollschläger, Leihgabe von Hertha BSC, erstmals seit dem 14. September (drei Tore beim 9:0 im Zweitrundenspiel des Niederrheinpokals beim 1. FC Wülfrath) wieder eine Chance von Beginn an. Er vertrat Isaiah Young.

Felix Götze (grippaler Infekt), Björn Rother (Aufbautraining nach Außenbandteilriss im Sprunggelenk) und Michel Niemeyer (Aufbautraining nach Oberschenkeltraining) mussten auch in Bocholt passen. Auf der Gegenseite standen mit Kevin Grund, Marcel Platzek und Sascha Voelcke (ausgeliehen) drei Spieler von Beginn an auf dem Platz, die bereits das RWE-Trikot trugen. Gino Windmüller gehörte ebenfalls zum Kader, wurde eingewechselt und am Ende zum „tragischen Helden“. Jeffrey Obst war dagegen nicht dabei.

Berlinski sorgt für Essener Blitzstart am Hünting

Die Rot-Weissen spannten ihre Anhänger diesmal nicht lange auf die Folter, sondern legten einen Blitzstart hin. Torben Müsel steckte für Ron Berlinski durch, der sich im Duell mit Kevin Grund behauptete und die Kugel vom Strafraumeck im Kasten unterbrachte – 0:1 (6.).

Die frühe Führung schien den Gästen Sicherheit zu geben. Mehrfach hatte RWE schon während der ersten Halbzeit die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen. Clemens Fandrich bekam keinen Druck hinter den Kopfball, Oguzhan Kefkir zielte knapp vorbei, Ron Berlinski wurde bei einem weiteren Treffer im Abseits gesehen. Auf der Gegenseite hatte RWE-Torhüter Jakob Golz keine Mühe bei einem Kopfball von Bocholts Abwehrspieler Mika Hanraths, ein gefährlicher Schuss von Marko Stojanovic, der gerade noch von Ron Berlinski gestört werden konnte, ging am Essener Tor vorbei.

Kurz vor der Pause dann noch einmal eine Drangphase der Rot-Weissen: Mika Hanraths klärte gegen Clemens Fandrich, Bocholts Schlussmann Sebastian Wickl unterlief einen Eckball von Oguzhan Kefkir (ohne Folgen) und Torben Müsel legte sich den Ball etwas zu weit vor. Schade, ein zweiter Treffer in dieser Phase hätte für mehr Ruhe im Spiel gesorgt.

Ennali verpasst bei Pfostentreffer Vorentscheidung

Nach der Pause brachte Christoph Dabrowski mit Isaiah Young (für Oguzhan Kefkir) und Lawrence Ennali (für Torben Müsel) zwei frische Angreifer. Kurz nachdem ein artistischer Fallrückzieher des früheren RWE-Torjägers Marcel Platzek in den Armen von Jakob Golz gelandet war, hatten die beiden Essener Einwechselspieler jeweils das 2:0 auf dem Fuß. „Isi“ Young scheiterte mit einem Volleyschuss an Sebastian Wickl, Lawrence Ennali traf nur wenig später aus 17 Metern den rechten Pfosten.

Nach etwa einer Stunde deuteten aber auch die Hausherren wieder ihre Gefährlichkeit an. Marcel Platzek – bekam zum Glück für RWE – den Ball in aussichtsreicher Position nicht unter Kontrolle, Marvin Lorch verfehlte den Kasten mit einem Kopfball. Auf der anderen Seite vergibt Ron Berlinski die Chance zum 2:0, zielt aus spitzem Winkel knapp vorbei.

Mit Kevin Holzweiler (für Luca Wollschläger) und Meiko Sponsel (für Sandro Plechaty) kamen die nächsten beiden rot-weissen „Joker“, in der Schlussphase ersetzte Simon Engelmann dann auch noch Ron Berlinski. Das erlösende zweite Tor wollte jedoch nicht fallen – und das sollte sich rächen. Bocholts Einwechselspieler traf aus etwa 15 Metern sehenswert unter die Latte – 1:1 (86.).

Kurz vor dem Ende der Nachspielzeit hatte Lawrence Ennali noch die Chance zum „Lucky Punch“ für RWE. Nach Zuspiel von Simon Engelmann schoss er die Kugel jedoch über die Latte. Danach ging es in die Verlängerung.

Nur wenige Höhepunkte in der Verlängerung

Bis auf eine gute Chance von Isaiah Young, der den Ball nach Vorarbeit von Lawrence Ennali nicht gefährlich auf den Kasten bringen konnte, blieben in der ersten Hälfte der Verlängerung Höhepunkte vor dem Bocholter Kasten aus. Kurz vor dem erneuten Seitenwechsel musste dafür Jakob Golz schon sein gesamtes Können aufbieten, um einen wuchtigen Schuss des eingewechselten Mergim Fejzullahu abzuwehren.

Etwas mehr Gefahr strahlte RWE in der zweiten Halbzeit der Verlängerung aus, blieb aber letztlich auch ohne zählbaren Erfolg. Ein Schuss von Simon Engelmann wurde geblockt, ein Kopfball von Felix Bastians von der Linie gekratzt. Deshalb musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen – mit dem glücklichen Ausgang für RWE.

Für das Dabrowski-Team geht es bereits am Samstag, 01. April, ab 14.00 Uhr weiter. Dann wird die erneute „Englische Woche“ mit einem weiteren Liga-Heimspiel abgeschlossen. Im Stadion an der Hafenstraße gastiert dann die formstarke U23 des SC Freiburg, die aktuell den zweiten Tabellenplatz belegt. Das Hinspiel im Breisgau gewann RWE 3:0.