29. November 2023

Jan Lange: „Fühlen uns der RWE-Familie total zugehörig!“

Freerunning-Athleten und Internetphänomene zeichneten Video im Stadion an der Hafenstraße auf.
Jan Lange: „Fühlen uns der RWE-Familie total zugehörig!“ – Rot-Weiss Essen
Bejubelt regelmäßig Treffer von seinem Stammplatz auf der WAZ-Westkurve: Jan Lange von „Freerunning Schlappen“. (Foto: RWE)

Jan Lange ist aktuell einer der gefragtesten Essener. Der 26-Jährige kommt nicht aus Profisport, Politik oder TV – er ist Internetstar. Die „Freerunning Schlappen“-Crew teilt gleichermaßen eine Leidenschaft für Parkour wie auch für Rot-Weiss Essen – zumindest manche von ihnen. Entsprechend war das Stadion an der Hafenstraße eine ganz besondere Location für eins ihrer YouTube-Videos, wie Lange im Interview verrät.

Jan, vervollständige den Satz: „Hätte einer der Drittliga-Spieler bei allen Tricks, die wir in unserem Video an der Hafenstraße aufgezeichnet haben, mitgemacht, dann…“
Jan Lange: … wäre die Mannschaft bei den nächsten Spielen nicht vollständig gewesen! (lacht)

Aber jetzt mal im Ernst: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Fußballern und Parkour-Athleten?
Schießt ein Fußballspieler vor der Kurve einen Elfmeter, muss er die Nerven bewahren. Das ist vor Sprüngen bei uns genauso, sonst kann das ernsthafte Konsequenzen haben.

Heißt im Umkehrschluss: Du bist auch ein guter Fußballer?
Ich habe lange gespielt. In der D-Jugend hatte ich eine Anfrage vom VfL Bochum.

Und Rot-Weiss hat sich damals nicht um Dich geregt?
Leider nie. Vielleicht würde ich dann heutzutage nicht von Wellenbrecher zu Wellenbrecher springen, sondern Tore schießen (lacht). Aber mal im Ernst: Ich habe mich stattdessen für Tennis entschieden und dann kam Parkour.

RWE hätte also das Zünglein an der Waage sein können. Welche Rolle spielen Rot-Weiss und die Hafenstraße in den „Freerunning Schlappen“-Videos?
Jasper und ich sind Fußballfans. Was uns aber vor allem mit RWE verbindet, ist die unfassbare Heimatliebe. Da spielt Rot-Weiss eine wichtige Rolle.

Eine enge Verbindung zum Ruhrgebiet merkt man nicht nur darum in Euren Videos: „Oder watt“ ist Euer Wiedererkennungsspruch. Ein Ausspruch, der nicht weiter oben im Pott-Duden stehen könnte…
Das ist Part unserer Mission: In den Videos wollen wir Essen und das Ruhrgebiet in die Welt hinaustragen.

Du hast auch bei der Internetserie „7VS Wild“ mitgemacht, die Folgen kommen nach und nach raus. Da gibt es ein Foto, auf dem du neben Extremsportler und Musiker Joey Kelly ein RWE-Trikot trägst. Hast du mit den Rot-Weiss-Klamotten vielleicht so ein wenig als Glücksbringer einen Teil Deiner Heimat mit genommen?
Absolut. Mein Gepäck war voll mit RWE-Sachen. Auch wenn ich am Ende zwar kein Trikot getragen habe – das wäre etwas kalt geworden. Aber mal unabhängig davon: Egal wo ich bin, RWE kommt immer mit!

„7VS Wild“ – mal kurz für alle, die es nicht kennen: Da geht es darum, zwei Wochen allein in der Wildnis zu verbringen. Wie irre erschien dir dieser Gedanke, daran teilzunehmen, als die Anfrage kam?
Übelst. Ich meine: Wir schlafen schon mal ab und an in der Wildnis – allerdings mit Zelt und genug Nahrung. Das ist aber wirklich Survival! Als es losging, hatte ich auch Bammel.

Also heißt ein Jan Lange und das „Freerunning Schlappen“-Team können auch Angst empfinden? Ich meine, ihr stürzt euch teilweise von meterhohen Vorsprüngen…
Natürlich. Ich meine: Hast du richtig Angst, solltest du es nicht machen. Aber vor jedem großen Sprung haben wir Respekt. Wir wissen um die Konsequenzen, die das haben kann.

Heißt auch bei der Session, die ihr hier im Stadion aufgezeichnet habt, hat Angst eine Rolle gespielt?
Das sieht man im Video ziemlich gut. Beim Sprung von der Pressetribüne in die weichen Sparkassen-Kissen gehörte viel Rantasten und Abwägen dazu.

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Was bewegt Euch dann, trotz Angst solch einen Sprung zu machen?
Pures Adrenalin und pure Freude, wenn man etwas geschafft hat. Das Gefühl danach ist sicherlich vergleichbar damit, im Spiel ein Tor zu schießen.

Gibt es denn einen Trick, den Du Dir an der Hafenstraße nicht zutrauen würdest?
Schwer zu sagen. Die Möglichkeiten sind unendlich. Da gibt’s bestimmt etwas, was ich mir nicht trauen würde. Zum Beispiel vom Dach auf den Rasen springen (lacht).

Gerade schon angesprochen: Einiges habt ihr Euch getraut. Wie besonders war das Stadion an der Hafenstraße als Ort für eine Session?
Ich kannte das Stadion vorher nur vollgefüllt. Im eigenen Stadion seinen Sport zu machen – etwas anderes als Fußball –, das war für mich überragend.

Die Intro-Sequenz für das RWE-und-Schlappen-Video habt ihr vor dem Saarbrücken-Spiel aufgezeichnet. Da haben Euch verdammt viele Leute erkannt…
Das ist vor allem hier bei Rot-Weiss krass. Für uns ist das aber das Geilste der Welt! Das zeigt, dass die Leute feiern, was wir machen. Nichtdestotrotz fühlen wir uns der RWE-Familie total zugehörig: Fallen Tore, liegen wir uns ja am Ende genauso in den Armen. Im Stadion ist jeder gleich.

Und jetzt darf einer von Denen, nämlich Du, etwas an die rot-weisse Welt hinausgeben: Was ist die Nachricht, die du jedem Fan gerne sagen würdest?
RWE-Fans, ihr seid absolute Weltklasse! Der Support ist bombastisch – ob heim oder auswärts.  

Die YouTuber von „Freerunning Schlappen“ haben ein vollständiges Parkour-Video im Stadion an der Hafenstraße aufgezeichnet. Dabei nehmen Dwayne, Ette, Jan und Jasper ihre Zuschauer und die Rot-Weiss-Fans mit auf eine Reise, das Stadion aus einer ganz anderen Perspektive – und zwar der eines Freerunning-Athleten –zu sehen.

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