15. Oktober 2024
Harmonische und erfolgreiche RWE-Mitgliederversammlung
Vorstand und Aufsichtsrat entlastet, zwei neue Mitglieder im Wahlausschuss.

Am Sonntag hatte Rot-Weiss Essen seine Vereinsmitglieder in den Saal Europa der MESSE ESSEN eingeladen, um die ordentliche Mitgliederversammlung 2024 durchzuführen. Unter dem Strich stand eine erfolgreiche und harmonische Versammlung, auf der ein positives Wirtschaftsergebnis der abgelaufenen Saison 2023/24 präsentiert werden konnte und die der Stabilität und Kontinuität innerhalb des Vereins Ausdruck verlieh. Neben der erfolgreichen Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat standen auch die Wahlen zum neuen Wahlausschuss auf dem Programm, der mit Nicole Neugebauer und Stefan Lantermann zwei neue Mitglieder in seinen Reihen begrüßen durfte.
Pünktlich um 11.07 Uhr begrüßte Marc-Nicolai Pfeifer, seit dem 01. Juli neuer Vorstandsvorsitzender von RWE, die insgesamt knapp 800 anwesenden Vereinsmitglieder, von denen sich 200 Mitglieder auf digitalem Weg dazugeschaltet hatten.
Grußbotschaft von Thomas Kufen mit klarem Signal
Startschuss der Veranstaltung war eine Grußbotschaft von Oberbürgermeister Thomas Kufen, der auf diesem Weg eine gelungene Veranstaltung wünschte und im Namen der Stadt Essen dem Verein die vollumfängliche Unterstützung bei der Erreichung seiner Ziele zusicherte.
Wie in jedem Jahr, wurden auch am Sonntag die Jubilare, also langjährige Vereinsmitglieder, für ihre Treue ausgezeichnet. Besonderen Applaus verdienten sich dabei die Mitglieder Detlev Jaritz, Klaus Maurer, Franz-Josef Maurer und Stadionsprecher Walter Ruege, die für ihre 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden, sowie Gerhard Lach, Klaus Schroeder-Etzdorf und Hans-Werner Stevens (55 Jahre Mitgliedschaft). Mit Raimund Jass und Hans Schädlich konnte RWE zwei Personen auszeichnen, die sogar schon 60 Jahre dem Verein angehören.
Finanzielle Ergebnisse und sportliche Entwicklung Haupt-Bestandteil der Jahresberichte
Im Anschluss wurden die Jahresberichte der Abteilungen bzw. Gremien präsentiert. Den Anfang machten dabei Manfred Villwock (für die Fan- und Förderabteilung) und Walther Müggenburg für den rot-weissen Ehrenrat, die in ihren Beiträgen auf ihre Arbeit im vergangenen Jahr zurückblickten.
Dann trat Marc-Nicolai Pfeifer mit dem Bericht für den Vorstand an das Rednerpult. Pfeifer berichtete zunächst über den Sport und das Ziel, die Mannschaft in diesem Jahr zunächst weiterzuentwickeln und zu stabilisieren. „In der leistungsengen 3. Liga ist es wichtig, jedes Spiel an die Grenze zu gehen und alles abzurufen“, so der RWE-Vorstandsvorsitzende. Dafür verantwortlich werden vor allem Christian Flüthmann (Sportdirektor) und Marcus Steegmann (Direktor Profifußball) sein, die in der vergangenen Woche ihre Verträge an der Hafenstraße vorzeitig verlängerten. Anschließend kam Pfeifer auf die Finanzsituation zu sprechen und präsentierte den Anwesenden ein Jahresergebnis von + 24 T€. Um zukünftig das ambitionierte Ziel vom Aufstieg in die 2. Bundesliga auch wirklich aussprechen zu können, gab er zudem einen Einblick in die Planungen der Vereinsführung: Die Kosten des Gesamtvereins sollen künftig stärker in den Fokus rücken und Prozesse optimiert werden, um die Quote von Gesamtumsatz zu Sport-Etat sukzessive erhöhen zu können. „Die wirtschaftliche Vernunft, nur auszugeben, was wir einnehmen, wollen wir ganz konsequent weitergehen“, machte Pfeifer dabei deutlich.
Sein Vorstandskollege Alexander Rang berichtete im Anschluss über die von ihm verantworteten Ressorts Sponsoring, Merchandising, Personal und Kommunikation. Dabei konnte Rang ein beachtliches Ergebnis präsentieren: „In den Bereichen Sponsoring und Hospitality haben wir in dieser Saison bislang rund 6,9 Millionen Euro eingenommen. Es kommen noch 15 Heimspiele und wir sind noch im Niederrheinpokal dabei. Wir werden das Ergebnis des Vorjahres definitiv übertreffen.“ Zum Vergleich: In der gesamten Spielzeit 2023/24 hatte RWE rund 7,1 Millionen Euro in diesem Bereich erlösen können. Und auch die Anzahl der Mitglieder steigt an der Hafenstraße immer weiter: Waren es im Juli 2023 noch 10.250 Vereinsmitglieder, sind es nun, im Oktober 2024, bereits 12.817.
Für den Bericht des rot-weissen Aufsichtsrats war in diesem Jahr zum ersten Mal Dr. Lothar Oelert verantwortlich, der seit letztem Monat Vorsitzender dieses Gremiums ist. In seiner Rede appellierte Oelert vor allem an den Zusammenhalt aller Verantwortlichen und Fans und den Dialog: „Mir und uns ist die Stimmung und Wahrnehmung unserer Arbeit bewusst. Sachliche Kritik, Dialog, das ist alles legitim und gewollt. Dem stellen wir uns gerne. Aber: Niemand ist größer als der Verein“
Die anschließende Diskussion der Jahresberichte verlief punktuell zwar kritisch. Doch jederzeit sachlich und konstruktiv.
Vorstand und AR entlastet, zwei neue Mitglieder im Wahlausschuss
Nach den erfolgten Entlastungen des Vorstands und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 und das Rumpfgeschäftsjahr 2024 folgte dann die Neuwahl des Wahlausschusses, der satzungsgemäß aus bis zu fünf Mitgliedern besteht. Mit Nicole Neugebauer und Stefan Lantermann gab es neben den fünf bisherigen Mitgliedern auch zwei neue Bewerber. Die Mitgliederversammlung wählte nach einer kurzen Vorstellung aller Bewerber Claus-Werner Genge, Christian Hülsmann, Stefan Lantermann, Nicole Neugebauer und Klaus-Peter Zimmert in das Gremium.
Den letzten Tagesordnungspunkt, Anträge auf Satzungsänderungen, war dann schnell abgehandelt: Allen drei Anträgen stimmten die Mitglieder nahezu einstimmig zu.
Um 16.38 Uhr schloss Versammlungsleiter Walther Müggenburg die harmonische Versammlung, die geprägt von einer ruhigen und konstruktiven Atmosphäre war und unter dem Strich ein klares Zeichen der Kontinuität und Zuversicht für die kommenden Jahre setzte.





