19. Oktober 2024

„Jeder kann seine Stärken gezielt einbringen“

Interview mit Christian Flüthmann und Marcus Steegmann.

„Jeder kann seine Stärken gezielt einbringen“ – Rot-Weiss Essen
Flüthmann und Steegmann arbeiten eng zusammen. (Foto: RWE).

Vor knapp zwei Wochen haben Christian Flüthmann (Sportdirektor) und Marcus Steegmann (Direktor Profifußball) ihre Verträge an der Hafenstraße verlängert. Im Interview sprechen die beiden Verantwortlichen nun über ihre Aufgabenteilung, die vergangene Transferphase im Sommer und die anstehenden Spiele.

Hallo Christian, hallo Marcus! Seit April 2023 bildet ihr gemeinsam die Sportliche Leitung von RWE. In der letzten Woche wurde bekannt, dass ihr eure Verträge verlängert habt. Was hat euch davon überzeugt, weiter bei RWE tätig zu sein und was sind eure Ziele?

CF: „Ich bin nun seit fast vier Jahren bei Rot-Weiss Essen, zunächst als Leiter des FÖRDERWERKs und mittlerweile als Sportdirektor. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie viel Potenzial in diesem Verein steckt – sowohl auf sportlicher als auch auf organisatorischer Ebene. Die Entscheidung, weiterhin bei RWE tätig zu sein, ist daher eine sehr bewusste und motivierte. Wir haben in der Vergangenheit bereits viel erreicht, aber die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Unsere Ziele sind klar: Wir möchten den Verein sowohl sportlich als auch strukturell weiterentwickeln. Dabei geht es nicht nur um kurzfristigen Erfolg, sondern um eine langfristige, nachhaltige Strategie, die den Verein auf allen Ebenen stärkt. Wir setzen auf eine durchdachte Planung, die sowohl unsere Kaderentwicklung als auch unsere gesamte Organisation betrifft. Ein solider Plan und eine starke Zusammenarbeit sind entscheidend, um uns als Verein kontinuierlich weiter zu verbessern und konkurrenzfähig zu bleiben.“

MS: „Ausschlaggebend waren viele Gründe. Ich fühle mich im Club sehr wohl, spüre das Vertrauen des ganzen Vereins. Darüber hinaus glaube ich, dass hier noch viel möglich ist. In der letzten Saison hatten wir einen ganz besonderen Zusammenhalt von Mannschaft und Fans. Mit diesem Zusammenhalt und mit Kontinuität wird man auch erfolgreich sein, davon bin ich fest überzeugt. Ein möglicher Stadionausbau würde uns dann noch einmal auf ein neues Level heben. Nicht zuletzt war aber auch meine Familie ausschlaggebend. Sie hat am Ende das finale „Go“ gegeben.“

Von außen ist es sicherlich schwer zu greifen, für welche Themen ihr jeweils verantwortlich seid. Wie genau sieht eure Aufgabenteilung aus und gibt es Bereiche, in denen ihr beide involviert seid?

CF: „Unsere Aufgaben sind klar verteilt, und jeder kann seine Stärken gezielt einbringen. Ich bin verantwortlich für die sport-strategische Ausrichtung des Vereins, wobei mein Fokus auf der langfristigen Entwicklung und Planung liegt. Diese Verantwortung umfasst sowohl die Gestaltung unserer übergeordneten sportlichen Ziele als auch die Sicherstellung ihrer Umsetzung im gesamten Verein. Aufgrund meiner Trainererfahrung arbeite ich zudem sehr nah am Trainerteam, um sicherzustellen, dass unsere sportlichen Ziele und Leitlinien auch im Alltag effektiv umgesetzt werden. Unsere enge Zusammenarbeit garantiert, dass wir sowohl den Profibereich als auch die langfristigen Ziele des Vereins im Blick behalten.“

MS: „Es gibt ganz bewusst auch einige Überschneidungen bzw. Themen, wo wir uns ganz eng abstimmen. Sei es bezüglich Trainerteam, Staff oder organisatorischer Themen rund um die 1.Mannschaft. Aber auch im Übergangsbereich zwischen unserer U19 und der 1.Mannschaft. Kernthema in meinem Verantwortungsbereich ist die 1.Mannschaft. Dazu gehört die Kaderplanung, -entwicklung, Spielertransfers, Vertragsverlängerungen oder auch die Budgetplanung und -Verantwortung für die gesamte 1.Mannschaft.“ 

Wenn ihr von Strategie sprecht, was versteht ihr darunter?

CF: „Was für die Strategie im Allgemeinen gilt, gilt auch für eine sportliche Strategie. Die bedeutet für mich mehr als nur einen Plan, der auf dem Papier steht. Sie ist das Fundament, das uns als Verein leitet und unsere Entscheidungen bestimmt – sowohl im täglichen Geschäft als auch langfristig. Eine durchdachte Strategie umfasst dabei mehrere Ebenen:

Erstens geht es darum, eine klare Vision zu entwickeln – wo wollen wir als Verein langfristig hin? Diese Vision gibt uns die Richtung vor und hilft dabei, alle Schritte darauf auszurichten. Dabei geht es nicht nur um kurzfristige Ziele, sondern auch um die nachhaltige Entwicklung unserer sportlichen und organisatorischen Strukturen.

Zweitens beinhaltet eine starke Strategie klare Leitplanken, die uns und allen Beteiligten Orientierung geben. Diese Leitplanken sind Regeln, die unser Handeln leiten. Sie helfen uns, Entscheidungen zu treffen, die mit unserer Vision übereinstimmen. Diese Leitplanken definieren unsere Identität auf dem Platz und sorgen dafür, dass wir uns immer wieder auf das Wesentliche konzentrieren.

Drittens geht es darum, die Strategie täglich zu leben und anzupassen. Der Fußball ist ein dynamisches Geschäft, in dem sich vieles schnell ändern kann. Eine gute Strategie ist deshalb nicht starr, sondern flexibel. Sie muss regelmäßig überprüft und optimiert werden, um immer den aktuellen Gegebenheiten gerecht zu werden. Hier kommt auch unsere Zusammenarbeit ins Spiel: Marcus und ich müssen gemeinsam sicherstellen, dass unsere strategischen Entscheidungen sich immer an unserer übergeordneten Ausrichtung orientieren und gleichzeitig pragmatisch auf die sich verändernden Herausforderungen reagieren.

Zusammengefasst: Eine sportliche Strategie bedeutet für mich ein langfristiger Plan, der uns als Verein immer wieder den Weg weist, uns aber gleichzeitig die Flexibilität gibt, auf Veränderungen zu reagieren.“

Kommen wir zum Geschehen auf dem Platz. Wie bewertet ihr den bisherigen Saisonverlauf?

MS: „Aktuell sind wir auf dem 12. Tabellenplatz,stehen also budgetär betrachtet grundsätzlich im Zielkorridor und haben dazu das Viertelfinale des Niederrheinpokals erreicht. Nach dem großen Umbruch im gesamten Verein und natürlich insbesondere in unserer Mannschaft war uns klar, dass es Zeit brauchen kann, bis sich unsere Mannschaft findet, sich Automatismen bilden und die Mannschaft als Team zueinander findet. Das hat man auch zu Beginn der Saison gesehen und trotzdem denke ich, dass in dem ein oder anderen Spiel wie in Ingolstadt oder in Unterhaching mehr Punkte bei uns hätten bleiben müssen.“

CF: „In den letzten Spielen haben wir bereits Fortschritte gesehen, was eine positive Entwicklung für uns ist. Die Mannschaft wächst zusammen, und wir konnten eine klare Verbesserung in der Performance erkennen.“

Hinter uns liegt eine sicherlich nicht ganz einfache Transferphase, da uns einige Spieler verlassen haben. Wie blickt ihr auf den Sommer zurück? Was lief aus eurer Sicht gut, was hätte besser laufen können?

MS: „Die Besonderheit war, dass uns nicht nur ein oder zwei Leistungsträger verlassen haben, sondern gleich deren vier. Dies mit qualitativ hochwertigen Spielern zu einem adäquaten Kurs aufzufangen, war die Schwierigkeit. In der Nachbetrachtung haben wir es aus meiner Sicht geschafft, sehr gute Spieler zu verpflichten, allerdings mit dem Kompromiss, sie erst relativ spät bekommen zu haben. Der Teamfindungsprozess wird dadurch natürlich beeinflusst.“

CF: „Strategisch hat uns der Umbruch etwas in unserer Kaderentwicklung zurückgeworfen, da wir wissen, wie wichtig eine gut eingestimmte und funktionierende Mannschaft für nachhaltigen Erfolg ist. Natürlich gab es auch Aspekte, die besser hätten laufen können. Marcus hat ja schon den Prozess der Teamfindung angesprochen. Das sind Dinge, die wir im Blick haben und weiter optimieren werden. Insgesamt müssen wir diese Situation aber annehmen und daran arbeiten, die Mannschaft auf das nächste Level zu bringen, um unsere langfristigen Ziele zu erreichen.“

Ihr habt angesprochen, dass wir einige Leistungsträger ersetzen mussten. Wie genau seid ihr die Planungen angegangen, worauf lag eure Priorität?

MS: „Grundsätzlich arbeiten wir auf den verschiedenen Positionen mit entsprechenden Profilen, die sich aber nicht nur auf die reinen fußballerischen Fähigkeiten beziehen, sondern auch weiche Faktoren wie Persönlichkeitsprofile berücksichtigen. Dementsprechend ist ein Kader im Idealfall ein Zusammenspiel vieler sich ergänzender und verstärkender Spieler und Persönlichkeiten.“

Eines der am meisten diskutierten Themen war der Abgang von Vinko Šapina, der nicht nur ein wichtiger Spieler, sondern auch Kapitän der Mannschaft war. Haben sich die Planungen durch seinen Wechsel verändert?

MS: „Natürlich hat sich die Planung durch seinen Abgang verändert. Ein so dominanter Spieler wie Vinko ist auf dem Feld und in der Kabine nie 1:1 zu ersetzen. Seinem Transfer zuzustimmen, war eine Abwägung unterschiedlicher Einflussfaktoren. Sicherlich vor allem auch finanziell. Weitere Einflussfaktoren waren seine körperliche Verlässlichkeit, seine persönliche Perspektive und sein definitiver Wunsch unbedingt nach Dresden wechseln zu wollen.“

In der Öffentlichkeit wird darüber diskutiert, dass wir im Sturm zu dünn besetzt sind. Wie steht ihr dazu?

MS: „Wir haben Vertrauen in unsere Stürmer. Leonardo Vonic hat in der letzten Saison gezeigt, dass er sich schon mit 20 Jahren in der 3.Liga durchsetzen kann. Neun Tore und sechs Vorlagen sind für einen Spieler seines Alters eine herausragende Quote und es kommt nicht von ungefähr, dass mehrere Vereine, auch aus dem europäischen Ausland, Interesse an ihm gezeigt haben. Manuel Wintzheimer kommt hingegen immer besser in Fahrt. Obwohl er erst 25 Jahre ist, hat er schon sehr viel Erfahrung im Profifussball sammeln können. Er ist ein absoluter Teamplayer, arbeitet sehr gut für die Mannschaft und hat gegen Ingolstadt oder zuletzt gegen Viktoria Köln gezeigt, dass er auch spielentscheidend für uns sein kann.

Ich möchte aber auch noch einmal betonen, dass es die Pflicht aller Offensivspieler ist, Torgefahr auszustrahlen. In der letzten Saison hatten wir den viertgefährlichsten Angriff der gesamten Liga, es wurde aber dennoch eine ähnliche Diskussion über unsere Stürmersituation geführt.“

Seht ihr im Kader noch Handlungsbedarf und sind für die Transferphase im Winter noch Zugänge geplant?

MS: „Wir haben Vertrauen in unseren Kader. Nichtsdestotrotz beobachten wir natürlich die Entwicklung unserer Mannschaft und bereiten uns auf verschiedene Szenarien vor.“

Apropos Winter. Im Januar geht es für unsere Mannschaft ins Trainingslager in die Türkei. Was erhofft ihr euch dadurch?

CF: „Wir sind froh, dass es uns möglich ist, ein Wintertrainingslager durchzuführen. Unser Finanzierungsmodell zeigt, dass Kreativität uns voranbringt. Ein Trainingslager bietet immer einen wichtigen Mehrwert, insbesondere für die Team-Entwicklung. Es ist eine großartige Gelegenheit, den Zusammenhalt zu stärken und die Mannschaft weiter als Einheit zu formen. Wir freuen uns sehr, wenn viele Fans das Trainingslager begleiten und die Mannschaft vor Ort unterstützen.“

MS: „Insbesondere durch einige spätere Verpflichtungen sehen wir es als wichtig an, wenn sich unsere Mannschaft unter optimalen Bedingungen nochmal gemeinsam auf die Rückrunde vorbereiten kann.“

Ist es aktuell geplant, dass Spieler aus unserer U19 in die Türkei mitfahren? Oder gibt es Jungs, die im Sommer für die Profis in Frage kommen? 

MS: „Generell kann man an dieser Stelle mal die hervorragende Arbeit unseres FÖRDERWERKS und der U19 loben. Es herrscht ein enger Austausch. Gerade im Sommer konnten sich viele Spieler der U19 regelmäßig über einen längeren Zeitraum bei der 1.Mannschaft zeigen. Unser Ziel bleibt es, jedes Jahr Spieler aus der U19 in die 1.Mannschaft zu integrieren. Dafür wollen wir Ihnen auch immer wieder im Training die Chance bieten sich zu zeigen und an das höhere Niveau anzupassen. Auch im Winter ist geplant, dem einen oder anderen die Chance zu geben. Aber es muss auch die entsprechende Leistung da sein.“

CF: „Sicherlich wird der ein oder andere Spieler aus der U19 mit ins Trainingslager fahren, um erste bzw. weitere Erfahrungen im Profibereich zu sammeln. Allerdings ist es für uns noch viel wichtiger, unsere Talente regelmäßig in den täglichen Trainingsbetrieb der Profis zu integrieren. Der Spieldruck und die Intensität im täglichen Training sind entscheidend für ihre Entwicklung. Durch diese kontinuierliche Einbindung können sie sich gezielt weiterentwickeln und den Übergang zum Profifußball langfristig und nachhaltig gestalten.“

Das FÖRDERWERK wurde vor kurzem umfänglich modernisiert. Gebt uns doch einmal einen Überblick über die erfolgten Maßnahmen. Wie sehr hilft euch eine Modernisierung bei eurer Arbeit?

CF: „Die Modernisierung des FÖRDERWERK ist ein echter Meilenstein für unsere Nachwuchsarbeit und ein enormes Upgrade für die gesamte Infrastruktur. Wir haben jetzt eine brandneue Platzanlage mit Tribüne und Hybridrasen, dazu eine zusätzliche Athletikfläche, die es uns ermöglicht, die Spieler noch individueller zu fördern und ihre Entwicklung gezielt voranzutreiben. Auch ein unserer Kunstrasenplätze wurde erneuert, was uns in der Gesamtheit eine sehr gute Trainingsumgebung bietet. Nun ist es möglich all unsere Spiele am FÖRDERWERK durchzuführen. Ein großer Dank geht an die Stadt Essen, die uns bei der Umsetzung dieser großartigen Maßnahmen tatkräftig unterstützt hat.

Der nächste große Schritt ist der Neubau eines Warmgebäudes. Das aktuelle Gebäude platzt aus allen Nähten und kann den wachsenden Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Ein neues Warmgebäude würde für uns die entscheidende Grundlage sein, um unsere Talente noch besser zu fördern und die Entwicklung des FÖRDERWERK weiter voranzutreiben. Das ist selbstverständlich eine riesige Investition, für die wir in den kommenden Monaten nach Unterstützern suchen.“

Am vergangenen Sonntag fand unsere Mitgliederversammlung statt. Marc-Nicolai Pfeifer hat dort gesagt, dass eine einheitliche Spielidee entwickelt und die Durchlässigkeit weiter verbessert werden soll. Wie sieht diese Spielidee aus und wie geht ihr diese Ziele konkret an?

CF: „Wenn wir über unsere Spielidentität und Spielidee sprechen, kommen wir schnell zu dem Begriff „Hafenstraßen-Fußball“. Dieser Begriff ist eng mit der Geschichte und der Identität von Rot-Weiss Essen verbunden und steht für eine Spielweise, die tief in den Werten des Vereins verwurzelt ist.

Es geht nun darum, diesen Begriff bis ins kleinste Detail mit klaren Prinzipien und einer definierten Idee auszuarbeiten, die dann auch in unserer täglichen Arbeit konsequent umgesetzt wird. Dazu gehört nicht nur die Art und Weise, wie wir spielen, sondern auch die Prinzipien, die unser Spiel prägen.
Dann hat die Spielidentität auch Auswirkungen auf alle Ebenen im Verein, insbesondere im sportlichen Bereich. Das betrifft nicht nur die Kaderplanung, bei der wir gezielt Spieler suchen, die zur Philosophie und Spielidee passen, sondern auch die Trainingsarbeit und die Entwicklung der Spieler.  Mein Ziel ist es, dass jeder Fan und Außenstehende bei einem Spiel einer Mannschaft von RWE sagt: „Ja, das ist Hafenstraßen-Fußball, das ist Rot-Weiss Essen.“

Blicken wir noch einmal auf die kommenden Wochen. Mit den Spielen gegen Dresden, Verl und Rostock warten drei anspruchsvolle Aufgaben innerhalb von sieben Tagen auf uns. Wie steht ihr zu dieser Ansetzung und wie findet ihr englische Wochen im Allgemeinen?

MS: „Die Ansetzung ist anspruchsvoll, aber auch ungemein spannend. Wir treffen mit Rostock und Dresden auf zwei absolute Traditionsvereine, die sich beide nicht nur mindestens in der 2. Bundesliga sehen, sondern auch die finanziellen und infrastrukturellen Voraussetzungen dafür mitbringen. Dementsprechend werden wir maximal gefordert. Das Heimspiel gegen den SC Verl ist dann ein gewisser Gegenentwurf zu den Genannten. Sie haben es geschafft, sich mit relativ bescheidenen Mitteln, Ruhe im Umfeld, einer klaren Spielidee und großem Zusammenhalt in der Liga zu etablieren. Wir wollen es auf jeden Fall besser als letztes Jahr gegen Sie machen. Allgemein ist in dieser sehr ausgeglichenen 3. Liga eine englische Woche Chance und Risiko zugleich. Wenn man gut punktet und ein Momentum entwickelt, kannst man sich in der Tabelle innerhalb weniger Tage schnell nach oben katapultieren. Umgekehrt aber auch schnell ganz unten sein. Wir wollen natürlich das Maximale aus den 3 Spielen rausholen!“

CF: „Die Ansetzung der Spiele innerhalb von sieben Tagen ist sicherlich anspruchsvoll, aber es ist müßig, darüber zu diskutieren. Der DFB hat seine Gründe für die Planung und wir müssen diese Ansetzung so akzeptieren, wie sie ist. Das Wichtigste ist, dass wir uns darauf fokussieren, die bestmögliche Leistung auf den Platz zu bringen. Was englische Wochen angeht, bin ich ein echter Fan. In Norwich hatten wir 21 englische Wochen in einer Saison. Da gewöhnt man sich schnell an den Rhythmus – da schockt einen so eine Woche wie diese nicht mehr. Klar, es ist intensiv, aber es macht auch Spaß, jeden dritten Tag auf dem Platz zu stehen. So eine englische Woche zeigt auch die Widerstandsfähigkeit und die Gier auf Siege einer Mannschaft, und genau darauf freue ich mich.“

Wir haben schon Mitte Oktober, das Jahr biegt langsam in die Zielgerade ein. Wenn ihr euch zu Weihnachten etwas wünschen dürft, was wäre das? 

CF: „Wenn ich mir zu Weihnachten etwas wünschen dürfte, dann steht für mich an erster Stelle, dass alle gesund und zufrieden sind – sowohl das Team als auch die Menschen rund um den Verein.

Sportlich wünsche ich mir, dass wir bis Weihnachten eine erfolgreiche Entwicklung unserer Mannschaft sehen und gemeinsam viele Siege feiern können. Und natürlich hoffe ich, dass unter dem Weihnachtsbaum bei unseren Fans viele RWE-Fanartikel liegen – so können unsere Fans das Jahr mit einem breiten Grinsen und stolz auf ihren Verein abschließen, während wir uns gemeinsam auf das nächste Jahr und die kommenden Herausforderungen freuen.“

MS: „Zunächst Gesundheit als Basis für alles weitere. Dann Stabilität im Verein und in der Mannschaft. Wie schon gesagt: Zusammenhalt und Kontinuität zahlt sich immer aus.“

Danke für das Gespräch!