14. März 2025

Der RWE-Gegner: Das ist die SG Dynamo Dresden

Dynamo Dresden, am Samstag zu Gast an der Hafenstraße, strebt im dritten Anlauf die Rückkehr in die 2. Bundesliga an. 

Der RWE-Gegner: Das ist die SG Dynamo Dresden – Rot-Weiss Essen
RWE trifft am Samstag auf den Spitzenreiter der 3. Liga. (Foto: Dynamo Dresden).

Sind aller guten Dinge drei? Darauf hofft die SG Dynamo Dresden, im Rahmen des 29. Spieltages in der 3. Liga an diesem Samstag, 15. März, ab 14 Uhr, bei Rot-Weiss Essen zu Gast. Die Sachsen unternehmen aktuell den dritten Anlauf, um nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga im Sommer 2022 jetzt in die zweithöchste Spielklasse zurückzukehren. 

Zur direkten Rückkehr ins Unterhaus hatte in der Saison 2022/2023 nur ein Zähler gefehlt. Kämpfte sich die SGD in der ersten Spielzeit nach dem Abstieg durch eine starke Rückrunde noch ganz nah an die Aufstiegsplätze heran, gaben die Dresdner in der zweiten Hälfte der zurückliegenden Saison eine ausgezeichnete Ausgangslage noch aus der Hand. Zur Winterpause hatte der Vorsprung auf den Relegationsplatz bereits zehn Punkte betragen. Wegen der deutlich geringeren Ausbeute wurde der damalige Trainer Markus Anfang Ende April 2024 von seinen Aufgaben entbunden. 

Zu Ende gebracht wurde die Saison vom langjährigen Co-Trainer Heiko Scholz, zu Beginn dieser Spielzeit übernahm dann Thomas Stamm als Chefcoach. Der 42-jährige Schweizer hatte die U23 des SC Freiburg 2022/2023 zur Vizemeisterschaft in der 3. Liga geführt. Nach einem personellen Umbruch konnte der Nachwuchs des Bundesligisten in der zurückliegenden Saison den Abstieg in die Regionalliga Südwest aber nicht verhindern. 

Unter Stamms Regie läuft es für Dynamo Dresden bislang rund, das Team überwinterte als Tabellenführer und mischt auch weiterhin ganz oben mit. Die Statistik spricht somit für die SGD, für die seit Saisonbeginn mit Mittelfeldspieler Vinko Šapina auch ein früherer RWE-Kapitän am Ball ist: Von den vorherigen 16 Herbstmeistern in der 3. Liga haben beachtliche 14 Teams am Saisonende auch den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft. 

Der RWE-Gegner: Das ist die SG Dynamo Dresden – Rot-Weiss Essen
Ex-RWE-Kapitän Šapina steht nach Oberschenkelproblemen wieder auf dem Platz. (Foto: Dynamo Dresden) 

Trotz dieser guten Ausgangslage hatten die Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Thomas Brendel im Winter personell noch einmal nachgelegt. So arbeitet Thomas Stamm erneut mit Andi Hoti zusammen. Der 1,93 Meter große Innenverteidiger war in der Saison 2022/2023 von Inter Mailand an die zweite Mannschaft des SC Freiburg verliehen worden. Anschließend wechselte der mittlerweile 22-Jährige zum 1. FC Magdeburg. Beim Zweitligisten absolvierte er 24 Partien, ehe er sich nun leihweise der SGD anschloss. „Mit Andi konnten wir einen jungen und sehr talentierten Spieler für uns gewinnen, der hier in Dresden seine Entwicklung vorantreiben und unserem Team weitere Stabilität verleihen kann“, so Thomas Brendel. 

Ein weiterer alter Bekannter von Thomas Stamm ist Mika Baur. Der vom SC Paderborn 07 ausgeliehene Offensivspieler lief ebenfalls bereits in der U23 des Sport-Clubs unter dem SGD-Trainer auf. Auch der inzwischen 20-Jährige hatte Freiburg nach der Vizemeisterschaft in Richtung 2. Bundesliga verlassen. 

Außerdem stieß mit Dominik Kother ein Offensivspieler zum Kader dazu, der weiß, wie ein Aufstieg geht. Mit zehn Toren und elf Vorlagen war der Offensivspieler maßgeblich am dritten Platz des SSV Jahn Regensburg beteiligt. In der Relegation gegen den SV Wehen Wiesbaden legte der 24-Jährige zwei weitere Treffer und Vorlagen nach. 

Alle drei Winterzugänge waren Anfang Januar auch schon im einwöchigen Trainingslager in der Türkei dabei. Dort wohnten die SGD-Profis bekanntlich in demselben Hotel wie die Essener Rot-Weissen. In einem Testspiel über 120 Minuten trennten sich die beiden Teams vor Ort 1:1. Auch im turbulenten Hinspiel in Dresden (3:3) gab es keinen Sieger.