25. April 2025
Der RWE-Gegner: Das ist der 1. FC Saarbrücken
Patrick Sontheimer und Kai Brünker bleiben beim Tabellenvierten weiter an Bord.

Mit dem 1. FC Saarbrücken stellt sich im Rahmen des 35. Spieltages an diesem Samstag, 26. April, ab 14 Uhr einer der konstantesten Drittligisten der zurückliegenden Jahre bei Rot-Weiss Essen an der Hafenstraße vor. Seit dem Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse im Sommer 2020 beendeten die Saarländer eine Saison nie schlechter als auf dem siebten Platz. In dieser Spielzeit könnte unter der Regie des neuen Trainers Alois Schwartz (früher auch Profi bei Rot-Weiss Essen) sogar noch der große Wurf gelingen.
Bereits 2022/2023 war der 1. FC Saarbrücken nah an seiner ersten Zweitliga-Saison seit 2005/2006 dran. In der Endabrechnung fehlte dem FCS damals in einem dramatischen Saisonfinale jeweils nur ein Punkt zum direkten Aufstiegsplatz (VfL Osnabrück) und auch zum Relegationsrang (SV Wehen Wiesbaden).
Auch jetzt besteht die Chance auf eine „Saisonverlängerung“. Der dritte Rang, der zur Teilnahme an der Relegation gegen den 16. der 2. Bundesliga berechtigt und den aktuell der FC Energie Cottbus belegt, ist vier Spieltage vor dem Saisonende nur zwei Punkte entfernt. Bis zu einem direkten Aufstiegsplatz fehlen dagegen sechs Punkte. Eine noch bessere Ausgangslage verpasste der FCS bei der zurückliegenden 1:4-Heimniederlage gegen Tabellenführer Dynamo Dresden.
Unabhängig von der Ligazugehörigkeit in der kommenden Saison treiben die Verantwortlichen um Manager und Ex-Trainer Rüdiger Ziehl sowie Sportdirektor Jürgen Luginger die Kaderplanung parallel zum Saisonendspurt voran. So verlängerte Patrick Sontheimer Anfang des Monats seinen Vertrag. Der bei der SpVgg Greuther Fürth ausgebildete Mittelfeldspieler landete über den FC Würzburger Kickers und den FC Viktoria Köln in Saarbrücken. In der laufenden Spielzeit gehörte der 26-Jährige bei allen 33 Einsätzen zur Startelf. Nur eine Partie verpasste er wegen einer Gelbsperre.
Zuvor hatte sich bereits Kai Brünker länger an den Verein gebunden. Der im Sommer 2023 vom 1. FC Magdeburg verpflichtete Angreifer hatte in seinem ersten Jahr im Saarland unter anderem mit drei Treffern erheblichen Anteil daran, dass der 1. FC Saarbrücken im DFB-Pokal bis in das Halbfinale kam und auf diesem Weg unter anderem sogar den Rekordsieger FC Bayern München ausschalten konnte. In der laufenden Spielzeit ist der 30-Jährige mit sieben Ligatreffern der Führende der internen Torschützenliste.
Die Platzierung teilt sich Brünker allerdings mit einem Spieler, den man schon an der Hafenstraße kennt: Kasim Rabihic. Nach zwei Spielzeiten bei RWE und 49 Meisterschaftsspielen (drei Tore) wagte der heute 32-Jährige im Sommer 2017 den Schritt in die Regionalliga Bayern. Dort spielte sich der gebürtige Münchener beim FC Pipinsried (23 Tore und 14 Assists in 51 Einsätzen) und bei Türkgücü München (elf Tore und zehn Vorlagen in 21 Begegnungen) in die Notizbücher von höherklassigen Vereinen.
Seine beeindruckende Statistik konnte Rabihic auch in der 3. Liga beim SC Verl (zwölf Tore und 27 Vorlagen in 68 Spielen) bestätigen, so dass sich der 1. FC Saarbrücken im Sommer 2022 die Dienste des Offensivspielers sicherte. Nach 92 Liga-Einsätzen für den FCS kommt Rabihic auf die Gesamt-Bilanz von 21 Treffern und 18 Vorlagen.
Neben den Vertragsverlängerungen steht auch schon ein Abgang fest: Julian Günther-Schmidt wird sich im Sommer nach dann viereinhalb Jahren in Richtung des derzeitigen Ligakonkurrenten FC Erzgebirge Aue verlassen. Und vielleicht kann der 30-Jährige sich dann sogar mit dem Aufstieg von seinen aktuellen Kollegen verabschieden.

