17. Oktober 2025

Dem Opa Luscheskowski sein Enkel

Ein Blick durch die rot-weisse Brille.

Dem Opa Luscheskowski sein Enkel – Rot-Weiss Essen

Kerl inne Kiste, et is Mitte Oktober und die Euphorie und positive Stimmung, die die letzte Rückrunde bei uns hinterlassen hat, is wieder ganz tief im braunen Eimer. Ker wode auch hingucks, mit weme auch über die Roten schnacken tust, alle sind aufm Boden der Tatsachen auffe untersten Sohle angekommen.

Vom Gefühl her is man wieder wie inne Schweineliga, wo et in unerträchlicher Regelmäßichkeit schon im November nur noch umme goldene Ananas und maximal den Niederrheinpokalsieg ging. Letzteres haben wir uns am letzten Wochenende auch schön verbaselt und jetz müssen wir gucken, wie die Zebras oder die Underdogs vom Kanal im Mai dat Dingen inne Luft recken. Ker ich mein, dat man nach drei Titeln in Folge auch ma ausm Pokal rausfliegen kann – geschenkt. Hier bei uns in Essen is dat „wie“ aber immer dat große Thema. Und da muss ich sagen, dat et sich bisher wie ein roter Faden durche ganze Spielzeit zieht, dat wir viel zu viele Tore kassieren und hinten offen wie dat Scheunentor von Bauer Gantenberg in Rellinghausen sind. Gegen den Oberhausenern ihre Truppe haben wir wieder drei Hütten bekommen. Und da muss mir keiner mit der Qualität der Oberhausener Offensive kommen. Wir müssen vielleicht ma über die Qualität von unserer Abwehr oder dat System sprechen. Inne letzten Rückrunde haben wir Punkte gesammelt wie Atze Schröder in Flensburg – und dat ganz ohne Porsche. Sicher waren da auch einige glückliche Ergebnisse bei. Aber trotzdem hatte man dat Gefühl, dat Uwe die Abwehr stabil hinbekommen hat. Aktuell hat man eher dat Gefühl, dat unser eigener Sechzehner ein Hühnerstall is und uns die Eier im eigenen Nest nich stören.

Ich mein, ich bin auch nur einer von 82 Millionen Bundestrainern, aber dat hier is mein Text und meine Gedanken und von meine Seite aus is jetz Zeit, sich wieder auf dat zu konzentrieren, wat in der letzten Rückrunde gut geklappt hat. Und dat war die Fünferkette. Ich bin sicher, wenn wir hinten Bauer Gantenberg seine Scheune dichtmachen, is auch für vorne mehr Ruhe. Und dann wird et auch öfters wieder beim Gechner inne Kiste rappeln.

Ich hab keinen Bock auf den nächsten Trainer. Und da darf et aktuell auch noch keine Diskussion geben. Ich mein, bei allem Ärger über die Niederlage bei die Kanalbewohner: Bisher is noch nix passiert! Mit nur zwei Niederlagen inne Liga is der Uwe mit unseren Roten noch in Schlagdistanz nach oben. Sechs Gegentore ham wir durch Elfer kassiert, und generell hab ich nich dat Gefühl, dat unsere Bengels zu schlecht sind oder der Trainer nich passt.

Trotzdem stehen jetz Spiele an, die klar zeigen, wo wir wirklich stehen. Nächste Woche geht et in den Zebrastall und heute is die Vicky vonne Schäl Sick bei uns zu Gast.

Gegen Vicky haben wir noch nie so richtich gut ausgesehen. Et wär ein guter Anfang und nach dem Spiel in Oberhausen auch ein Zeichen an alle Fans, wenn unsere Jungs mit Uwe heute den nächsten Heimsieg einfahren. Denn mit tollen Spielen und vielen Punkten kann man Niederlagen schnell wieder usse Köppe blasen…

Nur der RWE

Dem Opa Luscheskowski sein Enkel – Rot-Weiss Essen