17. Oktober 2025

Marian Wilhelm setzt Arbeit von Olaf Janßen fort

FC Viktoria Köln spielt auch in dieser Saison mit Rang fünf eine gute Rolle in der 3. Liga.

Marian Wilhelm setzt Arbeit von Olaf Janßen fort – Rot-Weiss Essen
Marian Wilhelm trainiert seit dieser Saison den FC Viktoria Köln. (Foto: Viktoria Köln)

Für den FC Viktoria Köln, der sich nun an diesem Samstag (18. Oktober) zur ungewohnten Anstoßzeit ab 16.30 Uhr für den 11. Spieltag in der 3. Liga bei Rot-Weiss Essen im Stadion an der Hafenstraße vorstellt, sind personelle Umbrüche nichts Neues. In diesem Sommer fielen die Veränderungen aber auch für Höhenberger Verhältnisse noch umfassender als sonst aus.

So kommt es für RWE im bevorstehenden Duell mit der Viktoria beispielsweise nicht mehr zum Wiedersehen mit Ex-Sportdirektor Olaf Janßen. Denn nach fast viereinhalb Jahren steht der 59-Jährige nicht mehr bei den Kölnern an der Seitenlinie. Schon zu Beginn der zurückliegenden Spielzeit hatte sich der gebürtige Krefelder, der inzwischen den SV Sandhausen in der Regionalliga Südwest trainiert, mit den Viktoria-Verantwortlichen darauf verständigt, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird.

Auch auf einen Janßen-Nachfolger legten sich alle Beteiligten schon damals fest: Marian Wilhelm. Der 37-Jährige hatte Janßen 2024/2025 als Co-Trainer unterstützt. Im Verein ist der gebürtige Berliner bereits seit dem 1. Januar 2010 und verantwortete in dieser Zeit schon zahlreiche NLZ-Mannschaften, war bereits als Übergangstrainer und jahrelanger Cheftrainer der A-Junioren-Bundesliga-Mannschaft tätig.

„Es ist ein Traum, nach 15 Jahren bei Viktoria Köln den nächsten Schritt als Cheftrainer im Profifußball gehen zu dürfen“, so Marian Wilhelm. „Ich bin unglaublich dankbar für das Vertrauen des Vereins, besonders von Franz Wunderlich, der mich all die Jahre begleitet hat, und von Olaf Janßen, von dem ich so viel lernen durfte. Ohne diese Unterstützung wäre eine solche Entwicklung nicht möglich gewesen.“

In der neuen Chefrolle arbeitet Wilhelm nur noch mit neun Spielern zusammen, die bereits in der abgelaufenen Saison für die Viktoria am Ball waren: Dazu gehören die beiden Torhüter Eduardo Dos Santos Haesler – kurz „Dudu“ – und Kevin Rauhut sowie die Feldspieler Christoph Greger, Lars Dietz, Simon Handle, Tobias Eisenhuth, Florian Engelhardt, Robin Velasco und Lex-Tyger Lobinger.

Letztgenannter war mit 15 Treffern in der zurückliegenden Spielzeit ein maßgeblicher Faktor dafür, dass der FC Viktoria Köln mit Rang sechs seine beste Platzierung seit der Zugehörigkeit zur 3. Liga (2019/2020) erreichen konnte. Während Serhat-Semih Güler (14 Treffer) in die 2. Bundesliga zum SV Darmstadt 98 gewechselt ist, konnte Lobinger in Köln gehalten werden. In der laufenden Spielzeit steht der 26-Jährige nach seinem Tor zum 4:1-Endstand gegen den TSV Havelse bei bislang vier Treffern.

Auf diese Ausbeute kommt auch Neuzugang David Otto. In den letzten beiden Spielzeiten lief der in Pforzheim geborene 26-Jährige für den SV Sandhausen auf. In der Saison 2017/2018 machte der ehemalige Nachwuchsspieler der TSG Hoffenheim als Torschützenkönig in der damaligen Staffel Süd/Südwest der A-Junioren-Bundesliga (27 Tore, 14 Vorlagen) auf sich aufmerksam und debütierte noch in derselben Saison für die Profis unter dem jetzigen Bundestrainer Julian Nagelsmann in der UEFA Europa League. In der Folgesaison kamen drei Einsätze in der Bundesliga hinzu.

Anschließend wurde der elfmalige deutsche Junioren-Nationalspieler an die damaligen Zweitligisten 1. FC Heidenheim und SSV Jahn Regensburg verliehen, bevor er sich für eine Saison dem FC St. Pauli anschloss. In dieser Zeit sammelte der 1,85 Meter große Mittelstürmer Erfahrung in 94 Zweitliga-Einsätzen (sieben Tore, acht Assists).

„Ich will mit dem Team an die letzte Saison hier anknüpfen und mit Toren und Vorlagen helfen“, so David Otto. „Ich bin ein Stürmer, der sich nicht zu schade ist, sich für die Mannschaft und die Fans reinzuhängen. Ich will aber auch spielerisch überzeugen und das eine oder andere Highlight liefern.“

Zu den zahlreichen Zugänge gehört mit Rechtsverteidiger Meiko Sponsel (zuvor 1. FC Köln) auch ein ehemaliger RWE-Profi. Der 23-Jährige kam bislang zu acht Einsätzen und steuerte eine Torvorlage bei. Damit hat auch er Anteil am guten Start. Mit derzeit Rang fünf und nur drei Punkten Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz scheint der FC Viktoria Köln auf einem guten Weg, auch in dieser Saison eine gute Rolle zu spielen.

Marian Wilhelm setzt Arbeit von Olaf Janßen fort – Rot-Weiss Essen
Marian Wilhelm setzt Arbeit von Olaf Janßen fort – Rot-Weiss Essen