31. Oktober 2025
Ingolstadt nach missglücktem Start inzwischen in Saison angekommen
Formstarke „Schanzer“ landen drei Siege in Serie.

Nach dem bevorstehenden Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt 05 bekommt es Rot-Weiss Essen auch in der nächsten Auswärtspartie mit einem bayerischen Ligakonkurrenten zu tun. Das Team von Trainer Uwe Koschinat ist im Rahmen des 14. Spieltages am Samstag, 8, November, ab 14 Uhr beim FC Ingolstadt 04 gefordert.
Mit Rang zehn in der abgelaufenen Saison hatten die „Schanzer“ eine Spielzeit zum dritten Mal nacheinander nur auf einem zweistelligen Tabellenplatz beendet. Unter anderem auch deshalb musste der frühere Erstligist die Abgänge von einigen Leistungsträgern verkraften. Top-Talent Deniz Zeitler wechselte gegen eine Ablöse zum Bundesligisten TSG Hoffenheim gewechselt, sammelt bislang allerdings Spielpraxis in der U 23. Felix Keidel (SV 07 Elversberg), Mladen Cvjetinovic (KSV Holstein Kiel), Torjäger Sebastian Grönning (Hertha BSC) und Torwart Pelle Boevink (SpVgg Greuther Fürth) sind nun in der 2. Bundesliga aktiv. Bryan Kayo (Oud-Heverlee Leuven) setzt seine Laufbahn in der höchsten Spielklasse Belgiens fort. Benjamin Kanuric (Leixões SC) ist nun in Portugal am Ball, während sich David Kopacz dem Ligakonkurrenten VfL Osnabrück angeschlossen hat.
Von den elf Spielern mit den meisten Einsatzminuten während der abgelaufenen Saison sind damit nur noch Simon Lorenz, Kapitän Lukas Fröde, Marcel Costly und Max Besuschkow übrig. Bei den elf Neuzugängen ist auffällig, dass nicht weniger als fünf von ihnen zuletzt bei einem Verein im Ausland unter Vertrag standen. Von den neuen Spielern gehörten bislang Angreifer Mads Borchers (Vaasan Palloseura/Finnland), die Mittelfeldspieler Fredrik Carlsen (Silkeborg IF/Dänemark) und Yann Sturm (SC Freiburg, ist ausgeliehen) sowie Innenverteidiger Jonas Scholz (Helmond Sport/Niederlande) sowie Torhüter und Leih-Rückkehrer Markus Ponath (FV Illertissen) regelmäßig zur Startelf von Ingolstadts Cheftrainerin Sabrina Wittmann.
Schlussmann Ponath erlitt allerdings Anfang Oktober in der Partie beim SC Verl (2:2) einen Mittelhandbruch und wird seitdem von Kai Eisele vertreten, mit dem der FCI nach vier Einsätzen (zehn Punkte) noch unbesiegt ist. Aber auch mit den Leistungen und den Entwicklungen des 24-jährigen Markus Ponath sind die FCI-Verantwortlichen um Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer und Sportdirektor Ivo Grlic zufrieden, so dass der Vertrag vor wenigen Tagen vorzeitig verlängert wurde. Ponath ist bereits seit 2012 Teil der „Schanzer“ und war damals im Alter von nur elf Jahren vom FSV Pfaffenhofen in das Nachwuchsleistungszentrum der Donaustädter gewechselt. Er feierte schließlich am 15. Mai 2022 sein Profi-Debüt, als er noch in der 2. Bundesliga gegen Hannover 96 erstmals das Tor hütete.
„Beim FV Illertissen hat Markus Ponath in der letzten Saison einen großen Schritt gemacht und ist als gereifter Spieler zu uns zurückgekehrt“, sagt Sportdirektor Grlic. „Hier hat er sich in der Vorbereitung durchgesetzt und mit konstant starken Leistungen zur Nummer Eins entwickelt. Bis zu seiner bitteren Verletzung in Verl war Poni mit seiner Ruhe, Präsenz und Ausstrahlung ein enorm wichtiger Rückhalt für unser Team. Umso mehr freuen wir uns, dass er auch in Zukunft Teil unseres Klubs bleibt.“
Als Team lief es für den FC Ingolstadt 04 in dieser Spielzeit zunächst aber über mehrere Wochen noch nicht rund. Mit lediglich acht Zählern stand nach dem 9. Spieltag sogar ein Abstiegsplatz zu Buche. Drei Siege in Folge – ein 4:1 gegen den SSV Ulm 1846 Fußball, ein 1:0 bei Alemannia Aachen und zuletzt das 2:1 gegen den ambitionierten 1. FC Saarbrücken – spülten das Wittmann-Team aber bis auf Platz zehn nach oben. Der Rückstand auf Relegationsrang drei beträgt noch fünf Zähler. „Jeder kämpft für jeden und bügelt auch mal die Fehler des Mitspielers aus. Das ist ein super Gefühl“, so Innenverteidiger Jonas Scholz. „Wir dürfen aber jetzt nicht aufhören, sondern müssen weitermachen.“


