21. November 2025

Wiedersehen mit Schwartz, Rabihic und Wollschläger

Aufstiegsaspirant 1. FC Saarbrücken hat nach gutem Start mit Negativtrend zu kämpfen.

Wiedersehen mit Schwartz, Rabihic und Wollschläger – Rot-Weiss Essen
Am 16. Spieltag trifft RWE auswärts auf den 1. FC Saarbrücken. (Foto: Markus Endberg)

Mit dem 16. Spieltag wartet das letzte Auswärtsspiel des Jahres außerhalb von Nordrhein-Westfalen auf Rot-Weiss Essen. Das Team von Trainer Uwe Koschinat ist am Samstag, 29. November, ab 14 Uhr beim 1. FC Saarbrücken gefordert. Die Gastgeber machen nach einem vielversprechenden Saisonstart derzeit eine sportlich schwierige Situation durch, auch wenn während der Länderspielpause in der zweiten Runde des Saarlandpokals ein 9:0-Kantersieg gegen den Verbandsligisten SV Bliesmengen-Bolchen gelang.

Nachdem die Saarländer die zurückliegenden vier Spielzeiten seit der Rückkehr in die 3. Liga jeweils auf einem einstelligen Tabellenplatz beendet hatten, war der FCS in der vergangenen Saison der 2. Bundesliga so nah wie seit 19 Jahren nicht mehr. Nachdem sich Rüdiger Ziehl im Endspurt auf seine Aufgaben als Manager konzentriert hatte, führte der ehemalige RWE-Profi Alois Schwartz den 1. FC Saarbrücken als neuer Cheftrainer – unter anderem mit einem 3:0 zu seinem Einstand im Stadion an der Hafenstraße – noch als Tabellendritter in die Relegation. Trotz einer 0:2-Heimniederlage im Hinspiel zwang der 1. FC Saarbrücken den Zweitligisten Eintracht Braunschweig im Rückspiel noch in die Verlängerung. Dort hatten die Niedersachsen dann durch das 2:2 das bessere Ende für sich.

Obwohl der Aufstieg damit hauchdünn verpasst wurde, mussten die Saarbrücker nicht viele Abgänge von Stammspielern verkraften. Aus der Startformation des zweiten Duells mit der Eintracht sind lediglich Innenverteidiger Dominik Becker (aktuell vereinslos) und Angreifer Florian Krüger (MSV Duisburg) nicht mehr dabei.

Im Gegenzug waren die Verantwortlichen um Manager Rüdiger Ziehl und Sportdirektor Jürgen Luginger auch nicht ganz so häufig auf dem Transfermarkt tätig wie einige andere Drittligisten. Von den insgesamt zehn Neuen haben sich Adoulaye Kamara (zuvor FC Portsmouth/England), Rodney Elongo-Yombo (Borussia Dortmund II) und Florian Pick (SC Preußen Münster) regelmäßig einen Platz in der Startelf sichern können. Letztgenannter ist mit sieben Treffern – gemeinsam mit Mittelstürmer Kai Brünker – auch der bislang erfolgreichste Torschütze des 1. FC Saarbrücken.

Durch die Neuzugänge ist Mittelfeldspieler Kasim Rabihic (2015 bis 2017) auch nicht mehr der einzige Spieler im Kader der Saarländer mit einer Vergangenheit an der Hafenstraße. Angreifer Luca Wollschläger war in der Saison 2022/2023 von Hertha BSC an RWE verliehen und absolvierte für die Rot-Weissen fünf Einsätze in der 3. Liga. Anschließend kehrte der inzwischen 22-Jährige nach Berlin zurück, um dort für die zweite Mannschaft des Bundesligisten aufzulaufen. Nach einer weiteren Leihe zum FC Hansa Rostock wechselte Wollschläger nun fest von Hertha BSC nach Saarbrücken und absolvierte in der Meisterschaft bisher vier Kurzeinsätze.

Bis zur Länderspielpause im September schien der 1. FC Saarbrücken auf bestem Wege, an die vergangene Saison anknüpfen zu können. Nach sieben Spieltagen standen 16 von 21 möglichen Zählern sowie Rang zwei hinter dem MSV Duisburg zu Buche. Rot-Weiss Essen lag damals vier Zähler hinter dem FCS auf Rang vier.

Mit dem 1:1 beim SV Wehen Wiesbaden begann dann allerdings eine noch andauernde Phase ohne Sieg. Gegen den MSV Duisburg (0:0) und beim SSV Jahn Regensburg (1:1) sprang noch ebenfalls ein Zähler heraus, ehe das Schwartz-Team gegen den SC Verl (2:4) sowie auswärts beim FC Ingolstadt 04 (1:2) und bei Alemannia Aachen (0:2) drei Niederlagen in Serie kassierte. Vor heimischer Kulisse musste sich der 1. FC Saarbrücken zuletzt gegen den noch sieglosen Tabellenletzten TSV Havelse mit einem 1:1 begnügen. In der Zwischenzeit ist unter anderem auch RWE in der Tabelle mit nun sechs Punkten Vorsprung vorbeigezogen. Der FCS rutschte auf Rang zehn ab, ist jedoch bei sechs Zählern Abstand zu einem Aufstiegsplatz noch längst nicht aus dem Rennen. Trotz der Negativserie besitzt Trainer Alois Schwartz, der in der Saison 1995/1996 als Spieler mit Rot-Weiss Essen unter Trainer Rudi Gores den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft hatte, auch weiterhin das Vertrauen der Verantwortlichen.

Wiedersehen mit Schwartz, Rabihic und Wollschläger – Rot-Weiss Essen
Wiedersehen mit Schwartz, Rabihic und Wollschläger – Rot-Weiss Essen