4. September 2026
Uwe Koschinat vor FC Viktoria Köln: „Es wartet eine Herausforderung auf uns“
RWE-Cheftrainer vor Heimspiel gegen den FC Viktoria Köln im „kurze fuffzehn“-Interview.

Mit dem Heimspiel an diesem Samstag (5. September) ab 16.30 Uhr gegen den FC Viktoria Köln gewinnt für Rot-Weiss Essen eine intensive Phase. Auf den „Doppelpack“ an der Hafenstraße – am 12. September ist Aufsteiger FC Würzburger Kickers zu Gast – folgt die erste Englische Woche in der 3. Liga. Vor dem Duell mit der Viktoria stellte sich der RWE-Cheftrainer wie immer den Fragen der „kurzen fuffzehn“.
Hallo Uwe! Mit Mittelfeldspieler Nick Bätzner wurde kurz vor dem Ende des Sommer-Transferfensters noch ein zusätzlicher Mittelfeldspieler vom Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn 07 verpflichtet. Wie würdest Du seine besonderen Qualitäten beschreiben?
Nick ist ein ballsicherer und sehr fleißiger Spieler, der immer wieder den Ball fordert, viel Einfluss auf das Spiel nehmen möchte und ganz klar im Zentrum seine Stärken hat. Er kann als Verbindungsspieler zwischen Mittelfeld und Angriff auf der Achter-, aber auch auf der Zehnerposition seine Qualitäten sehr gut einbringen. Daher haben wir durch seine Verpflichtung jetzt für beide Positionen eine zusätzliche Option.
Seit Dienstag trainiert er mit. Ist er bereits eine Option für das Viktoria-Spiel?
Er konnte problemlos am Training teilnehmen, hatte keine Beschwerden. Von daher ist ein Einsatz definitiv möglich. Allerdings weist er schon noch ein wenig Rückstand auf, da er in Paderborn zwischenzeitlich pausieren musste und während der Vorbereitung nicht mehr oft auf dem Platz stand. Wir werden uns das ganz genau anschauen.
Gianluca Swajkowski wurde an den 1. FC Bocholt verliehen. Was ist der Hintergrund?
Rot-Weiss Essen hat mit Jonny für die Zukunft noch sehr viel vor. Deshalb ist es logisch, dass er sich durch möglichst viel Spielpraxis weiterentwickeln soll, um in einem Jahr gestärkt zurückzukehren. Mit Janne Sietan und Ruben Reisig sehe ich uns auf der defensiven Sechserposition gut aufgestellt, zumal dafür auch noch Luca Bazzoli zur Verfügung steht, der zuletzt gute Schritte nach vorne gemacht hat.
Im Spiel beim SV Wehen Wiesbaden sprang zuletzt ein torloses Remis heraus. Wie fällt Dein Fazit mit einigen Tagen Abstand aus?
Da gilt es, unterschiedliche Teilaspekte zu berücksichtigen. Sehr gut war, dass wir nach den fünf Gegentoren zum Saisonauftakt in Saarbrücken jetzt schon zum dritten Mal nach den Partien gegen den TSV Havelse und im DFB-Pokal gegen den FC St. Pauli zu Null gespielt haben. Das war sehr wichtig für uns. Über weite Strecken des Spiels hatten wir eine gute Kontrolle, auch wenn der Gegner hintenraus – so ehrlich müssen wir sein – durchaus noch einen Treffer hätte erzielen können. Ich bin mir aber sicher, dass der SVWW trotz seines schwächeren Starts zu den besseren Teams in der Liga gehört und deutlich weiter nach oben kommen wird.
Wie sehr überrascht Dich der gute Saisonstart des FC Viktoria Köln?
Das ist ja mittlerweile eine unendliche Geschichte. (lacht) Erneut haben viele gute Spieler den Verein verlassen. Dennoch sieht es so aus, als könnte die Viktoria diese Lücken scheinbar problemlos schließen. Der Verein verfolgt eine klare Strategie, die seit Jahren erfolgreich ist. Mich hatte schon der Auftritt beim 3:1 in Stuttgart beeindruckt. Im DFB-Pokal war das Team gegen den 1. FC Nürnberg, den Spitzenreiter der 2. Bundesliga, die bessere Mannschaft und hatte im Elfmeterschießen sogar „Matchball“. Anschließend Preußen Münster zu dominieren und 4:1 zu besiegen, nötigt mir Respekt ab.
Wie wird die Ausrichtung aussehen?
Es ist selbstverständlich unser Ziel, die Heimspiele zu ziehen. Das gilt auch gegen die Viktoria. Allerdings wissen wir, dass eine Herausforderung auf uns wartet. Wir haben uns zuletzt an der Hafenstraße sehr stabil präsentiert, daran wollen wir anknüpfen.
