30. Oktober 2026

Rot-Weiss Essen sucht den konstruktiven Dialog: Gespräche mit Interessenvertretern laufen

Verein nimmt Flyer vom Bündnis Westtribüne als Gesprächsangebot auf und möchte angesprochene Themen gemeinsam erörtern. Eine Lösung mit dem Hafenstübchen wurde bereits realisiert.

Rot-Weiss Essen sucht den konstruktiven Dialog: Gespräche mit Interessenvertretern laufen – Rot-Weiss Essen

Rot-Weiss Essen hat den vom Bündnis Westtribüne am vergangenen Dienstag, 27. Oktober, veröffentlichten Flyer zur Kenntnis genommen und als Gesprächsangebot verstanden. Der Verein befindet sich bereits mit Interessenvertretern im Austausch und ist ausdrücklich bereit, die darin angesprochenen Themen in einem offenen und konstruktiven Dialog zu diskutieren. Hier das Vereinsstatement dazu:

Für den Vorstand ist klar, dass Rot-Weiss Essen mehr ist als eine Fußballmannschaft oder ein Wirtschaftsunternehmen. Das Vereinsleben, die gewachsenen Strukturen, die Tradition und das Engagement seiner Mitglieder und Fans sind wesentliche Bestandteile der Identität des Vereins. Unterschiedliche Meinungen und kritische Auseinandersetzungen gehören dabei zu einem lebendigen Vereinsleben. Entscheidend ist, dass man miteinander spricht und gemeinsam nach Lösungen sucht.

Hafenstübchen ist wichtiger Bestandteil der Vereinskultur – einvernehmliche Lösung wurde gefunden

Insbesondere die Tradition und die Funktion des Hafenstübchens schätzt Rot-Weiss Essen ausdrücklich. Dass diese Verbundenheit nicht nur Lippenbekenntnis ist, hat der Verein auch in den vergangenen Spielzeiten unter Beweis gestellt. So übernimmt Rot-Weiss Essen bereits seit drei Spielzeiten die Organisation und die Kosten für die Straßensperrung sowie die Beseitigung der Glasflaschen im Umfeld.

Richtig ist, dass sich der Verein mit den Verantwortlichen des Hafenstübchens über die Nutzung des RWE-Logos ausgetauscht hat. Diese Gespräche waren von Offenheit und gegenseitigem Respekt geprägt. Zu keinem Zeitpunkt ging es darum, das Hafenstübchen zu übervorteilen oder dessen gewachsene Bedeutung infrage zu stellen. Vielmehr war es dem Verein wichtig, einen rechtlich verlässlichen Rahmen für beide Seiten zu schaffen. Hierzu konnte eine einvernehmliche Lösung erzielt werden.

Schutz der Marke und des Vereinslogos

Generell gilt, dass der Schutz der Marke Rot-Weiss Essen und insbesondere des Vereinslogos eine wichtige Aufgabe des Vereins ist. Als Inhaber der entsprechenden Markenrechte trägt Rot-Weiss Essen Verantwortung dafür, diese Rechte zu schützen und einen rechtlich verlässlichen Rahmen für die Nutzung durch Dritte zu schaffen. Dazu gehören klare, nachvollziehbare und einheitliche Regelungen, die sowohl die Interessen des Vereins als auch die berechtigten Belange der jeweiligen Nutzer berücksichtigen.

Die hierfür erforderlichen Maßnahmen und die grundsätzliche Vorgehensweise wurden vom Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat beschlossen. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, gewachsene Verbindungen oder das Engagement von Fans und Unterstützern infrage zu stellen. Vielmehr sollen klare Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Rechtssicherheit für alle Beteiligten gewährleisten.

Über die konkreten Regelungen und die verschiedenen Möglichkeiten der Nutzung des Vereinslogos wird Rot-Weiss Essen in den kommenden Tagen gesondert informieren.

Überraschung über die aktuelle begleitende Berichterstattung

Überrascht zeigt sich der Vorstand hingegen über die begleitende mediale Berichterstattung. Zum einen wurde dem Verein im Vorfeld keine Gelegenheit gegeben, zu den erhobenen Vorwürfen und angesprochenen Sachverhalten Stellung zu nehmen. Zum anderen entsprechen mehrere darin aufgegriffene Darstellungen aus Sicht des Vereins nicht den tatsächlichen Abläufen.

Die öffentliche Darstellung zeichnet dadurch ein Bild von Rot-Weiss Essen, das weder dem Selbstverständnis des Vereins noch seinem Verständnis von Vereinsleben, Miteinander und gegenseitigem Respekt gerecht wird. Es entsteht vielmehr der Eindruck, dass die Berichterstattung dazu genutzt wird, auf Kosten des Vereins und seiner Fans Aufmerksamkeit und Reichweite zu erzielen.

Der Vorstand möchte sich auf eine solche öffentliche Konfrontation nicht einlassen. Vielmehr steht weiterhin das persönliche Gespräch mit allen Beteiligten im Vordergrund. Die angesprochenen Themen sollen gemeinsam, sachlich und im Interesse von Rot-Weiss Essen erörtert werden.

Denn eines sollte für alle Beteiligten im Mittelpunkt stehen: Niemand ist größer als der Verein. Rot-Weiss Essen lebt von seinen Mitgliedern, seinen Fans, seiner Tradition und dem gemeinsamen Engagement für unseren Verein.