

Sa., 09.07.2022 15:30 Uhr
Eintracht Braunschweig : Rot-Weiss Essen
2 : 2
0 : 1
„Bis an die Grenzen gegangen!“
Rot-Weiss Essen spielt im Elmstadion Schöningen vor 1.700 Zuschauern 2:2 (0:0, 0:1, 0:2) gegen Eintracht Braunschweig. In vier dreißigminütigen Halbzeiten hält das Team von der Hafenstraße den Zweitliga-Aufsteiger in Schach. Die RWE-Treffer erzielen Luca Dürholtz (34.) mit Gefühl und Isaiah Young (85.). „Die Jungs sind nach einem harten Trainingslager bis an ihre Grenzen gegangen“, resümiert Chef-Trainer Christoph Dabrowski nach der Partie.
Am fünften Wesendorf-Tag bestreitet RWE den einzigen Trainingslager-Test. Die als Zweitplatzierter in die 2. Bundesliga aufgestiegenen „Löwen“ aus dem von Schöningen unweit entfernten Braunschweig bitten zum letzten Testlauf, bevor die Bundesliga-Saison in die Startlöcher geht. Keine schlechte Probe für das Dabrowski-Team!
Und gegen die Eintracht, die an diesem Samstag schon soetwas wie die „erste Kapelle“ aufbietet, schlägt sich RWE von Minute 1 an gut. Felix Herzenbruchs ersten Schuss des Spiels fängt Keeper Jasmin Fejzic zwar souverän ab (4.), die leicht favorisierten Niedersachsen haben aber auch keine Gelegenheiten. Einzig Ardian Ibrahmi verzieht einen Distanzversuch (12.). Weil Cedric Harenbrock mit Viertelabpfiff aus 15 Metern beinahe das 1:0 gelingt, – Krauße hatte vor der Linie geklärt – ist der plötzlich auftauchende und mindestens genauso schnell verschwindende Starkregen nicht das größte Highlight der ersten Hälfte.
Was zu gucken gibt’s dafür nach 34 Zeigerumdrehungen. Harenbrock legt raus auf Luca Dürholtz, dessen gefühlvoller Schuss hinter Fejzic in die Maschen fliegt. Routinier Felix Bastians verpasst kurze Zeit später, in Minute 51, aus Nahdistanz nachzulegen. Und auch Braunschweig hat in einer eigenen Drangphase die ersten Gelegenheiten des Spiels, wie Luc Ihorst, der mit einem satten Schuss Jakob Golz’ Gehäuse nur knapp verfehlt (57.).
Nach nahezu vollständiger Rotation beider Traditionsmannschaften, gehören die ersten Chancen des dritten Durchgangs Eintracht Braunschweig. Michael Schultz köpft über das Tor (70.), kurz drauf legt Immanuel Pherai Felix Wienand einen Ball mit den Haarspitzen in die Arme (76.). Die dickste Braunschweiger Gelegenheit bis dahin hat dann letztgenannter „Löwe“. Frei marschiert Pherai auf Wienands Tor zu, ist am rot-weissen Schlussmann eigentlich schon vorbei, dann kratzt Langesberg das Leder von der Linie ans Alu – gut gemacht (81.)! Die RWE-Reaktion folgt auf dem Fuß: Isaiah Young hält aus 15 Metern drauf, abgefälscht kullert die Linie an Fejzic vorbei ins rechte untere Ecke (85.). Und kurz drauf hat der Flügelflitzer die Gelegenheit nachzulegen: Eine Plechaty-Flanke köpft Young nur haarscharf am linken Pfosten vorbei (88.).
Stattdessen schenkt Fabio Kaufmann Wienand ein. Der Joker kriegt die Rübe ins Leder und trifft so aus zentraler Position zum Anschluss ins Tor (95.). Noch dicker kommt’s in der 103. Minute: Lion Lauberbach gleicht nach Pherai-Freistoß im Nachstochern aus. Jetzt sind die vom Trainingslager schweren Beine deutlich spürbar! Doch Berlinski noch einmal mit einer rot-weissen Gelegenheit, Braunschweig wehrt seinen Schuss auf das freie Tor zur Ecke ab (107.). Vorgelegt hatte Leih-Neuzugang Lawrence Ennali, der in Wesendorf von Hannover 96 zu RWE stieß. Munteres Chancen-Ping-Pong zum Abschluss des Testlaufs: Ein Löwe tritt über den Ball und überwindet so Wienand nicht. Der RWE-Schlussmann war eigentlich schon geschlagen. Dann ist Schluss im Aufsteiger-Duell – Braunschweig und Essen trennen sich 2:2. Für Chef-Coach Dabrowski geht das in Ordnung: „Uns hat die Spritzigkeit gefehlt. Dennoch sind wir nicht unverdient in Führung gegangen – wir hatten gute Sequenzen, in denen wir uns Chancen erspielt haben. Bei den Gegentoren waren wir in der Verteidigung nicht konsequent genug.“
Morgen kutschiert der Mannschaftsbus das Dabrowski-Team nun zurück in die Essener Heimat. Vor dem 3. Liga-Start am 23. Juli (Samstag) gegen die SV Elversberg, bittet Alemannia Aachen zur Generalprobe. Das Wiedersehen mit den Ex-Kickern David Sauerland und Felix Heim steigt am Samstag, den 16. Juli. Anstoß am „Tivoli“ ist um 14.00 Uhr.




