Alemannia Aachen – Rot-Weiss EssenRot-Weiss Essen – Rot-Weiss Essen

Sa., 16.07.2022 14:00 Uhr

Alemannia Aachen : Rot-Weiss Essen

1 : 3

0 : 2

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AACHEN-TICKETS AB DIENSTAG ERHÄLTLICH

Rot-Weiss Essen ist am Samstag, den 16. Juli (14.00 Uhr), im Rahmen eines Vorbereitungsspiels zu Gast bei West-Regionalligist Alemannia Aachen. Der Vorverkauf für das Wiedersehen mit den Ex-RWElern David Sauerland und Felix Heim am Tivoli startet am Dienstag (12. Juli), um 14.00 Uhr und erfolgt ausschließlich über den Ticketschalter am Fanshop am an der Hafenstraße.

Für Rot-Weiss Essen ist es der letzte Härtetest, bevor die 3. Liga-Saison am 23. Juli (Sa., 14.00 Uhr, Stadion an der Hafenstraße) gegen die SV Elversberg startet. Wer RWE im Spiel gegen Aachen unterstützen möchte, kann sich sein Sitzplatz-Ticket zum Vollzahlerpreis von 15 Euro (ermäßigt: 10 Euro; Jugendliche [12-17 Jahre]: 5 Euro) sichern. Stehplatz-Eintrittskarten gibt es zum Preis von 10 Euro (Vollzahler) und 5 Euro (ermäßigt). Ermäßigungsberechtigt sind Menschen mit Behinderung, Schüler, Studenten, Azubis, Erwerbslose und Rentner. Die Karte für Rollstuhlfahrer inklusive einer Begleitung kostet 5 Euro.

Auswärtstickets können ausschließlich in bar bezahlt werden.

Traditions-Test steht an!

Bevor bei Rot-Weiss Essen die erste Profifußball-Saison nach ganzen 14 Jahren ansteht, führt die Generalprobe ausgerechnet in die unweit entfernte Vergangenheit. Neu-Chef-Trainer Christoph Dabrowski gastiert mit seinen Schützlingen auf dem traditionsreichen wie modernen „Tivoli“ bei Alemannia Aachen (Sa., 14.00 Uhr).

Zwei Tage gab es für die Essener Drittliga-Profis nach dem anstrengenden Trainingslager frei. Am Mittwoch trafen sich die Rot-Weissen für eine Doppeleinheit wieder. Donnerstag und Freitag wurde jeweils einmal geackert. In der Zwischenzeit fiel eine wegweisende Personalentscheidung: Daniel Heber trägt im Drittliga-Jahr 2022/23 die Kapitänsbinde. Mit dem bedeutenden Amt inne, führte der 28-Jährige Essen durch die Untiefen der letzten Saisonspiele.

Apropos: Genau wegen dieser unbequemen Zeit, dürfte die letzte rot-weisse „Tivoli“-Erinnerung nicht unbedingt positiv behaftet sein. Nach 90 Minuten trennten sich beide Teams 1:1. Faktisch verlor RWE am 10. April in Aachen die Tabellenführung an Preußen Münster. „Extrem enttäuscht“, war nach dem Spiel Mittelfeldmotor Thomas Eisfeld, „wir hatten uns fest vorgenommen, mit drei Punkte nach Hause zu fahren. Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben dann den Faden verloren.“

Ganz grundsätzlich gilt es im Vorbereitungsspiel so etwas wie einen „Tivoli-Bann“ zu bezwingen. Erst eins von acht Aufeinandertreffen im neuen Alemannen-Stadion konnte RWE für sich entscheiden. Nachholbedarf – jetzt als favorisierter Drittligist!

Römling ist Neu-Rot-Weisser

Seine rot-weisse Premiere im Wissen trockener Tinte gibt Moritz Römling. Die Hafenstraßen-Verantwortlichen verpflichteten den 21-Jährigen am Freitag vom Bundesligisten VfL Bochum. Auch Römling kennt den „Tivoli“, war er 2021 bereits an den Wuppertaler SV ausgeliehen. Ein neues Gesicht ist der Leih-Zugang für seine Teamkollegen nicht, ein Kennenlernen gab’s schon in der vergangenen Woche in Wesendorf, als der Außenverteidiger die Fußballschuhe zum Probetraining schnürte.

Wochenend-Vorschau: Traditions-Test! – Rot-Weiss Essen
Moritz Römling spielt das Drittliga-Jahr 2022/23 an der Hafenstraße. (Foto: RWE)

Wiedersehen mit Sauerland und Heim

Kennen tun die RWE-Profis auch zwei Aachener bestens. Das Vorbereitungsspiel wird ein Wiedersehen mit Felix Heim und David Sauerland. Die Fußballer wechselten Anfang der Saison von der Hafenstraße in die Kaiserstadt. Sauerland spielte insgesamt drei Jahre für RWE, Heim einen halben Fußballturnus.

Wochenend-Vorschau: Traditions-Test! – Rot-Weiss Essen
David Sauerland (r.) wurde, wie sein neuer und alter Teamkollege Felix Heim, erst Anfang Juli an der Hafenstraße verabschiedet. (Foto: Heidelberg / Breilmannswiese)

Gute Vorbereitungsbilanz

Die Partie am „Tivoli“ wird das letzte RWE-Vorbereitungs-Duell vor dem Saisonauftakt. Bisher gestaltete Essen die Sommerphase erfolgreich. Eine Woche nach dem mit 3.000 Zuschauern überragend besuchten öffentlichen Trainingsstart, gewann Rot-Weiss die Partien gegen Regionalliga-Aufsteiger Kickers Emden und eine Auswahl aus dem ostfriesischen Rheiderland jeweils 5:0. Lokalmatador ETB SW Essen besiegte man 2:0. Vom favorisierten Bundesligisten Borussia Mönchengladbach trennte RWE sich an der Hafenstraße 2:4, gegen Zweitligist Eintracht Braunschweig sprang im 120-minütigen XXL-Test ein 2:2 heraus.

Das Drittliga-Jahr beginnt schließlich am kommenden Samstag. RWE empfängt die SV Elversberg im Stadion an der Hafenstraße (14.00 Uhr). In der zweiwöchigen DFB-Pokal-Ligapause testet das Dabrowski-Team gegen die SpVg Schonnebeck (14.00 Uhr, BSA Bäuminghausstr.). Im Anschluss bittet der MSV Duisburg zum glorreichen Ruhrpott-Traditionskick. Unter erstrahlendem Flutlicht ist am Freitag, den 05. August, um 19.00 Uhr (live auf MAGENTA SPORT), Anstoß.

 

Drei zum Vorbereitungs-Abschluss

Rot-Weiss Essen gewinnt das Spiel gegen den West-Regionalligisten Alemannia Aachen mit 3:1 (2:0). Im letzten Testduell vor dem 3. Liga-Start treffen Simon Engelmann (67.) sowie Ron Berlinski doppelt (29. / 47.). Die 2.700 Zuschauer am „Tivoli“ erleben ein aktives und dominantes RWE-Spiel. Das sieht auch Chef-Trainer Christoph Dabrowski so: „Mit dem 3:1 kann ich natürlich leben, auch wenn wir uns vorgenommen haben, kein Gegentor zu kassieren.“

Bevor nach 14 Jahren die Profifußball-Bühne endlich betreten wird, führt die Sommer-Vorbereitung das Hafenstraßen-Team „zurück in die Zukunft“. Drei Monate nach dem letzten Gastspiel in der Kaiserstadt (1:1) mit äußerst bitterem Ausgang, – hier am „Tivoli“ verlor RWE zwischenzeitlich die Tabellenführung – bittet Aachen erneut zum Kräftemessen. 

Den besseren Start in die 90 Minuten erwischt Rot-Weiss Essen. Harenbrock legt quer auf Young, um dessen abgefälschten Schuss aus zwölf Metern zu parieren muss sich Alemannia-Keeper Yannik Bangsow gehörig bemühen (2.), genauso wie bei Björn Rothers Versuch von der Strafraumgrenze (16.). Löst der Schlussmann diese Szenen noch gut, wird er nach 29 Zeigerumdrehungen durch Berlinskis engagiertes Anlaufen zu einem Fehlpass auf Rother gezwungen. Der Sechser legt wiederum quer auf Young, dessen Anspiel an Bangsow vorbei in den Füßen von Berlinski landet. Der neue Knipser schiebt im Fallen zur Führung ein. Weil vor der Pause Loubongo nach Harenbrocks sehenswertem Chipball nur der Alu trifft (43.) und Imbongo mit einem Distanzschuss Golz nur zur Parade zwingt und nicht überwindet (31.), geht’s mit der 1:0-Führung in die Halbzeitkabinen.

Und auch in der zweiten Hälfte ist RWE von Beginn an die präsentere Mannschaft. Der eingewechselte Ennali schlägt die Kugel lang auf Berlinski und der köpft zum Doppelpack ein (47.). Kurz drauf klingelt’s im anderen Kasten: Mause trifft aus 15 Metern sehenswert mit Innenpfosten-Einsatz (52.). Fuat Kilic scheint seine Aachener motiviert zu haben, die zweite Hälfte aktiver anzugehen. Schwermann verfehlt Golz’ Tor nur knapp (64.). Doch wie Fußball so ist, „belohnt“ RWE das Offensivspiel der Gäste mit einem Gegentreffer: Joker Simon Engelmann feuert einen Standard, der über den Umweg Felix Bastians zu ihm gelangt ist, in die Maschen (67.). Eine aussichtsreiche Freistoßgelegenheit setzt Kefkir in die Mauer (84.), dann ist Feierabend. Essen gewinnt den finalen Test mit 3:1.

Überbewerten möchte Dabrowski den Aufgalopp vor Saisonbeginn gegen die SV Elversberg (Sa., 23. Juli, 14.00 Uhr) nicht. Der erfahrene Ex-Profi weiß: „Es gibt Vereine, die bekommen auf die Mütze und sind dann im ersten Spiel voll da. Ich bin zufrieden mit der intensiven Vorbereitung, in der die Jungs gut gearbeitet haben. Mit dieser Phase ist die Entwicklung aber keinesfalls vorbei – es geht weiter. “

RWE: Golz – Herzenbruch, Bastians (72. Rios Alonso), Rother (72. Dürholtz), Harenbrock (68. Holzweiler), Berlinski (60. Engelmann), Heber, Plechaty (68. Sponsel), Loubongo (46. Ennali), Young (60 Kefkir), Tarnat (46. Eisfeld)
Tore: Berlinski (29./47.), Engelmann (67.) – Mause (52.)
Gelbe Karten: Young (33.), Rother (58.)  – Imbongo (66.), Oeßwein (83.)

Stimmen zum Spiel

Mit dem 3:1 kann ich natürlich leben, auch wenn wir uns vorgenommen haben, kein Gegentor zu kassieren.

Die erste Halbzeit war besser, als die zweite. Wir müssen an einigen Stellschrauben drehen, aber es ist gut, dass die Antennen vor dem Saisonstart gespitzt sind. Wir wollen jetzt die Wettkampfgier aufbauen und Samstag gegen Elversberg voll da sein.

Ich möchte einen letzten Test nicht überbewerten. Es gibt Vereine, die bekommen auf die Mütze und sind dann im ersten Spiel voll da. Ich bin zufrieden mit der intensiven Vorbereitung, in der die Jungs gut gearbeitet haben. Mit dieser Phase ist die Entwicklung aber keinesfalls vorbei – es geht weiter.

Christoph Dabrowski (Chef-Trainer RWE)

In der ersten Halbzeit haben wir das umgesetzt, was wir uns erarbeitet haben. Die Tore waren schön heraus gespielt. Vielleicht können wir besser anlaufen und weniger passiv an manche Situationen herangehen.

Nach dem Gegentor hat Aachen uns etwas nach hinten rein gedrückt. Mit dem 3:1 ist wieder ein Schalter angegangen, sodass wir aus dem eigenen Sechzehnmeterraum herausgekommen sind. Das Pressing können wir besser machen – nicht über 45 oder 60, sondern über 90 Minuten!

Zum ersten Ligaspiel am kommenden Samstag: Auf den Saisonauftakt freut sich jeder. Die Euphorie wird da sein und die Fans werden uns tragen.

Daniel Heber (Abwehrspieler und Kapitän RWE)