Borussia M;gladbach U23 – Rot-Weiss EssenRot-Weiss Essen – Rot-Weiss Essen

Borussia M;gladbach U23

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Rot-Weiss Essen

Fr. 05.11. 19:00 Uhr

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GEGEN GLADBACH IM BORUSSIA-PARK

Aufgepasst, Rot-Weiss-Essen-Fans: Statt wie bisher vorgesehen im Grenzlandstadion, wird das Regionalliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbachs U23 im BORUSSIA-PARK, der Heimat der Bundesliga-Mannschaft des Gastgebers, stattfinden. Der Spieltermin, der 05. November (19.00 Uhr) bleibt gleich. Tickets für das Spiel gibt es an einer Sonderkasse vor sowie nach dem Spiel gegen Alemannia Aachen hinter Block W1 (WAZ-Westkurve). Ab Dienstag sind Eintrittskarten dann, je nach Verfügbarkeit, im Fanshop an der Hafenstraße erhältlich.

Aus der Spielortänderung ergeben sich auch neue Preise: Sitzplatzkarten sind zum Preis von 16 Euro (ermäßigt: 8,50 Euro) erhältlich, Stehplatztickets kosten 10,50 Euro (ermäßigt: 5,50 Euro). Die Preise verstehen sich inkl. VVK-Gebühr, die Bezahlung ist sowohl im Fanshop, als auch an der Sonderkasse nur in bar möglich. Weitere Informationen zum Erwerb von Auswärtskarten für das Mönchengladbach-Spiel finden Rot-Weisse hier.

FLUTLICHTSPIEL AUF BUNDESLIGA-BÜHNE

Die Nachricht kam erst in der letzten Woche: Borussia Mönchengladbach empfängt Rot-Weiss Essen nicht im heimischen Grenzlandstadion, das Regionalliga-Duell am Freitag (19.00 Uhr) wird im großen BORUSSIA-PARK ausgetragen. Dort, wo sonst die Bundesligastars Kramer, Zakaria, Stindl und co. auftreten, erstrahlt das Flutlicht für das Niederrhein-Aufeinandertreffen. Bundesliga-Stimmung für Christian Neidhart und seine Mannschaft!

Schon 2015 gastierte Rot-Weiss einmal in der Anfang der 2000er-Jahre eröffneten Arena, unter Sven Demandt endete die Partie 0:1. Wiedergutmachungsbedarf im Wohnzimmer der „Fohlen“!
Maximal 59.749 Zuschauer können im BORUSSIA-PARK zu Fußballspielen einkehren, damit würde in Mönchengladbach in der Theorie rund dreimal die Hafenstraße einen Platz finden. Und auch wenn die Kulisse rein praktisch wohl nicht ganz so groß wird, eins ist klar: Reichlich Auswärtsfans wird RWE mitbringen, das ließen lange Fanshop-Schlangen am Dienstag- und Mittwochmittag und eine prallvolle Sonderkasse zum Aachen-Heimspiel vermuten.

Flutlichtspiel auf Bundesliga-Bühne – Rot-Weiss Essen
Schon 2015 gastierte RWE im Bundesligastadion.

Rein sportlich war die Formkurve der Gladbacher zuletzt recht wechselhaft. Nachdem der Saisonstart mit zwei Siegen und drei Niederlagen eher durchwachsen über die Bühne gegangen war, hatte die Mannschaft von Trainer Heiko Vogel zwischenzeitlich sechs Partien lang nicht verloren und dabei vier Siege in Serie eingefahren. Zuletzt geriet der Motor mit drei Niederlagen hintereinander beim abstiegsbedrohten Nachbarn FC Wegberg-Beeck (0:1), gegen den SV Rödinghausen (1:2) sowie bei RW Ahlen (3:1) aber wieder ins Stottern.

Vogel ist in Mönchengladbach seit Sommer 2020 im Amt. Der 45-Jährige bringt dabei ein breites Spektrum an Erfahrungen mit. Seine Trainerkarriere hatte er im Nachwuchsbereich des FC Bayern München begonnen, landete über die Junioren des FC Ingolstadt 04 in der Schweiz beim FC Basel. Dort war er zuerst als Interimstrainer und anschließend als Cheftrainer tätig. Unter anderem wurde Vogel mit den Schweizern Meister und Pokalsieger, war auch in der Champions League an der Seitenlinie verantwortlich. Danach kehrte er zum Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern zurück. Weitere Stationen waren Sturm Graz (Pokalsieger in Österreich) und der damalige Drittligist KFC Uerdingen 05.

Flutlichtspiel auf Bundesliga-Bühne – Rot-Weiss Essen
Heiko Vogel coacht Gladbach seit Sommer 2020.

Dass die U23 von Borussia Mönchengladbach mittlerweile ihre zehnte Saison in der Regionalliga West absolviert, macht sich auch in der „Ewigen Tabelle“ bemerkbar. Gladbach rangiert auf dem dritten Rang. Nur die beiden Traditionsvereine RWE und Rot-Weiß Oberhausen haben in der West-Staffel der fünfgleisigen 4. Liga noch mehr Punkte eingefahren als die Gladbacher.

Auswärts ein Heimspiel

Jetzt schlägt’s 13! Nach dem 2:1 (2:1)-Auswärtserfolg bei der U23 von Borussia Mönchengladbach am 15. Spieltag in der Regionalliga West ist Spitzenreiter Rot-Weiss Essen bereits seit 13 Ligaspielen unbesiegt, holte in dieser Phase 31 von 39 möglichen Punkten und hält die ebenfalls erfolgreichen Verfolger weiterhin auf Distanz. Vor 2.952 Zuschauern im großen Gladbacher BORUSSIA-PARK, in dem die deutlich mehr als 2.000 mitgereisten RWE-Fans für Heimspiel-Atmosphäre sorgten, brachte Mittelfeldspieler Erolind Krasniqi (23./28.) die Rot-Weissen wenige Tage nach seiner erstmaligen Berufung in die U21-Nationalmannschaft des Kosovo mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße. Gladbachs Kapitän Michel Lieder (45., Foulelfmeter) sorgte kurz vor der Pause für den Anschlusstreffer. Dabei blieb es bis zum Abpfiff. „In der ersten Halbzeit hatten wir eine gute Laufbereitschaft und haben fantastische Tore geschossen. Was mich ärgert: Der Gegner war nicht einmal vor dem Tor, hat aber trotzdem einen Treffer gemacht. Danach war – auch in der zweiten Hälfte – die Sicherheit weg. Wir haben weniger gut Fußball gespielt, dafür aber gut verteidigt. Außer zwei Schüsse aus der zweiten Reihe kam nicht viel Gefahr von Mönchengladbach“, so RWE-Chef-Trainer Neidhart nach dem Spiel.

Langesberg und Dürholtz neu in der Startelf
Im Vergleich zum dramatischen Last-Minute-Heimsieg gegen Alemannia Aachen (2:1) hatte Christian Neidhart zwei Veränderungen in seiner Anfangsformation vorgenommen. Für den leicht angeschlagenen Sandro Plechaty (Oberschenkelprobleme) rückte Yannick Langesberg von Beginn an in die Abwehrkette. Für den Neuzugang vom Drittligisten SC Verl war es der erste Startelf-Einsatz seit dem 2. Spieltag (1:4 gegen den SV Straelen). Er spielte auch 90 Minuten durch.

Im Mittelfeld kehrte Luca Dürholtz (für Niklas Tarnat) in die Mannschaft zurück. Für Flügelstürmer Oguzhan Kefkir, der sich bei seinem Kurzeinsatz gegen Aachen einen Innenbandriss im Knie zugezogen hatte und deshalb bis zum Jahresende ausfällt, wurde U 19-Talent Mustafa Kourouma in den Kader der ersten Mannschaft berufen.

Krasniqi lässt Kersken zweimal keine Chance
Die Essener legten von Beginn an einen couragierten Auftritt hin, setzten die Borussia mächtig unter Druck und kamen auch schnell zu ersten Möglichkeiten. So kam Felix Bastians, der sich auf der linken Seite immer wieder in die Offensive einschaltete, zum Abschluss und verfehlte das Gladbacher Tor per Kopfball nur knapp. Zlatko Janjic, der im Sturmzentrum erneut den Vorzug vor Simon Engelmann erhalten hatte, scheiterte zweimal am ehemaligen Rot-Weissen Jonas Kersken im Gladbacher Gehäuse. Auf der Gegenseite hatte Daniel Davari bei einem Versuch von Steffen Meuer keine Mühe.

Der Führungstreffer, den Erolind Krasniqi (23.) nach einer Ablage von Zlatko Janjic markierte, ging daher auch vollauf in Ordnung. Nur fünf Minuten später legte Krasniqi, dem die Berufung in die U 21-Nationalmannschaft des Kosovo offenbar weiteren Auftrieb gegeben hat, auch noch das 2:0 (28.) nach. Dabei glänzte Isaiah Young mit einer starken Einzelleistung als Vorbereiter. Jonas Kersken war jeweils machtlos.

Auch nach dem zweiten Tor hatten die Rot-Weissen scheinbar alles unter Kontrolle und waren dem 3:0 zunächst näher als die Borussia dem Anschluss. Kurz vor der Pause schlugen die Gastgeber dann aber doch zu. Nachdem Yannick Langesberg seinen Gegenspieler Mika Schroers im Strafraum zu Fall gebracht hatte, entschied Schiedsrichter Florian Exner (Beelen) auf Foulelfmeter. Gladbachs Spielführer Michel Lieder (45.) verwandelte den Strafstoß souverän zum 2:1

Recht ruppige Partie mit acht Gelben Karten
In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit hätte das Neidhart-Team schnell für klare Verhältnisse sorgen können. Kapitän Dennis Grote verfehlte das Tor der Borussia jedoch per Kopfball nach einer Ecke von Luca Dürholtz knapp. Nur zwei Minuten später scheiterte Zlatko Janjic mit einem Schuss aus der Drehung aus kurzer Entfernung an Jonas Kersken.

Insgesamt leisteten die Gladbacher nach der Pause jedoch deutlich mehr Gegenwehr, gingen auch recht rustikal zur Sache. Die Rot-Weissen hielten dagegen. Am Ende hatten beide Teams jeweils vier Gelbe Karten auf dem Konto. Davon verschont blieben die beiden RWE-Innenverteidiger Felix Herzenbruch und José-Enrique Rios Alonso, die in dieser Saison bereits viermal verwarnt wurden und bei einer weiteren Gelben Karte eine Zwangspause hätten einlegen müssen.

Nach einer knappen Stunde wechselte der RWE-Trainer Felix Heim für Isaiah Young ein. Wenig später folgten Niklas Tarnat (für den verwarnten Luca Dürholtz) und Sandro Plechaty (für Doppelpacker Erolind Krasniqi). Dennoch gewann die Gladbacher U 23 nach und nach mehr Spielanteile und bemühte sich um den Ausgleich. Wirklich hochkarätige Tormöglichkeiten ließ die RWE-Abwehr aber nicht zu.

In der Schlussphase kam auch noch Torjäger Simon Engelmann (für Cedric Harenbrock) in die Partie und leitete gleich eine weitere Großchance ein. Die folgende Hereingabe von Felix Heim konnte Zlatko Janjic jedoch nicht verwerten. Sein Schuss ging drüber. In der Nachspielzeit hatte Felix Heim selbst noch die Möglichkeit, für die Entscheidung zu sorgen, scheiterte jedoch nach einem schnellen Konter an Jonas Kersken. Kurz danach war jedoch Schluss und der zehnte Saisonsieg im 15. Spiel endgültig Gewissheit. „Freitagabends mit dieser Kulisse und diesen guten Bedingungen vorzulegen tut uns gut“, freut sich Neidhart nach dem Match.

Für RWE geht es am nächsten Samstag (13. November) ab 14.00 Uhr mit dem Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte weiter. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit dem früheren RWE-Kapitän Timo Brauer, der jetzt auch bei den Tecklenburgern die Spielführer-Binde trägt.

Stimmen zum Spiel

In der ersten Halbzeit hatten wir eine gute Laufbereitschaft und haben fantastische Tore geschossen. Was mich ärgert: Der Gegner war nicht einmal vor dem Tor, hat aber trotzdem einen Treffer gemacht. Danach war – auch in der zweiten Hälfte – die Sicherheit weg. Wir haben weniger gut Fußball gespielt, dafür aber gut verteidigt. Außer zwei Schüsse aus der zweiten Reihe kam nicht viel Gefahr von Mönchengladbach.

Freitagabends mit dieser Kulisse und diesen guten Bedingungen vorzulegen tut uns gut.

Christian Neidhart (Chef-Trainer RWE)

Das hat mich natürlich gefreut, der Mannschaft mit meinem Doppelpack zu helfen. Wichtiger: Egal wer das Tor schießt, in der Mannschaft kämpft jeder für jeden. Wir sind eine Einheit und haben so einen guten Teamgeist!

Erolind Krasniqi

Wir hatten das Spiel in der ersten Halbzeit im Griff, hätten das eine oder andere Tor mehr schießen können. Dass so ein Elfmeter ärgerlich ist, das wissen wir alle. Nichtsdestotrotz haben wir gut gespielt.

Sandro Plechaty