Fortuna Düsseldorf U23 – Rot-Weiss EssenRot-Weiss Essen – Rot-Weiss Essen

Mi., 27.10.2021 19:30 Uhr

Fortuna Düsseldorf U23 : Rot-Weiss Essen

3 : 3

3 : 1

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Moral bewiesen

Tabellenführer Rot-Weiss Essen legte in der Regionalliga West eine spektakuläre Aufholjagd hin. In einer Nachholpartie vom 5. Spieltag kam das Team von Trainer Christian Neidhart nach einem frühen 0:3-Rückstand bei der U23 von Fortuna Düsseldorf noch zu einem 3:3 (1:3) und blieb damit zum elften Mal hintereinander ungeschlagen. Mit dem dritten Remis in Serie vergrößerten die Essener ihren Vorsprung an der Tabellenspitze vor den ersten Verfolgern Wuppertaler SV und Fortuna Köln auf zwei Punkte. Weil gleichzeitig Rot-Weiß Oberhausen bei den Sportfreunden Lotte 2:1 (1:1) gewann, trennen Platz eins und fünf gerade einmal drei Zähler. Vor 1695 Zuschauern am Flinger Broich gerieten die Rot-Weissen durch drei frühe Fortuna-Treffer von Tim Köther (7.) und Lex Tyger Lobinger (12./18.) deutlich in Rückstand. Simon Engelmann (37.) brachte den Spitzenreiter vor der Pause wieder heran. In der zweiten Halbzeit bewies RWE-Trainer Neidhart ein glückliches Händchen, denn die weiteren Treffer gingen auf das Konto der eingewechselten Zlatko Janjic (72.) und Erolind Krasniqi (75.).

Cedric Harenbrock zurück in der Startformation
Im Vergleich zum 1:1 bei der U21 des 1. FC Köln nahm Christian Neidhart nur eine Veränderung in seiner Anfangsformation vor. Für Niklas Tarnat, der in Köln sein Startelf-Debüt gegeben hatte, lief Cedric Harenbrock von Beginn an im offensiven Mittelfeld auf. In den Kader kehrte U 19-Kapitän Guiliano Zimmerling nach überstandener Verletzung zurück, kam aber nicht zum Einsatz.

Schockstarre nach Rückstand – dann Powerplay
RWE begann im traditionsreichen Paul-Janes-Stadion eigentlich recht gut, spielte in den ersten Minuten druckvoll nach vorn, ohne jedoch zu einem Abschluss zu kommen. Vor allem der aktive Isaiah Young hatte direkt einige gute Szenen. Der überraschende 0:1-Rückstand, für den Tim Köther (7.) mit einem von RWE-Torhüter Daniel Davari offenbar unterschätzten „Kullerball“ ins lange Eck sorgte, versetzte die Essener jedoch für eine Viertelstunde in eine Art Schockstarre. Das nutzten die Fortunen eiskalt aus. „Maskenmann“ Lex Tyger Lobinger (12./18.), der zunächst nach einer langen Flanke per Kopfball erfolgreich war und dann einen schnellen Konter mit einem Flachschuss ins verlassene Tor abschloss, stellte auf 3:0. Dass Tim Köther beim dritten Treffer aus stark abseitsverdächtiger Position für Lobinger auflegte, hatte das Schiedsrichter-Gespann anders gesehen.

Plötzlich schüttelten sich die Rot-Weissen jedoch und kamen eindrucksvoll ins Spiel zurück. Bei der bis dahin besten Torchance scheiterte Innenverteidiger Felix Herzenbruch zwar noch mit einem Kopfball aus ganz kurzer Entfernung an Fortuna-Schlussmann Dennis Gorka. Das war aber das Signal für ein echtes Powerplay, das unsere Mannschaft bis zur Pause aufzog.

Mit seinem siebten Saisontreffer ließ Simon Engelmann (37.) nach glänzender Vorarbeit von Dennis Grote, Isaiah Young und schließlich Cedric Harenbrock wieder Hoffnung aufkeimen. Bei weiteren „Hochkarätern“ durch einen Harenbrock-Kopfball, den Gorka glänzend entschärfte, sowie Oguzhan Kefkir, der zu hoch zielte, und Isaiah Young, der in aussichtsreicher Position nicht selbst abschloss, war bis zur Pause noch wesentlich mehr als „nur“ der hochverdiente Anschlusstreffer möglich.

„Joker“ Zlatko Janjic und Erolind Krasniqi stechen
In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit gelang es den Rot-Weissen zunächst nicht, den Druck so hochzuhalten wie kurz vor der Pause. Das sollte sich im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs jedoch ändern. Nach etwa einer Stunde gab es fast wieder Chancen im Minutentakt. So rettete Dennis Gorka glänzend gegen Simon Engelmann und den eingewechselten Zlatko Janjic, ein Kopfball von „Engel“ ging über das Tor.

Wenig später war „Joker“ Zlatko Janjic (72.) dann aber zur Stelle und drückte einen mustergültigen Querpass von Sandro Plechaty über die Linie, ehe der ebenfalls eingewechselte Erolind Krasniqi (75.) mit einem Traumtor aus mehr als 20 Metern sogar für den verdienten Ausgleich sorgte.

In der Schlussphase ging es in einem offenen Schlagabtausch hin und her. Beide Teams hatten noch einige gute Möglichkeiten zum Siegtreffer. Die besten Chancen hatten Tim Köther, dessen Versuch Daniel Davari jedoch mit einem glänzenden Reflex an die Latte lenkte, und auf der anderen Seite Zlatko Janjic, dessen Kopfball nach einer Maßflanke des ebenfalls eingewechselten Sascha Voelcke sein Ziel knapp verfehlte.

Für RWE geht es bereits am kommenden Samstag (30. Oktober) ab 14.00 Uhr mit dem Traditionsduell gegen Alemannia Aachen weiter. Für die Gäste ist es die erste Ligapartie nach der Trennung vom bisherigen Cheftrainer Patrick Helmes. Unter der Regie von Interimstrainer Uwe Grauer, zuvor Assistent von Ex-Nationalspieler Helmes, setzten sich die Schwarz-Gelben am Mittwochabend in der ersten Runde des Mittelrheinpokals beim Oberligisten FC Viktoria Arnoldsweiler 2:1 (1:0) durch und sammelten weniger Tage nach der 1:4-Heimniederlage gegen Rot Weiss Ahlen neues Selbstvertrauen.