Fortuna Düsseldorf U23 – Rot-Weiss EssenRot-Weiss Essen – Rot-Weiss Essen

Fortuna Düsseldorf U23

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Rot-Weiss Essen

Mi. 27.10. 19:30 Uhr

3 - 3

3 - 1

TicketsGegnerinfosSpielberichtStimmen

Tickets für Düsseldorf und Köln erhältlich

Nach dem Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück (Sa., 16. Okt, 14.00 Uhr, Tageskassen geöffnet) bitten in der Regionalliga zwei Reserve-Teams Rot-Weiss Essen zum Duell. Los geht der 2. Mannschafts-Doppelpack am 23. Oktober gegen die 1. FC Köln U21 (14.00 Uhr, Franz-Kremer-Stadion), am Mittwoch, den 27. Oktober (19.30 Uhr) spielt Essen dann im Düsseldorfer Paul-Janes-Stadion bei der Fortuna U23 vor. Auswärtskarten für beide Spiele sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich. „Unter’m Strich, klammert man diese ersten 15 Minuten raus, eine tolle Moral von uns, wir haben alles reingeworfen und viel investiert. Wir sind nicht zufrieden, aber das musst du auch erstmal leisten“, resümiert Chef-Coach Christian Neidhart.

Wenn RWE bei den Kölner „Geißböcken“ gastiert, gilt im Stadion die 2G-Regel: Wer mitreisen möchte, muss dementsprechend entweder seit 14 Tagen vollständig geimpft oder alternativ genesen sein. Erhältlich sind sowohl Sitzplatz-Tickets für 11 Euro inkl. VVK-Gebühr als auch Stehplatz-Karten für 5,50 Euro inkl. VVK-Gebühr. RWE hat hier 970 Eintrittskarten zur Verfügung.

Wer das Gastspiel gegen die Fortuna U23 besuchen möchte, der muss nach behördlichen Vorgaben in Düsseldorf beim Erwerb persönliche Daten hinterlegen. Es werden nur die Daten des Käufers erhoben. Entsprechende Informationen werden außerdem von Rot-Weiss Essen nur herausgegeben, sollte es zu einer Corona-Kontaktnachverfolgung kommen. Es gilt die 3G-Regel, der Schnelltest darf allerdings abweichend zu der Regelung an der Hafenstraße maximal 24 Stunden alt sein. Auch hier sind Sitzplatz-Eintrittskarten für 11 Euro inkl. VVK-Gebühr erhältlich, Stehplatz-Tickets kosten 5,50 Euro inkl. VVK-Gebühr, RWE steht ein Kontingent von 1200 Eintrittskarten zur Verfügung.

Tickets im Fanshop an der Hafenstraße und an einer Sonderkasse

Rot-Weisse können sich ab sofort Eintrittskarten im Fanshop an der Hafenstraße sichern. Die Bezahlung ist ausschließlich in bar möglich. Tickets für beide Gastduelle sind außerdem nach dem Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück an einer Sonderkasse hinter der WAZ-Westkurve erhältlich.

„Ruhiger Flug“ erwünscht

Die Stadt mit einem der wichtigsten Flughäfen des Landes ist das Ziel von Rot-Weiss Essen am Mittwoch, 27. Oktober. Bei Fortuna Düsseldorf steigt ab 19.30 Uhr die Nachholpartie vom 5. Spieltag. Die Landeshauptstädter wollen „Turbulenzen“ in dieser Saison unbedingt vermeiden und sich möglichst weit weg von der Abstiegszone halten. Der Saisonstart kann sich mit 21 Punkten aus zwölf Partien – trotz des jüngsten 2:5 beim SV Lippstadt – durchaus sehen lassen und lässt den Wunsch von Trainer Nico Michaty nach einem „ruhigen Flug“ durch die Liga realistisch erscheinen.

Ein stabiles Fundament hatte die Fortuna gleich zu Beginn gelegt. Drei Siege aus den ersten drei Begegnungen standen in der Start-Bilanz. Es folgten zwei Unentschieden und erst dann die erste von bisher zwei Niederlagen beim 1:2 gegen den Wuppertaler SV.

Seit Anfang der Saison zählt auch Ex-Essener Nicolas Hirschberger zum Fortuna-Aufgebot. Der Mittelfeldmann, der ausgerechnet am Flinger Broich seine Torpremiere in der Regionalliga und für RWE feierte (34. Spieltag, Saison 2018/2019), wechselte Anfang der Saison vom VfB Homberg ins Michaty-Team. Ein glückliches Händchen der Landeshauptstädter, wie sich herausstellt: Hirschberger kommt in elf Einsätzen auf fünf Torbeteiligungen.

Eine wichtige Rolle für Düsseldorfs U23-Trainer Nico Michaty und das Team spielt nach wie vor Oliver Fink – trotz oder gerade wegen seines fortgeschrittenen Fußball-Alters von 39 Jahren. Der Mittelfeld-Routinier gehört zu den Stammkräften, bringt seine Erfahrung ein und ist obendrein auch noch torgefährlich (zwei Saisontreffer, eine Vorlage).

Fink, der seinen Vertrag im Mai um ein weiteres Jahr verlängerte, spielt aktuell seine 14. Saison bei der Fortuna – und er bleibt dem Klub treu. Fink unterstützt den Traditionsverein ab dem 1. Oktober 2022 als festangestellter Mitarbeiter im Nachwuchsleistungszentrum und wird dem Klub damit auch nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn erhalten bleiben.

Bereits im Sommer 2009 war Oliver Fink von der SpVgg Unterhaching zur Fortuna gewechselt. In den folgenden Jahren wurde er zum Führungsspieler, Publikumsliebling und Kapitän. 273 Pflichtspiele (24 Tore) absolvierte Fink für die Fortuna-Profis. Im vorletzten Sommer wechselte Fink in die U23 der Fortuna und füllte von da an die Rolle des „Leitwolfs“ in der jungen Regionalliga-Mannschaft aus.

Fortuna-Nachwuchsdirektor Frank Schaefer erklärt: „Die Unterschrift von Oliver Fink hat für uns in doppelter Hinsicht große Bedeutung. Zum einen, weil er die ihm zugedachte Rolle als Führungsspieler der U23 in überragender Art und Weise ausfüllt und auch in der dieser Saison ein elementarer Eckpfeiler unseres jungen Teams sein wird. Zum anderen freuen wir uns schon sehr, ihn ab Oktober 2022 als Mitarbeiter in unserem NLZ zu begrüßen.“

Wie wichtig Fink für das U23-Team ist, wurde beispielsweise auch in der letzten Saison deutlich, dass er im Hinspiel gegen RWE an der Hafenstraße wegen eines Formfehlers beim Ausfüllen des Online-Spielberichts kurzfristig passen musste. Ohne Fink unterlag die Fortuna in Essen 0:2. Vor eigenem Publikum am Flinger Broich kam das Michaty-Team dann im Rückspiel – mit Oliver Fink in der Startformation – zu einem 3:0-Erfolg gegen die Rot-Weissen, die alles daransetzen werden, diesmal in Düsseldorf erfolgreicher zu sein und damit den eigenen „Höhenflug“ fortzusetzen.

Moral bewiesen

Tabellenführer Rot-Weiss Essen legte in der Regionalliga West eine spektakuläre Aufholjagd hin. In einer Nachholpartie vom 5. Spieltag kam das Team von Trainer Christian Neidhart nach einem frühen 0:3-Rückstand bei der U23 von Fortuna Düsseldorf noch zu einem 3:3 (1:3) und blieb damit zum elften Mal hintereinander ungeschlagen. Mit dem dritten Remis in Serie vergrößerten die Essener ihren Vorsprung an der Tabellenspitze vor den ersten Verfolgern Wuppertaler SV und Fortuna Köln auf zwei Punkte. Weil gleichzeitig Rot-Weiß Oberhausen bei den Sportfreunden Lotte 2:1 (1:1) gewann, trennen Platz eins und fünf gerade einmal drei Zähler. Vor 1695 Zuschauern am Flinger Broich gerieten die Rot-Weissen durch drei frühe Fortuna-Treffer von Tim Köther (7.) und Lex Tyger Lobinger (12./18.) deutlich in Rückstand. Simon Engelmann (37.) brachte den Spitzenreiter vor der Pause wieder heran. In der zweiten Halbzeit bewies RWE-Trainer Neidhart ein glückliches Händchen, denn die weiteren Treffer gingen auf das Konto der eingewechselten Zlatko Janjic (72.) und Erolind Krasniqi (75.).

Cedric Harenbrock zurück in der Startformation
Im Vergleich zum 1:1 bei der U21 des 1. FC Köln nahm Christian Neidhart nur eine Veränderung in seiner Anfangsformation vor. Für Niklas Tarnat, der in Köln sein Startelf-Debüt gegeben hatte, lief Cedric Harenbrock von Beginn an im offensiven Mittelfeld auf. In den Kader kehrte U 19-Kapitän Guiliano Zimmerling nach überstandener Verletzung zurück, kam aber nicht zum Einsatz.

Schockstarre nach Rückstand – dann Powerplay
RWE begann im traditionsreichen Paul-Janes-Stadion eigentlich recht gut, spielte in den ersten Minuten druckvoll nach vorn, ohne jedoch zu einem Abschluss zu kommen. Vor allem der aktive Isaiah Young hatte direkt einige gute Szenen. Der überraschende 0:1-Rückstand, für den Tim Köther (7.) mit einem von RWE-Torhüter Daniel Davari offenbar unterschätzten „Kullerball“ ins lange Eck sorgte, versetzte die Essener jedoch für eine Viertelstunde in eine Art Schockstarre. Das nutzten die Fortunen eiskalt aus. „Maskenmann“ Lex Tyger Lobinger (12./18.), der zunächst nach einer langen Flanke per Kopfball erfolgreich war und dann einen schnellen Konter mit einem Flachschuss ins verlassene Tor abschloss, stellte auf 3:0. Dass Tim Köther beim dritten Treffer aus stark abseitsverdächtiger Position für Lobinger auflegte, hatte das Schiedsrichter-Gespann anders gesehen.

Plötzlich schüttelten sich die Rot-Weissen jedoch und kamen eindrucksvoll ins Spiel zurück. Bei der bis dahin besten Torchance scheiterte Innenverteidiger Felix Herzenbruch zwar noch mit einem Kopfball aus ganz kurzer Entfernung an Fortuna-Schlussmann Dennis Gorka. Das war aber das Signal für ein echtes Powerplay, das unsere Mannschaft bis zur Pause aufzog.

Mit seinem siebten Saisontreffer ließ Simon Engelmann (37.) nach glänzender Vorarbeit von Dennis Grote, Isaiah Young und schließlich Cedric Harenbrock wieder Hoffnung aufkeimen. Bei weiteren „Hochkarätern“ durch einen Harenbrock-Kopfball, den Gorka glänzend entschärfte, sowie Oguzhan Kefkir, der zu hoch zielte, und Isaiah Young, der in aussichtsreicher Position nicht selbst abschloss, war bis zur Pause noch wesentlich mehr als „nur“ der hochverdiente Anschlusstreffer möglich.

„Joker“ Zlatko Janjic und Erolind Krasniqi stechen
In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit gelang es den Rot-Weissen zunächst nicht, den Druck so hochzuhalten wie kurz vor der Pause. Das sollte sich im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs jedoch ändern. Nach etwa einer Stunde gab es fast wieder Chancen im Minutentakt. So rettete Dennis Gorka glänzend gegen Simon Engelmann und den eingewechselten Zlatko Janjic, ein Kopfball von „Engel“ ging über das Tor.

Wenig später war „Joker“ Zlatko Janjic (72.) dann aber zur Stelle und drückte einen mustergültigen Querpass von Sandro Plechaty über die Linie, ehe der ebenfalls eingewechselte Erolind Krasniqi (75.) mit einem Traumtor aus mehr als 20 Metern sogar für den verdienten Ausgleich sorgte.

In der Schlussphase ging es in einem offenen Schlagabtausch hin und her. Beide Teams hatten noch einige gute Möglichkeiten zum Siegtreffer. Die besten Chancen hatten Tim Köther, dessen Versuch Daniel Davari jedoch mit einem glänzenden Reflex an die Latte lenkte, und auf der anderen Seite Zlatko Janjic, dessen Kopfball nach einer Maßflanke des ebenfalls eingewechselten Sascha Voelcke sein Ziel knapp verfehlte.

Für RWE geht es bereits am kommenden Samstag (30. Oktober) ab 14.00 Uhr mit dem Traditionsduell gegen Alemannia Aachen weiter. Für die Gäste ist es die erste Ligapartie nach der Trennung vom bisherigen Cheftrainer Patrick Helmes. Unter der Regie von Interimstrainer Uwe Grauer, zuvor Assistent von Ex-Nationalspieler Helmes, setzten sich die Schwarz-Gelben am Mittwochabend in der ersten Runde des Mittelrheinpokals beim Oberligisten FC Viktoria Arnoldsweiler 2:1 (1:0) durch und sammelten weniger Tage nach der 1:4-Heimniederlage gegen Rot Weiss Ahlen neues Selbstvertrauen.

Stimmen zum Spiel

Ich hatte das Gefühl, dass wir in den ersten Minuten eigentlich gut im Spiel waren. Dann wurde uns 15 Minuten der Stecker gezogen. Wir haben uns danach wieder ins Spiel rein gearbeitet, die Halbzeit kam eigentlich zum schlechtesten Zeitpunkt. Im zweiten Durchgang haben wir nahtlos nach vorne gespielt, das 3:2 und 3:3 gemacht, Möglichkeiten wären auch für noch ein Tor da gewesen.  Viel Spektakel, was man sich hätte sparen können.

Unter’m Strich, klammert man diese 15 Minuten raus, eine tolle Moral von uns, wir haben alles reingeworfen und viel investiert. Wir sind nicht zufrieden, aber das musst du auch erstmal leisten.

Christian Neidhart (Chef-Trainer RWE)

Die Moral hat gestimmt. Wir wollten die ersten Minuten wiedergutmachen, bei 0:3 muss man das erstmal schaffen.

Zlatko Janjic

Die ersten zwanzig Minuten haben wir komplett verpennt. Danach haben wir alles in die Waagschale geschmissen und richtig Druck gemacht.

Zu seinem Tor: Dennis Grote hat mich gut angespielt. Dann habe ich einfach geschossen und perfekt getroffen.

Erolind Krasniqi