Rot-Weiss Essen – Rot-Weiss Essen1. FC Saarbrücken – Rot-Weiss Essen

Mo., 19.09.2022 19:00 Uhr

Rot-Weiss Essen : 1. FC Saarbrücken

1 : 0

1 : 0

Abpfiff

37. Felix Götze

58

80

83

60

61

54. Marvin Cuni für Adriano Grimaldi

70. Julius Biada für Luca Kerber

70. Robin Scheu für Mike Frantz

70. Tobias Schwede für Pius Krätschmer

82. Kasim Rabihic für Julian Günther-Schmidt

71. Isiah Ahmad Young für Felix Götze

77. Aurel Loubongo-M'Boungou für Lawrence Ennali

77. Mustafa Kourouma für Andreas Wiegel

77. Ron Berlinski für Simon Engelmann

90+2. Sascha Voelcke für Oguzhan Kefkir

Tore

37. Felix Götze

Karten

58.

60.

61.

80.

83.

Auswechselungen

54. Marvin Cuni
Adriano Grimaldi

70. Julius Biada
Luca Kerber

70. Robin Scheu
Mike Frantz

70. Tobias Schwede
Pius Krätschmer

71. Isiah Ahmad Young
Felix Götze

77. Aurel Loubongo-M'Boungou
Lawrence Ennali

77. Mustafa Kourouma
Andreas Wiegel

77. Ron Berlinski
Simon Engelmann

82. Kasim Rabihic
Julian Günther-Schmidt

90+2. Sascha Voelcke
Oguzhan Kefkir

SpielberichtVideo-VorberichtFan-Hinweise

1:0! RWE ringt 1. FC Saarbrücken nieder

Im heimischen Stadion an der Hafenstraße läuft es für Rot-Weiss Essen immer besser. Nach den starken Auftritten gegen den FC Ingolstadt 04 (2:2) und den FC Erzgebirge Aue (2:1) brachte das Team von Trainer Christoph Dabrowski zum Abschluss des 9. Spieltages in der 3. Liga dem Aufstiegsaspiranten 1. FC Saarbrücken die erste Niederlage bei. Vor 15.907 Fans behielt RWE 1:0 (1:0) die Oberhand und geht damit auf einem Nichtabstiegsplatz in die Länderspielpause. Den entscheidenden Treffer erzielte Mittelfeldspieler Felix Götze (37.).

Einen besonderen Höhepunkt gab es beim ersten Montagspiel an der Hafenstraße seit September 2020 (1:0 im DFB-Pokal gegen Arminia Bielefeld) auch während der Halbzeitpause. Als zweiter Preisträger nach dem langjährigen Stadionsprecher Walter Ruege wurde Rot-Weiss Essens Fanbeauftragter Lothar Dohr („Schreck vom Niederrhein“) für sein großes Engagement mit der Georg-Melches-Verdienstmedaille ausgezeichnet.

Herzenbruch, Rother und Kefkir in der Startelf

Im Vergleich zum Gastspiel beim VfL Osnabrück (0:1) hatte Christoph Dabrowski drei Veränderungen in seiner Startformation vorgenommen. Verletzungs- oder krankheitsbedingt mussten Kapitän Daniel Heber (Kniebeschwerden) und Clemens Fandrich (grippaler Infekt) passen. Dafür begannen Felix Herzenbruch in der Innenverteidigung und Björn Rother im defensiven Mittelfeld. Außerdem übernahm Oguzhan Kefkir die Position von Isaiah Young auf dem linken Flügel.

Eine Umstellung gab es außerdem bei der Grundformation. Wie schon in der zweiten Halbzeit an der Bremer Brücke agierte RWE mit einer Viererkette in der Abwehr. Außen verteidigten Andreas Wiegel (rechts) und Felix Bastians (links), der diesmal die Spielführerbinde trug, innen José-Enrique Rios Alonso und Felix Herzenbruch. In der Mittelfeldzentrale agierte Niklas Tarnat neben Rother. Offensiv unterstützten Lawrence Ennali, Felix Götze und „Ötzi“ Kefkir Mittelstürmer Simon Engelmann.

Lawrence Ennali verzieht knapp – Felix Götze trifft

Nach einer Gedenkminute für den im Alter von 78 Jahren verstorbenen ehemaligen RWE-Präsidenten Wilfried Schenk waren die Rot-Weissen von Beginn an bemüht, nach vorne zu spielen und die noch unbesiegten Gäste aus dem Saarland unter Druck zu setzen. Immer versuchte der unermüdliche „Ötzi“ Kefkir, Flanken vor das Saarbrücker Tor zu schlagen. Meistens klärten jedoch die kopfballstarken FCS-Verteidiger.

Die bis dahin beste Chance zum 1:0-Führungstreffer hatte Lawrence Ennali dann auch nach einer flachen Kefkir-Hereingabe. Am Elfmeterpunkt kam der Rechtsaußen völlig frei zum Abschluss, war davon jedoch selbst ein wenig überrascht und konnte den Ball nicht auf das Tor bringen. Die Kugel ging am Kasten vorbei. Auf der Gegenseite ließ die RWE-Hintermannschaft ebenfalls nur wenige Torchancen zu. Tief durchatmen mussten die Essener Fans nur bei einem Kopfball von Angreifer Adriano Grimaldi nach einer Ecke. Auch hier musste Torhüter Jakob Golz jedoch nicht eingreifen.

In der 37. Minute bebte die Hafenstraße zum ersten Mal. Nach einem Ballverlust der Gäste schalteten die Rot-Weissen über Niklas Tarnat, Lawrence Ennali und Felix Götze schnell um. Der Neuzugang vom Bundesligisten FC Augsburg wurde nicht entscheidend gestört und platzierte den Ball von der Strafraumgrenze aus zum 1:0 im Netz. Damit gingen die Rot-Weissen mit einer durchaus verdienten Führung in die Kabine.

Torhüter Jakob Golz hält Sieg mit Glanzparade fest

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein intensives Kampfspiel. Die Saarländer wollten Druck ausüben, RWE hielt dagegen und ließ weiterhin kaum klare Torchancen des Gegners zu. Mächtig strecken musste sich Torhüter Jakob Golz allerdings bei einer eher verunglückten Flanke von Richard Neudecker. Ein Schuss des eingewechselten Marvin Cuni, der für Adriano Grimaldi gekommen war, ging über das Tor.

Ebenso wie die Mannschaft gaben auch die Fans alles und standen wie ein Mann hinter dem Team. Eine gute Möglichkeit zum zweiten Treffer hatte Simon Engelmann nach einer Hereingabe von Lawrence Ennali, wurde aber abgeblockt.

Rund 20 Minuten vor dem Abpfiff brachte FCS-Trainer Uwe Koschinat mit Robin Scheu, Julius Biada und Tobias Schwede drei frische Offensivspieler. Bei RWE verließ Torschütze Felix Götze unter großem Beifall den Rasen und wurde von Isaiah Young abgelöst. Wenig später nahm auch Christoph Dabrowski einen Dreifachwechsel vor. Ron Berlinski (für Simon Engelmann), Aurel Loubongo (für Lawrence Ennali) und Mustafa Kourouma (für Andreas Wiegel) halfen in der Schlussphase mit, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Beim 1. FC Saarbrücken wurde kurz vor dem Abpfiff auch noch der frühere Essener Kasim Rabihic eingewechselt. RWE brachte den Sieg jedoch über die Zeit, weil Torhüter Jakob Golz einen Kopfball von Sebastian Jacob mit einer Glanzparade abwehrte, José-Enrique Rios Alonso und Felix Bastians kurz vor der Torlinie klärten und ein Kopfball von FCS-Torhüter Daniel Batz knapp am Kasten vorbeistrich. Es waren die mit Abstand besten Chance der Saarländer, die erstmals in dieser Saison leer ausgingen.

Zwei Auswärtsspiele und Premieren in Folge

Mit dem zweiten Saisonsieg verabschiedeten sich die Rot-Weissen in die zweiwöchige Länderspielpause. Erst am Sonntag, 2. Oktober, ab 14 Uhr geht es mit der Begegnung beim SV Wehen Wiesbaden weiter. Beim ersten Pflichtspielduell der beiden Klubs kommt es unter anderem auch zum Wiedersehen mit dem langjährigen RWE-Geschäftsführer Nico Schäfer.

Das Gastspiel in der hessischen Landeshauptstadt ist die erste von zwei Auswärtspartien in Serie. Exakt eine Woche später (Sonntag, 9. Oktober, 14 Uhr) geht es zur zweiten Mannschaft des SC Freiburg. Auch dieses Duell ist eine Premiere. Das nächste Heimspiel im Stadion an der Hafenstraße geht erst am Samstag, 15. Oktober, ab 14 Uhr gegen Dynamo Dresden über die Bühne.