Rot-Weiss Essen – Rot-Weiss EssenFSV Zwickau – Rot-Weiss Essen

Sa., 29.10.2022 14:00 Uhr

Rot-Weiss Essen : FSV Zwickau

1 : 1

:

Abpfiff

26. Felix Götze

4. Mike Könnecke

21

7

44

46. Mustafa Kourouma für Meiko Sponsel

46. Lukas Felix Krüger für Robert Herrmann

46. Can Coskun für Dominic Baumann

59

82

88

92

66. Noel Eichinger für Mike Könnecke

73. Davy Frick für Johan Gomez

90+1. Yannic Voigt für Patrick Göbel

85. Kevin Holzweiler für Oguzhan Kefkir

Tore

4. Mike Könnecke

26. Felix Götze

Karten

7.

21.

44.

59.

82.

88.

90+2.

Auswechselungen

46. Mustafa Kourouma
Meiko Sponsel

46. Lukas Felix Krüger
Robert Herrmann

46. Can Coskun
Dominic Baumann

66. Noel Eichinger
Mike Könnecke

73. Davy Frick
Johan Gomez

85. Kevin Holzweiler
Oguzhan Kefkir

90+1. Yannic Voigt
Patrick Göbel

GegnerinfosSpielberichtStimmen

HEIMSERIE AUSBAUEN

Rot-Weiss Essen gegen FSV Zwickau: Der Duellcheck.
Das letzte Spiel in der 3. Liga gewannen Lawrence Ennali (li.) und Felix Bastians (mi.) zusammen mit ihrem Team, jetzt wartet der FSV Zwickau an der Hafenstraße. (Fot: Endberg)

Die letzten vier Heimspiele an der Hafenstraße blieb Rot-Weiss Essen ungeschlagen. Wohl keiner, der es mit RWE hält, wird am Samstag (14.00 Uhr) etwas gegen den Ausbau dieser Serie haben. Denn dann trifft die Elf von Chef-Trainer Christoph Dabrowski im Rahmen des 14. Spieltags der diesjährigen 3. Liga-Saison auf den FSV Zwickau. Alles Wissenswerte zur Partie an der Hafenstraße erfahren Fans im Duellcheck!

Die Ausgangslage:

Rot-Weiss Essen hat eine nerven- wie kräfteaufreibende Woche hinter sich. Zuerst die Partie am vergangenen Wochenende gegen den SV Waldhof Mannheim: Zwei Treffer von Ron Berlinski haben RWE auf die Siegerstraße gebracht. Zahlreiche Paraden von Keeper Jakob Golz in der Schlussphase hielten Rot-Weiss Essen bis zum Schluss auf dieser Siegerstraße. Mit einem 2:1-Erfolg trat die Elf von Chef-Trainer Christoph Dabrowski die Heimreise an.

Schöner Moment: Der 19-jährige Verteidiger Mustafa Kourouma gab in Mannheim sein Startelfdebüt in der 3. Liga. Kourouma ist sei der U19 Teil von Rot-Weiss Essen und zählt seit dieser Saison zum Kader der 1. Mannschaft. „Ich habe hart dafür gearbeitet, dass ich in der Startelf stehen darf. Das Gefühl jetzt nach dem Sieg, ist unbegreiflich. Was eine geile Woche“, freute sich der Jungspund.

Drei Tage nach dem Auswärtsspiel in der 3. Liga stand das Achtelfinale im Niederrheinpokal an. Gegen Kooperationspartner und Stadtnachbar ETB SW Essen ging es bis ins Elfmeterschießen, in welchem sich Rot-Weiss Essen am Ende mit 7:5 durchsetzen konnte. „Wir müssen es das nächste Mal besser und seriöser zu Ende spielen, damit es gar nicht erst dazu kommt“, resümiert Felix Herzenbruch nach der gewonnen Pokalpartie.

Es besser machen kann RWE im Viertelfinale des Niederrheinpokals, dann kommt es zum Duell mit dem Wuppertaler SV.

Mit zehn Punkten aus den letzten fünf Spielen hat sich Rot-Weiss Essen im Mittelfeld der 3. Liga festgesetzt, der Abstand auf die Gefahrenzone konnte auf fünf Punkte ausgebaut werden. Morgen empfängt RWE den FSV Zwickau und Chef-Trainer Christoph Dabrowski möchte den nächsten Heimsieg einfahren: „Wir wollen die Kraft des Stadions nutzen, um den Gegner zu beeindrucken, defensiv möglichst wenig zuzulassen und im Spiel nach vorne Akzente zu setzen. Wenn uns das gelingt, stehen die Chancen gut, drei Punkte in Essen zu behalten und erstmals in dieser Saison in der 3. Liga zweimal in Folge den Platz als Gewinner zu verlassen.“

Personell kann Dabrowski dabei wieder auf Felix Götze zurückgreifen, der seine Gelbsperre abgesessen hat. Verzichten muss der RWE-Trainer allerdings auf Simon Engelmann, Cedric Harenbrock, Thomas Eisfeld, Michel Niemeyer, Erolind Krasniqi, Sascha Voelcke, Moritz Römling. Ebenfalls ausfallen werden Andreas Wiegel (Rotsperre) und Björn Rother (Gelbsperre).

Heimserie ausbauen – Rot-Weiss Essen
Björn Rother (re.) sah beim letzten Spiel in Mannheim die fünfte Gelbe Karte und fehlt daher in der Partie gegen Zwickau. (Foto: Endberg)

Der Gegner:

In einem Tief befindet sich momentan der FSV Zwickau. „Wir haben aus den zurückliegenden fünf Spielen trotz eines großen Aufwands nur einen Punkt geholt“, resümiert FSV-Trainer Joe Enochs. Lediglich dem FC Ingolstadt konnten die Sachsen mit einem 0:0-Unentschieden in der Fremde einen Punkt abluchsen.

Das letzte 3. Liga-Duell wurde vor heimischer Kulisse mit 0:1 gegen die U23 des SC Freiburg verloren. Freiburgs-Stürmer Vincent Vermeij war in der 51. Spielminute zur Stelle und erzielte den Siegtreffer. Enochs zeigt sich aufgrund des großen Aufwands seines Teams enttäuscht: „Gegen den SC Freiburg II hatten wir genügend Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Wir wollten zu Hause mit einem Sieg die Wende einleiten, deshalb war die Enttäuschung natürlich riesengroß. Der Blick geht aber nach vorne. Die Fehler werden angesprochen und die Mannschaft ist gewillt, es beim nächsten Mal besser zu machen.“ Ob das gegen Rot-Weiss Essen gelingt, wird sich zeigen.

Für die „Schwäne“ ist es die siebte Spielzeit in Serie in der 3. Liga, entsprechend erfahren ist der Verein in dieser Liga. Apropos Erfahrung, mit Ronny König haben die Sachsen einen Mittelstürmer in den eigenen Reihen, der auf 351 Spiele in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands zurückblickt. Insgesamt kommt König in diesen Partien auf 79 Tore und 25 Vorlagen und ist zudem der älteste eingesetzte Spieler in dieser Drittliga-Saison.

Das für Fußballer fortgeschrittene Alter von 39 Jahren stört den 1,90 Meter großen Stürmer überhaupt nicht: „Das ist doch nur eine Zahl. Ich habe weiterhin jeden Tag großen Spaß daran, auf dem Platz zu stehen. Ich genieße jedes Spiel.“

Heimserie ausbauen – Rot-Weiss Essen
Immer noch am Ball: Zwickau-Stürmer Ronny König (mi). (Foto: FSV Zwickau)

Kurios: Ronny König ist mit seinen 39 Jahren mehr als doppelt so alt wie der jüngste Spieler im Kader der „Schwäne“, Till Streller (19 Jahre).

Mit elf Punkten steht der FSV Zwickau auf Tabellenplatz 18 und könnte im Falle eines Sieges und der Mithilfe der Konkurrenten die Abstiegszone verlassen.

Vorherige Duelle:

Tatsächlich gab es das Duell zwischen Rot-Weiss Essen und dem FSV Zwickau in der Geschichte erst zweimal. Am Samstag kommt es zur ersten Partie der beiden Mannschaften seit 25 Jahren.

In der 2. Bundesliga-Saison 1996/1997 verlor RWE beide Spiele gegen die „Schwäne“ mit 1:2.

Interessant: 3.300 Zuschauer sahen das letzte Heimspiel von Rot-Weiss Essen gegen Zwickau. Für das Duell am Samstag werden mehr als fünfmal so viele Menschen die Partie live im Stadion an der Hafenstraße verfolgen.

Das Wetter:

Trikotwetter? Für das Spiel am Samstag sind 22 Grad bei bewölktem Himmel angesagt.

Übertragung:

Die Übertragung des Spiels zwischen Rot-Weiss Essen und FSV Zwickau übernimmt MAGENTA SPORT ab 13.45 Uhr. Kommentiert wird die Partie von Edgar Mielke. Kamila Benschop wird die Sendung moderieren.

1:1 gegen FSV Zwickau: RWE baut Serien aus

Serien ausgebaut: Rot-Weiss Essen hat sich am 14. Spieltag der 3. Liga 1:1 (1:1) vom FSV Zwickau getrennt. Damit bleibt RWE in der Meisterschaft seit mittlerweile vier Begegnungen ungeschlagen. Außerdem war es bereits das fünfte Heimspiel hintereinander ohne Niederlage. Die Gäste aus Sachsen warten dagegen seit fünf Spieltagen auf einen Dreier, verhinderten in Essen aber immerhin die vierte Niederlage hintereinander. Vor 17.317 Zuschauern im Stadion an der Hafenstraße war die Mannschaft von FSV-Trainer Joe Enochs dank eines Tores von Mike Könnnecke (4.) früh Führung gegangen. Felix Götze (26.) gelang jedoch der Ausgleich. In der Schlussphase sah der Zwickauer Davy Frick nach einem groben Foulspiel an Lawrence Ennali die Rote Karte (88.).

„Es war ein kompliziertes Spiel für uns, erst recht nach dem frühen Rückstand“, meinte RWE-Trainer Christoph Dabrowski: „Man hat gemerkt, dass am Ende einer intensiven Woche ein wenig die Frische gefehlt hat, vielleicht auch wegen der 120 Minuten im Pokalspiel beim ETB. Wir hätten gerne gewonnen und hatten auch einige Möglichkeiten. Wir nehmen den Punkt jedoch am Ende mit. Auch dieser Zähler hilft uns auf unserem Weg.“

Drei Veränderungen im Vergleich zum Mannheim-Sieg

Im Vergleich zum letzten Ligaspiel – dem 2:1 beim SV Waldhof Mannheim – nahm Christoph Dabrowski drei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Meiko Sponsel kam erstmals nach seiner Verletzungspause (Meniskusriss) zu einem Startelf-Einsatz in der Liga. Der Rechtsverteidiger ersetzte Mustafa Kourouma. Außerdem rückten Felix Götze für Björn Rother (fünfte Gelbe Karte) sowie Lawrence Ennali für den angeschlagenen Clemens Fandrich (Adduktorenprobleme) in die Anfangsformation. Ennali besetzte die rechte Mittelfeldseite, dafür rückte Isaiah Young in das Offensiv-Zentrum hinter der einzigen Spitze Ron Berlinski.

Auch bei den Gästen aus Sachsen gab es gegenüber dem 0:1 gegen die zweite Mannschaft des SC Freiburg drei Veränderungen. Robin Ziegele, Mike Könnecke und Johan Gómez standen für Can Coskun, Leonhard von Schroetter und Davy Frick in der Startelf.

„Kalte Dusche“ für RWE bei frühlingshaften Temperaturen

Bei fast sommerlichen Temperaturen und insgesamt traumhaftem Fußballwetter Ende Oktober gab es für RWE zunächst einmal eine „kalte Dusche“. Der Zwickauer Mike Könnnecke tankte sich in Minute vier durch das Mittelfeld, wurde nicht energisch angegriffen, nahm sich aus rund 16 Metern ein Herz und zog ab – der Ball schlug flach im rechten Eck ein: Die frühe Führung für die Gäste. Im Gegenzug hatte Oguzhan Kefkir (6.) eine erste Gelegenheit, er traf den Ball aber nicht richtig und dieser ging am Tor vorbei.

Einige Minuten später konnte auch Ron Berlinski (19.) FSV-Schlussmann Marcel Engelhardt mit einem Distanzschuss nach einem abgeblockten Freistoß von Niklas Tarnat nicht überwinden. Kurz darauf hatte Berlinski (23.) nach einer Hereingabe von Young noch eine weitere Gelegenheit. Dabei musste Engelhardt schon sein ganzes Können aufbieten.

Felix Götze trifft aus elf Metern zum Ausgleich

Hinter sich greifen musste Engelhardt dann beim umjubelten Ausgleichstreffer durch Felix Götze als rund elf Metern. Allerdings hatte der FSV-Torwart unmittelbar zuvor im Luftduell mit Daniel Heber nicht so gut ausgesehen. Er konnte nicht entscheidend klären, der Ball landete vor den Füßen von Götze, der die Kugel ins verlassene Tor lupfte – 1:1 (26.). „Ich dachte zuerst, ich hätte einen Pfiff gehört. Zum Glück habe ich weitergemacht“, so Götze.

Angetrieben von der Kulisse blieb RWE nun am Drücker. Wieder gab es das Duell Berlinski (31.) gegen Engelhardt im Strafraum, wieder klärte der Zwickauer Schlussmann in höchster Not. Dann ein Schreckmoment aus Essener Sicht: Meiko Sponsel signalisierte zunächst, dass er verletzungsbedingt nicht weiterspielen konnte. Mustafa Kourouma machte sich schon bereit, Sponsel konnte aber doch weitermachen. Kurz danach war Halbzeit.

Kourouma kommt für Sponsel, Ennali trifft die Latte

Zur zweiten Halbzeit musste Meiko Sponsel angeschlagen in der Kabine bleiben. Mustafa Kourouma kam für ihn in die Partie, die gleich Fahrt aufnahm. Zunächst musste Jakob Golz einen Schuss von Patrick Göbel (48.) entschärfen, auf der anderen Seite verhinderte das Aluminium die Essener Führung durch Lawrence Ennali (49.), dessen feiner Lupfer an die Querlatte prallte.

Im Anschluss standen erneut Berlinski (59.) und Engelhardt im Mittelpunkt des Geschehens – und wieder konnte der FSV-Torhüter parieren, da der RWE-Stürmer den Ball nicht optimal getroffen hatte. Auf der anderen Seite verfehlte Lukas Krüger (65.) das Essener Gehäuse nur knapp.

Bis zum Schluss blieb es in einer insgesamt sehr intensiven Partie spannend, ein dritter Treffer fiel aber hüben wie drüben nicht mehr. Einzig Davy Frick sorgte mit seiner Roten Karte wegen groben Foulspiels in der Schlussphase noch einmal für Aufregung (88.).

Erst Oldenburg, dann Meppen und 1860 München

Weiter geht es für RWE am kommenden Sonntag, 6. November, ab 13 Uhr mit dem Gastspiel beim Mitaufsteiger VfB Oldenburg. Es ist für Rot-Weiss das vorletzte Auswärtsspiel in diesem Jahr.

Bis zur WM-Pause stehen in der Liga anschließend noch die beiden Flutlicht-Duelle mit dem SV Meppen (Mittwoch, 9. November, 19 Uhr/letztes Heimspiel 2022) sowie beim TSV 1860 München (Montag, 14. November, 19 Uhr) auf dem Programm.

Stimmen zum Spiel

Wir müssen mit dem Punkt leben. Wir sind gegen eine kampfstarke und robuste Mannschaft früh in Rückstand geraten. Dann haben wir gebraucht, um reinzukommen.

In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, alles rauszupressen, hatten sogar zwei riesige Chancen. Kompliment an Zwickau – ich habe mit einem ähnlichen Spiel gerechnet.

Wir haben jetzt in vier Spielen acht Punkte geholt. Die Entwicklung und der Weg sind top. In Oldenburg möchten wir jetzt an die letzten beiden Auswärtsspiele anknüpfen, um eine gute Grundlage für das neue Jahr zu schaffen.

Christoph Dabrowski (Chef-Trainer RWE)

Wir nehmen jeden Punkt mit! Auch wenn es nicht drei sind…

Zu seiner eigenen Leistung: Am Anfang habe ich mir mit meinem Gegenspieler Ronny König schwergetan – er ist sehr erfahren, groß und robust. Im Laufe des Spiels habe ich probiert, ihn gar nicht bei langen Bällen an die Kugel kommen zu lassen. Im Großen und Ganzen war ich aber zufrieden!

Zum Gegentor: Das war ein Abstimmungsfehler. Keiner ist auf Könnecke gegangen. Der darf da nicht so leicht durch und so frei zum Abschluss kommen. Das ist blöd gelaufen!

José-Enrique Rios Alonso (Abwehrspieler RWE)

Mit dem Ergebnis bin ich unzufrieden – ich will gewinnen! Wir waren die bessere Mannschaft und hatten gute Torchancen. Man sieht aber, dass wir von Woche zu Woche besser werden. Wir haben alles gegeben – manchmal ist Fußball so: Ich bin zufrieden mit der Mannschaftsleistung!

Die Mentalität nach dem frühen Rückstand war gut. Zum Beispiel verglichen mit dem Elversberg-Spiel (Anm.: 1:5-Niederlage am 1. Spieltag), sieht man die Unterschiede in solch einer Situation.

 

Isaiah Young (Angreifer RWE)

Das 1:0 war ein schön herausgespieltes Tor. Beim 1:1 ist es unglücklich, dass Marcel (Anm.: Engelhardt; Towart Zwickau) raus kommt und den Ball fallen lässt – den muss er haben.

Viele Mannschaften brechen dann nach dem Gegentor unter dieser Atmosphäre zusammen – das haben wir nicht getan.

Zu der roten Karte: Frick wollte niemanden verletzten, sondern nur einen Angriff unterbinden. Ich hoffe, dass Ennali keine Blessur davon getragen hat.

Joe Enochs (Chef-Trainer FSV Zwickau)