Rot-Weiss Essen – Rot-Weiss EssenKFC Uerdingen – Rot-Weiss Essen

Sa., 19.03.2022 14:00 Uhr

Rot-Weiss Essen : KFC Uerdingen

3 : 0

2 : 0

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Engelmann schnürt Dreierpack

Rot-Weiss Essen hat in der Regionalliga West die Punkte 61 bis 63 unter Dach und Fach gebracht und damit die gute Ausgangsposition im Kampf um die Meisterschaft und den Aufstieg in die 3. Liga weiter verbessert. RWE setzte sich am 30. Spieltag 3:0 (2:0) gegen den abstiegsbedrohten KFC Uerdingen 05 durch. Das 27. Meisterschaftsspiel der Rot-Weissen in dieser Saison verfolgten 9.457 Zuschauer im Stadion an der Hafenstraße. Gleichzeitig kam Verfolger Fortuna Köln gegen die U 23 des FC Schalke 04 nicht über ein 2:2 hinaus.

Der Führungstreffer der Gastgeber war auf das Konto von Simon Engelmann (22.) gegangen. Auch das 2:0 und 3:0 markierte der Torjäger (42./60.). Es waren die Saisontreffer 15 bis 17 für Engelmann, der damit auch wieder die alleinige Führung in der Torjägerliste übernahm. Im Hinspiel gegen den KFC hatte Essen in Velbert mit einem 11:0 für einen Rekordsieg gesorgt. Damals war „Engel“ ebenfalls ein Dreierpack gelungen.

Dürholtz und Kleinsorge für Eisfeld und Kefkir

Gegenüber dem spektakulären 3:3 im Spitzenspiel bei Fortuna Köln hatte RWE-Trainer Christian Neidhart seine Startelf auf zwei Positionen geändert. Luca Dürholtz rückte für Thomas Eisfeld in die Anfangsformation, Marius Kleinsorge für Ex-KFC-Spieler Oguzhan Kefkir.

Uerdingens Trainer Alexander Voigt musste mit Erdinc Karakas (Kreuzbandriss), Leon Augusto (Innenbandriss), Luca Jensen (Corona), Levan Kenia (rotgesperrt) und Tom Fladung (Wadenverletzung) auf gleich mehrere wichtige Spieler verzichten. Vor dem Abpfiff gab es eine Schweigeminute für den vor wenigen Tagen verstorbenen DFB-Ehrenpräsidenten Egidius Braun.

Engelmanns Doppelpack zum Halbzeitstand

Bei bestem Fußballwetter übernahm RWE gleich das Kommando. Zunächst konnten die Gastgeber ihren Ballbesitz aber nicht in gefährliche Situationen umwandeln, da die Uerdinger die Räume gut besetzten. Erst in der 15. Spielminute musste KFC-Schlussmann Jovan Jovic bei einem Schuss von Isaiah Young erstmals eingreifen. Nur wenig später traf Felix Bastians (16.) das Außennetz.

RWE blieb auch danach am Drücker – und wurde belohnt. Mit einem feinen Lupfer sorgte Torjäger Simon Engelmann (22.) für die Führung. Das bis dahin 15. Saisontor des Stürmers hatte Sandro Plechaty mit einem Querpass vorbereitet. Ein paar Minuten später verpasste Luca Dürholtz (25.) aus aussichtsreicher Position das 2:0, weil er den Ball nicht optimal traf. Auch Simon Engelmann (31.) scheiterte daran, den Vorsprung auszubauen.

Der KFC Uerdingen 05 musste bis zur 37. Minute auf seine erste Möglichkeit warten. Nach einer Kombination verzog Jonathan Canto (37.). RWE-Schlussmann Daniel Davari musste nicht eingreifen. Das änderte sich zwei Minuten später. Shun Terada (41.) stand plötzlich frei vor dem Essener Torhüter, dieser konnte den Ball aber in höchster Not abwehren. Dann war wieder RWE am Zug – und erfolgreich. Erneut war es Engelmann (42.), der in einer unübersichtlichen Situation im Uerdinger Strafraum den Durchblick behielt und zum Halbzeitstand einschob.

Zweite Halbzeit: Erste Chance KFC, erstes Tor RWE

Das erste Ausrufezeichen im zweiten Durchgang setzten die Gäste aus Krefeld. Glück für RWE, dass sich Abdul Fesenmeyer (48.) bei einer guten Möglichkeit den Ball etwas zu weit vorlegte und Davari die Chance entschärfen konnte.

Nicht zu stoppen war auf der anderen Seite einmal mehr Simon Engelmann. Eine Flanke des eingewechselten Kefkir köpfte der Angreifer unhaltbar ins Tor – 3:0! Auch danach blieb Engelmann (75./76.) stets eine Gefahr für das Uerdinger Gehäuse. Der KFC mobilisierte noch einmal seine Kräfte, um zumindest einen Treffer zu erzielen. Fesenmeyer (79.) hatte die beste Chance dazu aus kurzer Distanz. Sein Versuch ging jedoch daneben.

Ohne weitere Treffer ging die Partie zu Ende. Simon Engelmann, der „Spieler des Spiels“, wurde von den gut besetzten Tribünen an der Hafenstraße mit Sprechchören gefeiert.

Zweimal Liga, einmal Pokal

Für Rot-Weiss stehen jetzt gleich drei weitere Pflichtspiele hintereinander innerhalb von nur sieben Tagen an. Am Mittwoch, 23. März, geht es ab 19.30 Uhr mit der schon dreimal abgesagten Nachholpartie vom 19. Spieltag bei Rot Weiss Ahlen im Wersestadion weiter. Mit dieser Begegnung wird dann auch die Hinrunde in der Regionalliga West endgültig abgeschlossen. Bei einem weiteren Dreier wäre RWE nachträglich Herbstmeister.

Am kommenden Samstag geht es dann zum Gastspiel beim SC Wiedenbrück (Samstag, 26. März, 14 Uhr), anschließend kämpfen die Rot-Weissen im Niederrheinpokal-Viertelfinale gegen den benachbarten Oberligisten Spvg Schonnebeck (Dienstag, 29. März, 19.30 Uhr, Stadion an der Hafenstraße) um den Halbfinaleinzug.