Rot-Weiss Essen – Rot-Weiss EssenRot Weiss Ahlen – Rot-Weiss Essen

Rot-Weiss Essen

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Rot Weiss Ahlen

Sa. 14.05. 14:00 Uhr

2 - 0

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Aufstiegsfinale: Heim-Bereich ausverkauft!

Die Hafenstraße bekommt ihr Aufstiegsfinale!
Rot-Weiss Essen wird das Spiel gegen RW Ahlen vor vollständig gefülltem Heim-Bereich absolvieren. (Foto: Behrendt / Fotojob Philipp)

Mit dem 3:0-Auswärtserfolg beim SV Rödinghausen ist klar: RWE geht mit einer guten Ausgangssituation ins Saisonfinale der Regionalliga West gegen Rot Weiss Ahlen am Samstag, den 14. Mai, 14.00 Uhr. Gelingt ein Sieg und behalten die Essener bei der Tordifferenz von aktuell „+2“ die Oberhand gegenüber Preußen Münster, ist der langersehnte Gang in die 3. Liga Realität. Kein Wunder, dass viele RWE-Fans beim Aufstiegsfinale dabei sein wollen: Der Heim-Bereich des Stadions an der Hafenstraße ist ausverkauft.

Jetzt ging alles ganz zackig! Nachdem RWE am Freitagmittag vermeldete, 13.500 Plätze seien vergriffen, sicherten sich zahlreiche Interessenten die für die Rot-Weiss-Fans vorgesehenen Reskarten. Auch Tickets für die VIP-Bereiche sind allesamt ausverkauft. Der Block „G3“ auf der Stadtwerke-Essen-Tribüne wird durch Anhänger von RW Ahlen genutzt. Rot-Weiss Essen bittet daher, von weiteren Ticket-Nachfragen abzusehen.

Eins ist sicher: Der letzte Spieltag an der Hafenstraße wird hochemotional. Wer nicht live dabei ist, hat die Chance, die Partie ab 13.15 Uhr im Livestream bei STAIGE/Soccerwatch zu verfolgen.

Finale!

Auf Rot-Weiss Essen wartet das Saisonfinale.
Möchten nach dem Spiel am liebsten mit den Fans jubeln: Die Spieler von Rot-Weiss Essen. (Fotos: Endberg)

Da ist es also! Das „Finale Furioso“ steht an: Gewinnt Rot-Weiss Essen das Heimspiel am Samstagmittag (14.00 Uhr) gegen  Rot Weiss Ahlen und behält bei einer Tordifferenz von aktuell „+2“ die Oberhand gegenüber Preußen Münster (im Duell mit dem 1. FC Köln, ebenfalls 14.00 Uhr), ist der langersehnte Aufstieg endlich Realität. Vor rappelvoller Kulisse möchte Sportdirektor Jörn Nowak mit seinem Team den 14. Saison-Heimsieg und insgesamt vierten Aufstieg in den 2000er-Jahren perfekt machen.

Die Ausgangslage:

Mit einem 3:0-Auswärtserfolg über den SV Rödinghausen am vergangenen Samstag, nutzte Rot-Weiss Essen einen Münster-Patzer tags zuvor für den Sprung an die Tabellenspitze. Die kämpferische Leistung und Treffer von Kefkir, Engelmann und Young überrumpelten glatt eine der stärksten Abwehrketten der Liga. Dank der beherzten Tor-Leistung, ist RWE durchaus in der Pole Position für den letzten Spieltag. Sackt das Hafenstraßen-Team einen Dreier ein, muss Münster die herausfordernde Partie  bei der „Geißbock“-Reserve (Tabellenplatz 6, luchsten RWE in der Hinrunde ein 1:1 ab) ebenfalls siegreich gestalten und mit mindestens drei Differenz-Treffern höher gewinnen.

„Unser Fokus liegt ganz klar auf unserem Spiel an der Hafenstraße“, sagt Nowak vor der Partie. Der 36-Jährige weiß: „Gewinnen wir gegen RW Ahlen, sind wir automatisch in einer guten Position.“ Essens Ex-Profi (u.a. für RW Erfurt und die Sportfreunde Siegen) blickt voller Vorfreude auf die Partie: „Ich könnte jetzt 100-mal sagen, dass es ein Spiel wie jedes andere ist. Aber das stimmt natürlich nicht. Es ist ein Finale. Wir können etwas Großes erreichen, unsere Fans warten seit vielen Jahren darauf. Es ist jetzt noch ein letzter Schritt zu gehen. Das ist unsere Aufgabe.“

Der Teamchef, der vom Co-Trainerteam Vincent Wagner, Lars Fleischer, Fabio Audia und Carsten Wolters unterstützt wird, blickt auf eine recht entspannte Personallage. Alle Kicker, die zuletzt für die fünfte gelbe Karte gefährdet waren, darunter Felix Bastians, Niklas Tarnat und auch Simon Engelmann sowie Luca Dürholtz, haben die Sperre mit Disziplin und Fairness abgewandt.

Ein besonderes Double möchte nach der Partie zudem Torjäger Engelmann feiern. Mit 23 Treffern in der laufenden Saison liegt der 33-Jährige uneinholbar weit in der Torschützenliste vorn. Ihm wird es gelingen, die vierte (!) Regionalliga-Torjägerkrone nacheinander in Händen zu halten. Mit insgesamt 165 Liga-Erfolgserlebnissen in 306 Spielen, liegt der gebürtige Vechtaer sowohl in der Kategorien „Erfolgreichster““, als auch „Erfahrenster Regionalliga-West-Spieler“ vorn.

Finale! – Rot-Weiss Essen
„Engel“ könnte nach über 300 Liga-Einsätzen ENDLICH die Regionalliga West verlassen.

Das Stadion:

Es wird voll! Es wird laut! Es wird rot-weiss! Erstmals in der Saison 2021/22 ist der Heimbereich des Stadions an der Hafenstraße bis auf den letzten einzigen freien Platz ausverkauft. Somit knackt die Partie den Saisonrekord von zuvor 12.500 Zuschauern im Oktober 2021 gegen Rot-Weiß Oberhausen. Torhüter Jakob Golz freut sich, wie all seine Teamkollegen, auf die einzigartige Kulisse: „Dass wir noch mehr Zuschauer als gegen RWO haben und ich dabei sogar im Tor stehen darf, ist eine super Sache!“

Der Gegner:

Mit RW Ahlen gastiert eine der auswärtsschwächsten Regionalliga-West-Mannschaften an der Hafenstraße. Neun Niederlagen und 43 Gegentreffer – nur der KFC Uerdingen kassierte fernab der eigenen Fußballheimat mehr Hütten – muss sich das Team von Ex-RWE-Profi Andreas Zimmermann zur Last legen lassen. Erst vier Spiele konnten die Wersestädter gewinnen.

Finale! – Rot-Weiss Essen
Auswärtsspiele bereiteten RWA-Coach Zimmermann in diesem Jahr häufig Kummer.

Wer meint, eine leichte Aufgabe würde warten, täuscht sich: „Wir spielen an der Hafenstraße vor vollem Haus und wollen die Partie genießen“, sagt RWA-Coach Zimmermann, „es wird ein richtiger Fight!“

Die riesige Kulisse ist für Ahlen durchaus ungewohnt. Zuhause haben die Münsterländer, die einst in der Liga-Zugehörigkeit lange Zeit vor RWE-Konkurrent Preußen Münster lagen, einen Besucherschnitt von 737. Das bedeutet: Mit circa 16.500 Fans an der Hafenstraße, sind mehr Menschen im Stadion, als im Wersestadion die gesamte Spielzeit über in 19 Spielen: RWA zählte 2021/22 auf 13.997 Zuschauer. „Wir dürfen uns von der Kulisse nicht beeindrucken lassen“, mahnt Zimmermann.

Den besten Torschützen hat Ahlen in einem Ex-Rot-Weissen. Andreas Ivan erzielte in dieser Saison zehn Treffer für die Wersestädter, legte acht weitere auf. Auch Jann Holldack (9 Tore / 7 Vorlagen) und David Mamutovic (7/ 7) strahlen eine gewisse Torgefahr aus. Routinier Kevin Kahlert führt Rot Weiss als Kapitän auf das Spielfeld.

Vorherige Duelle:

Insgesamt gab es das direkte Aufeinandertreffen von Rot-Weiss Essen und Rot Weiss Ahlen 15-mal. Davon konnte RWE fünf Spiele für sich entscheiden, wobei Ahlen in der Historie durchaus häufig auf einem ähnlichen oder gar höheren Tabellenplatz wie RWE stand – in etwa in der Zweitliga-Saison 2004/2005.

In jüngerer Regionalliga-West-Vergangenheit seit 2015, stehen RWE vier Siege zu Buche, einmal trennten sich die Mannschaften Unentschieden. Die letzten beiden Partien im Wersestadion wurden jeweils verloren.

Der Schiedsrichter:

Niklas Dardenne pfeift die Partie. Der 31-jährige Nettersheimer leitete bereits die rot-weissen Erfolge gegen den VfB Homberg (3:0), den SV Lippstadt (2:1) und Fortuna Düsseldorf (4:1) in dieser Saison.

Ihm assistieren Luca Marx (Brühl), Schiedsrichter vom Vor-Spieltag gegen den SV Rödinghausen, und Peter Bonczek (Impekoven).

Das Wetter:

Für den Spieltag sind sonnige 21 Grad vorausgesagt.

Übertragung:

Die Partie wird in Kooperation mit Streaming-Dienstleister STAIGE live unter www.hafenstraße-live.de übertragen. Um 13.20 Uhr beginnt die Sendung mit den Vorberichten.

Aufstieg!

Riesenjubel an der Hafenstraße: Rot-Weiss Essen kehrt nach 14 Jahren in den Profifußball zurück. In einem „Herzschlagfinale“ in der Regionalliga West machte der Deutsche Meister von 1955 und DFB-Pokalsieger von 1953 am 38. und letzten Spieltag durch einen 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen Rot Weiss Ahlen vor 16.650 Zuschauern den Gewinn der Meisterschaft und damit auch den Aufstieg in die 3. Liga perfekt. Cedric Harenbrock (28.) und Simon Engelmann (60.) mit seinem 24. Saisontreffer machten alles klar. Die Rot-Weissen, die im Vergleich zum Verfolger SC Preußen Münster nur mit dem minimalen Vorteil der um zwei Treffer besseren Tordifferenz und der mehr erzielten Tore in das Fernduell beim Saisonfinale gestartet waren, beendeten die Spielzeit 2021/2022 schließlich mit drei Treffern Vorsprung vor dem punktgleichen Konkurrenten aus Münster (jeweils 87 Zähler). Dem SC Preußen reichte auch das 2:1 (0:1) gegen die U 21 des 1. FC Köln vor 14.300 Besuchern im ausverkauften Stadion an der Hammer Straße nicht mehr, um noch auf Platz eins zu springen. Die Gäste aus der Domstadt waren dabei durch Joshua Schwirten (38.) 1:0 in Führung gegangen. Thorben Deters (49.) und Marcel Hoffmeier (73.) wendeten das Blatt. Rot-Weiss Essen schaffte den Aufstieg aus der Regionalliga West im elften Anlauf und wird damit in der kommenden Saison zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in der eingleisigen 3. Liga an den Start gehen. Nach dem Abpfiff gab es an der Hafenstraße kein Halten mehr, viele Fans stürmten den Rasen und feierten ihre Mannschaft. Der SC Preußen Münster, der 2020 aus der dritthöchsten deutschen Spielklasse abgestiegen war, verpasste trotz des Sieges zum Saisonabschluss die erhoffte Rückkehr. „Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team, das in einer wilden Saison sämtliche Widerstände überwunden hat“, sagte RWE-Torjäger Simon Engelmann, der zum vierten Mal hintereinander Torschützenkönig in der Regionalliga West wurde, aber zum ersten Mal den Aufstieg feiern durfte. Das Meister-Shirt („Liga drei – Essen ist dabei“) hatte er da schon übergestreift.

„Erst mit dem Schlusspfiff war ich mir sicher, dass wir es geschafft haben“, meinte Sportdirektor und Interims-Teamchef Jörn Nowak: „Da ist der gesamte Druck abgefallen.“

Gänsehaustimmung schon vor dem Anpfiff
Wegen seiner Oberschenkelverletzung, die er sich im Auswärtsspiel in Lotte gegen den SV Rödinghausen (3:0) zugezogen hatte, musste RWE-Mittelfeldspieler Thomas Eisfeld passen. Für ihn rückte Luca Dürholtz in die Anfangsformation. Neu im Kader waren David Sauerland und U19-Angreifer Timur Mehmet Kesim (für Eisfeld und Nico Haiduk).

Schon vor dem Endspiel sorgten die RWE-Fans mit einer riesigen Choreographie über zwei Tribünen für eine ganz besondere Einstimmung. „Egal was kommt: Wir stehen zu Dir“ und „Nur der RWE“ war dort in großen Lettern zu lesen. Gänsehaut!

Kefkir flankt – Harenbrock trifft per Kopf
Die Atmosphäre im Stadion an der Hafenstraße war von Beginn an sensationell. Die Fans peitschten das Team lautstark nach vorne. Die Gäste aus dem Münsterland wehrten sich zwar nach Kräften, doch die Rot-Weissen ergriffen von Beginn an die Initiative und erarbeiteten sich erste gute Tormöglichkeiten: Luca Dürholtz köpfte am Tor vorbei, ein Lupfer von Simon Engelmann fand nicht sein Ziel, ein Schussversuch von Sandro Plechaty wurde geblockt. Außerdem rettete Ahlens Schlussmann Martin Velichkov gegen Simon Engelmann.

Nach einer knappen halben Stunde war Velichkov jedoch machtlos. Eine mustergültige Flanke von Oguzhan Kefkir beförderte Cedric Harenbrock per Kopfball in die Maschen – das erlösende 1:0 (28.).

Nur wenig später erneut Riesenjubel, obwohl zu diesem Zeitpunkt auf dem Feld gerade nichts Spektakuläres passierte. Der Grund: In Münster hatte gerade Joshua Schwirten den 1:0-Führungstreffer für die U 21 des 1. FC Köln erzielt und RWE damit in eine noch bessere Position gebracht.

In der Schlussphase hatten Niklas Tarnat und vor allem „Ötzi“ Kefkir noch jeweils die Chance, auf 2:0 zu erhöhen, scheiterten jedoch knapp.

Engelmann erst an den Pfosten – Dann ins Glück
In der zweiten Halbzeit beförderte zunächst Isaiah Young die Kugel zum vermeintlichen 2:0 ins Netz. Wegen eines Handspiels von Oguzhan Kefkit wurde der Treffer jedoch nicht anerkannt.

Die Rot-Weissen ließen sich davon aber nicht aufhalten, sondern spielten weiter konsequent nach vorne. Das wurde dann auch belohnt. Zunächst hatte Simon Engelmann noch Pech, als er nur den Pfosten traf und der Ball dann genau in den Armen von Martin Velichkov landete. Nur drei Minuten später war es jedoch soweit: Per Kopf markierte „Engel“ seinen 24. Saisontreffer und beruhigte mit dem 2:0 (60.) die angespannten Nerven der RWE-Fans, die kurz zuvor vom Münsteraner 1:1-Ausgleich gegen die Kölner U 21 erfahren hatten. Prompt stimmten die rot-weissen Anhänger: „Der RWE ist wieder da!“

Das Team blieb jedoch weiter dran und war um eine weitere Ergebnisverbesserung bemüht, zumal Preußen Münster gerade auch noch 2:1 in Führung gegangen und damit wieder bis auf drei Treffer an RWE herangekommen war. Der glänzend aufgelegte Oguzhan Kefkir hatte Pech mit einem Lattenschuss, Felix Bastians scheiterte am sensationell reagierenden Ahlener Torhüter Martin Velichkov.

Am Ende reichte das 2:0 jedoch, um Münster auf Distanz zu halten. Die große rot-weisse Party konnte starten.

Stimmen zum Spiel

 

Das wird dauern, das wirklich zu realisieren. Es ist nicht nur für uns, sondern auch für die Geschäftsstelle ein Traum, auf Deutschlands Bildfläche endlich wieder aufzutauchen. Da steckt so viel Arbeit hinter, die wir Hand in Hand mit Sport und Mitarbeitern umgesetzt haben.

Ich bin so stolz, wie wir der Tatsache standgehalten haben, dass wir gewinnen mussten. Wir haben so eine gute Leistung auf das Feld gebracht!

Jörn Nowak (Sportdirektor RWE)

Ich kann das noch gar nicht realisieren. Der Rasen voll mit Fans ist genau das, wovon man wochenlang geträumt hat. Vor fünf, sechs Wochen hatte ich diesen Traum und die Vorstellung, was passiert, wenn wir es nicht schaffen, zugleich im Kopf. In der Mannschaft wollte es aber jeder! Es ist einfach einhundert mal krasser, als wir uns das vorgestellt haben. Jetzt feiern wir durch!

Cedric Harenbrock (Mittelfeldspieler RWE)