

Di., 27.08.2024 19:00 Uhr
Rot-Weiss Essen : Sterkrade 06/07
4 : 0
1 : 0
RWE überspringt Auftakthürde im Niederrheinpokal
Dabrowski-Team besiegt Oberhausener Bezirksligisten Spvgg Sterkrade 06/07 am Ende 4:0.
Titelverteidiger Rot-Weiss Essen hat sich im Niederrheinpokal für die zweite Runde qualifiziert. Nur drei Tage nach dem Drittliga-Heimspiel gegen Arminia Bielefeld (0:0) setzte sich das Team von RWE-Cheftrainer Christoph Dabrowski zum Pokalauftakt gegen den Oberhausener Bezirksligisten Spvgg Sterkrade 06/07 letztlich standesgemäß 4:0 (1:0) durch.
Vor 2.055 Zuschauern im Stadion an der Hafenstraße brachte Mittelstürmer Leonardo Vonic (13.) die Rot-Weissen schon früh per Kopfball auf die Siegerstraße. In der zweiten Halbzeit sorgten Dion Berisha (59.), ein Eigentor von Mats Müller (82.) und Nils Kaiser (87.) für den Endstand.
Sieben Änderungen in der Anfangsformation
Erwartungsgemäß nahm Christoph Dabrowski im Vergleich zum Bielefeld zahlreiche Veränderungen an seiner Anfangsformation vor. Mit Kapitän Michael Schultz sowie Ahmet Arslan, Ramien Safi und Leonardo Vonic blieben nur vier Spieler in der Startelf.
Vor Torhüter Felix Wienand verteidigte eine Viererkette in der Abwehr mit Nils Kaiser (rechts), Michael Schultz, Mustafa Kourouma und Eric Voufack (links), der im Ballbesitz aber immer wieder auf die Sechserposition in der Zentrale vorrückte. Dort lief erstmals der aus der eigenen U 19 aufgerückte Gianluca Swajkowski neben Thomas Eisfeld auf. In der Offensive unterstützten Ramien Safi (rechts), Ahmet Arslan und Dion Berisha (links) Mittelstürmer Leonardo Vonic.
Verletzungsbedingt mussten neben den schon länger fehlenden Tom Moustier und Moussa Doumbouya auch Lucas Brumme, Ekin Celebi und Manuel Wintzheimer passen. Bei Robbie D’Haese reichte es nach seinem Trainingseinstieg auch noch nicht für einen Einsatz. Dafür gehörten mit Yan Marcos Friessner, Ben Berzen und Glenn Youbi drei U 19-Talente zum Aufgebot.
Leonardo Vonic trifft per Kopfball zum 1:0
Von Beginn bestimmten die Gastgeber das Geschehen auf dem Rasen, während der unterklassige Gegner mit allem, was ihm zur Verfügung stand, im und rund um den eigenen Strafraum verteidigte. Die ersten beiden Abschlüsse verzeichnete Startelf-Debütant Dion Berisha, der jeweils knapp verzog. Einen Schuss von Thomas Eisfeld konnte Sterkrades Torhüter Thomas Bach noch abwehren, hatte dann aber keine Chance, als Leonardo Vonic den Ball im Anschluss an einen Eckball per Kopfball-Bogenlampe zum 1:0 (13.) ins Netz beförderte.
Gute Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen, hatten vor allem Ahmet Arslan und Gianluca Swajkowski, die jedoch beide an Thomas Bach scheiterten. Außerdem zählte ein vermeintlicher Treffer von Leonardo Vonic wegen einer Abseitsposition nicht. Bei weiteren RWE-Chancen stellte sich immer wieder ein Sterkrader Abwehrbein in den Weg.
Auf der anderen Seite begeisterte der Bezirksligist seine mitgereisten Anhänger, die sich auch lautstark bemerkbar machten, mit zwei Abschlüssen. Ein Flachschuss von Robin Papert aus etwa 20 Metern strich knapp vorbei, ein Kopfball von Damian Vergara Schlootz ging über das Tor. In diesen Szenen „schnupperte“ der Außenseiter zumindest an einem Treffer und einer möglichen Sensation.
Tor-Premiere für Neuzugang Dion Berisha
Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselte Christoph Dabrowski mit Neuzugang Julian Eitschberger (für Ahmet Arslan) und José-Enrique Rios Alonso (für Michael Schultz) zwei neue Spieler ein. Weil Eitschberger die rechte Abwehrseite übernahm, rückte Nils Kaiser ins offensive Mittelfeld vor. Die Spielführerbilde übernahm Thomas Eisfeld.
Julian Eitschberger hatte dann nach einem Doppelpass mit Ramien Safi auch den ersten „Hochkaräter“ der zweiten Halbzeit, setzte seinen Abschluss aber ein wenig zu hoch an. Nur wenig später scheiterte Leonardo Vonic am glänzend reagierenden Thomas Bach, dem Nils Kaiser den Ball dann aus kurzer Entfernung in die Arme köpfte.
In dieser Phase wurde die Überlegenheit der Hausherren aber immer deutlicher, was sich dann nach einigen Anlaufproblemen in der Schlussphase auch noch im Ergebnis widerspiegelte. Dion Berisha (59.), der mit einem leicht abgefälschten Schuss sein erstes Tor im RWE-Trikot erzielte, der Sterkrader Mats Müller (82.) mit einem Eigentor und Nils Kaiser (87.) sorgten für den Endstand. Zahlreiche Torchancen blieben noch ungenutzt. Auf der Gegenseite zwang Sterkrades Kapitän Sverre Müller mit einem Distanzschuss noch zu einer Glanzparade. Nach dem Abpfiff wurden die Gästekicker von ihren Fans trotz der Niederlage ebenso gefeiert wie die Rot-Weissen von ihren Anhängern.
Nächster Pokalgegner heißt Mülheimer FC 97
Nach drei Heimspielen innerhalb von zehn Tagen an der Hafenstraße ist RWE am folgenden Sonntag, 1. September, ab 16.30 Uhr bei der SpVgg Unterhaching erstmals wieder auswärts gefordert. Anschließend legt die 3. Liga die erste Länderspielpause der neuen Saison ein. Deshalb steigt das nächste Liga-Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden erst am Samstag, 14. September, ab 14 Uhr.
In der Woche zuvor soll allerdings noch das Zweitrundenspiel im Niederrheinpokal ausgetragen werden. Dabei treffen die Rot-Weissen auf den Oberligisten Mülheimer FC 97. Dort ist mit Benjamin Wingerter ein ehemaliger RWE-Profi als Co-Trainer tätig. Der genaue Spieltermin und der Spielort werden baldmöglichst bekanntgegeben.






