Rot-Weiss Essen – Rot-Weiss EssenSV Meppen – Rot-Weiss Essen

Mi., 09.11.2022 19:00 Uhr

Rot-Weiss Essen : SV Meppen

0 : 0

:

Abpfiff

50

55

46. Oguzhan Kefkir für Felix Götze

63

79

85

68

90

76. Samuel Abifade für Morgan Fassbender

76. Yannick Osee für Markus Ballmert

83. Christoph Hemlein für Mirnes Pepic

83. Lukas Mazagg für Marvin Pourie

90+2. Marius Kleinsorge für Sascha Risch

78. Kevin Holzweiler für Isiah Ahmad Young

86. Clemens Fandrich für Björn Rother

Karten

50.

55.

63.

68.

79.

85.

90.

Auswechselungen

46. Oguzhan Kefkir
Felix Götze

76. Samuel Abifade
Morgan Fassbender

76. Yannick Osee
Markus Ballmert

78. Kevin Holzweiler
Isiah Ahmad Young

83. Christoph Hemlein
Mirnes Pepic

83. Lukas Mazagg
Marvin Pourie

86. Clemens Fandrich
Björn Rother

90+2. Marius Kleinsorge
Sascha Risch

GegnerinfosSpielberichtStimmen

FINALER HAFENSTRASSEN-AUFGALOPP 2022 IN DER 3. LIGA

Man – was ging das schnell! Ziemlich genau vor einem halben Jahr feierte Rot-Weiss Essen erst den Aufstieg in die Drittklassigkeit, jetzt steht wegen einer verfrühten Länderspielpause am Mittwoch, den 09. November (19.00 Uhr), das letzte Hafenstraßen-Pflichtspiel des Jahres an. Zu Gast ist für den 16. Drittliga-Spieltag der formschwache und gerade in die Abstiegszone abgerutschte Tabellenneunzehnte SV Meppen.  

Die Ausgangslage:

Das Heimspiel kann Rot-Weiss Essen mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen im Rücken angehen. Erst am Sonntag besiegte das Team von Chef-Trainer Christoph Dabrowski in einer furiosen Partie Aufsteiger VfB Oldenburg mit 5:3 (2:1). „Es wäre mir in meiner Position logischerweise lieber gewesen, wenn wir nach unserer 3:1 Führung ruhiger geblieben wären“, gab der 44-Jährige Coach nach der Partie zwar zu – nichtsdestotrotz verhalfen die drei Punkte aus Norddeutschland, die Position im Mittelfeld zu festigen – mit 20 Punkten steht RWE derzeit auf dem zwölftenTabellenplatz.

Die Vorbereitung auf Meppen ist entsprechend kurz. Nur drei Einheiten konnte RWE zwischen beiden Partien gegen die Nord-Teams einlegen, darunter ein Regenerations-Training. Derweil hatten die Meppener nach ihrem Auswärtsspiel bei Wehen Wiesbaden (0:3) zwei Tage mehr Zeit, sich auf den wilden Ritt an der Hafenstraße einzustimmen, für den sich jetzt schon mehr als 15.500 Zuschauer angesagt haben.

Nicht nur darum warnt Dabrowski vor dem anstehenden Gegner: „Es ist klar, dass die Meppener nicht unbedingt vor Selbstvertrauen strotzen. Dennoch ist das ein sehr gefährlicher Gegner!“ Beweise, dass in der Drittklassigkeit jeder jeden schlagen kann, müssen besonders nach den eigenen Ergebnissen gegen vermeintliche Favoriten (1:1 gegen Dynamo Dresden, 2:2 gegen FC Ingolstadt, 2:1 bei Waldhof Mannheim) nicht geliefert werden. Und überhaupt: Gegen wen ist schon ein Aufsteiger in der Favoritenrolle?

Für Rot-Weiss Essen spricht dennoch besonders die Heimstärke. An der Hafenstraße gingen fünf Spiele nacheinander nicht verloren – auch wenn das Team um Spielführer Daniel Heber seit zwei Partien auf einen Heimsieg wartet.

Finaler Hafenstraßen-Aufgalopp 2022 in der 3. Liga – Rot-Weiss Essen
Als bester RWE-Akteur wurde Felix Bastians nach dem Oldenburg-Spiel unter anderem in die „kicker“-Elf-des-Tages gewählt. (Foto: Endberg)

Und auch mit der Anzahl erzielter Tore gehört RWE zu den besseren Teams: 23-mal durfte der Hafenstraßen-Tross in der laufenden Saison jubeln – am häufigsten Ron Berlinski (5). Nach seinem Doppelpack in Oldenburg ist ihm derweil Felix Bastians mit vier Treffern dicht auf den Fersen.

An der Hafenstraße verzichten muss RWE weiterhin auf die gewohnten Akteure Thomas Eisfeld, Simon Engelmann, Cedric Harenbrock und Michel Niemeyer. Zudem fällt Andreas Wiegel aus. Besonders aufpassen muss Lawrence Ennali, er kommt derzeit auf vier gelbe Karten – die fünfte würde zu einer Sperre im Spiel gegen 1860 München (Mo., 19.00 Uhr) führen.

Der Gegner:

Mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen, daraus zwei deutliche Heimsiege gegen den FSV Zwickau (3:0) und den Waldhof Mannheim (6:2), war der SV Meppen eigentlich gut in die Saison gestartet. Seit nunmehr drei Monaten muss das Team aus dem Emsland nun aber ohne Dreier auskommen – in den letzten sechs Partien sammelte Meppen gar nur einen Punkt – beim 0:0-Remis gegen den 1. FC Saarbrücken.

Größter Knackpunkt ist dabei die Offensivleistung. Meppen durfte in den letzten sechs Spielen nur einmal jubeln. Mannschaftskapitän Luca Tankulic, der der Mannschaft zu allem Überfluss schon die ganze Saison verletzt fehlt, zieht ein entsprechend negatives Zwischenfazit: „Wir betreiben einen riesigen Aufwand, belohnen uns aber nicht. Aktuell hat man das Gefühl, dass alles gegen uns läuft.“ Der 31-jährige Routinier beklagt: „Jeder, der selbst einmal Fußball gespielt hat weiß, wie wichtig Erfolgserlebnisse für den Kopf sind. Wenn es wieder und wieder nicht klappt, geht auch das Selbstverständnis irgendwann verloren.“

Einzig Marvin Pourié strahlt in dieser Saison Angriffsgefahr aus. Der 31-jährige Stürmer, der bei Borussia Dortmund ausgebildet wurde und einst zwischen 2006 und 2009 für den FC Liverpool am Ball war, traf sechsmal. Zu Saisonbeginn war er von Drittliga-Absteiger Würzburger Kickers in die Hänsch-Arena gewechselt.

Und auch wenn Essen keinen Profi in den eigenen Reihen hat, der einst das Trikot des SV Meppens trug – umgekehrt trifft das zu! Flügelspieler Marius Kleinsorge steuerte stolze vier Liga-Treffer zum rot-weissen Drittliga-Aufstieg bei, feierte den Klassensprung nach Trikottausch mit dem Schiedsrichter in erster Reihe und hielt sich sogar zum Trainingsauftakt im Ruhrgebiet fit, nachdem sein damaliger Klub 1. FC Kaiserslautern mitgeteilt hatte, Kleinsorge habe keine Perspektive mehr beim Zweitligisten. Rechtzeitig zum Duell mit seinem Ex-Verein, steht Kleinsorge seinem Team nach einem Muskelfaserriss wieder zur Verfügung.

Finaler Hafenstraßen-Aufgalopp 2022 in der 3. Liga – Rot-Weiss Essen
Marius Kleinsorge (l.) feierte noch vor einem halben Jahr den Aufstieg mit den RWE-Fans. (Foto: Endberg)

Garantiert nicht dabei sein wird ein zweiter Ex-Rot-Weisser. Jonas Kersken hütete 2018 und 2019 in der A-Jugend-Bundesliga das Seumannstraßen-Tor, ehe es ihn zum Bundesligisten Borussia Mönchengladbach zog. Der 22-jährige Keeper, derzeit von den Fohlen ins Emsland ausgeliehen, fällt schon mehr als einen Monat mit einer Schulterverletzung aus. Die Hinrunde scheint für ihn gelaufen zu sein. Zudem fallen Willi Evseev, der erwähnte Tankulic, und David Blacha definitiv aus. Hinter dem Einsatz von Yannick Osée steht ein Fragezeichen.

Linksverteidiger Max Dombrowka, der zwischen 2012 und 2015 drei Jahre an der Hafenstraße verbrachte, zählt derweil zum Stammpersonal und ist gleichwohl mit vier Assists bester Vorlagengeber. Ausgenommen zweier wegen Verletzung verpasster Partien, war der heute 30-jährige Bayer, der 79 Spiele im RWE-Trikot absolvierte (zwei Tore, vier Vorlagen) und schließlich zur SpVgg Unterhaching wechselte, bei jedem Spiel von Anfang an dabei.

Händeschütteln zweier Akteure, die sogar einen Zweitliga-Aufstieg zusammen schafften, dürfte es zudem neben dem Platz geben. Meppen-Chef-Trainer Stefan Krämer, der mit 277 Partien zu den erfahrensten Coaches der 3. Liga zählt, war der erste Übungsleiter, den der heutige Rot-Weiss-Essen-Vorstand Marcus Uhlig in geschäftsführender Position engagierte – nämlich 2011 bei Arminia Bielefeld. 2013 gelang der Sprung in die 2. Bundesliga, ehe sich 2014 die Wege trennten. Während Krämer bei Energie Cottbus, Rot-Weiß Erfurt sowie dem KFC Uerdingen, dem 1. FC Magdeburg und KAS Eupen (Belgien) Station machte, wurde Uhlig in Essen sesshaft.

Der Glauben geht in Meppen derweil trotz Torschwäche nicht verloren: „Für uns könnte es keinen besseren Zeitpunkt geben, um in Essen die Wende einzuleiten, die Negativserie zu beenden und endlich wieder einen Sieg einzufahren“, gibt sich Tankulic bestimmt.

Soll das gelingen, muss die Krämer-Elf auch die eigene Auswärtsschwäche ausblenden: Mit dem Halleschen FC, dem VfL Osnabrück und Waldhof Mannheim ist der SV Meppen eins der Teams, was noch kein einziges Auswärtsspiel in der Drittliga-Saison 2022/23 gewinnen konnte. Gelingt in Essen kein Sieg, sorgt der Vorjahres-Zweitplatzierte für eine kuriose Statistik: dann wurden im gesamten Kalenderjahr 2022 nur zwei Auswärtsspiele (26. Januar in Verl und 14. Mai in Berlin) in der dritthöchsten Spielklasse gewonnen. 16-mal wäre dazu Gelegenheit gewesen.

Vorherige Duelle:

Das letzte Kräftemessen zwischen Rot-Weiss Essen und dem SV Meppen ist nicht lange her! Im Januar 2022 trafen sich beide Teams für ein Winter-Vorbereitungsspiel im Stadion an der Hafenstraße. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit besiegte der damals höherklassige Gegner RWE 1:2.

Finaler Hafenstraßen-Aufgalopp 2022 in der 3. Liga – Rot-Weiss Essen
Zu Jahresbeginn eröffneten RWE und der SV Meppen das Hafenstraßen-Jahr mit einem Testspiel. (Foto: Endberg)

Reichlich kurios war der rot-weisse Führungstreffer im Testspiel: Nach nur wenigen Sekunden überspielte Felix Herzenbruch mit einem hohen Ball alle zehn Meppener Feldspieler, ehe Simon Engelmann per Lupfer aus 30 Metern zur Führung traf. Frühe Gegentore von Mike-Steven Bähre (10.) und Rene Guder (16.) brachten den norddeutschen Umschwung.

Weitaus länger her ist das letzte Pflichtspiel: Am 01. Juni 1997 – ganz nebenbei waren dort erst 13 der aktuellen RWE-Kicker überhaupt geboren – trennten sich die Teams in der Hänsch-Arena 1:1.

Die Gesamtbilanz der direkten Duelle spricht dabei leicht für RWE: Von 13 Duellen entschied Essen vier für sich. Viermal gewann Meppen, genauso oft endeten die Partien Remis.

Der Schiedsrichter:

Die Spielleitung hat am Mittwochabend der routinierte Dr. Dr. Robert Kampka inne. Der 40-jährige Görlitzer Arzt war zwischen 2016 und 2020 Bundesliga-Schiedsrichter. Er kommt auf 35 Erstliga- sowie 105-Zweitliga-Begegnungen. 97-mal pfiff Kampka in der 3. Liga. Seine letzte Partie mit rot-weisser Beteiligung war ein 2:0-Sieg des Hafenstraßen-Teams gegen die SV Elversberg am 25. September 2009.

Kampkas Assistenten sind Marcel Gasteier (33, Lahnstein) und Christoph Rübe (29, Vellmar)

Das Wetter:

Für Mittwochabend sind bewölkte 12 Grad angesagt.

Übertragung:

Das Flutlichtspiel wird ab 18.45 Uhr live auf MAGENTA SPORT übertragen. Julian Engelhard kommentiert, Kamilla Benschop moderiert.

RWE-Serien halten: Intensives Duell ohne Tore

Den erhofften Heimsieg verpasst, aber die Positivserien verlängert: Am 16. Spieltag in der 3. Liga trennte sich Rot-Weiss Essen vom SV Meppen torlos 0:0. Es war das dritte Remis in Serie im Stadion an der Hafenstraße, aber auch das jeweils sechste Spiel in Folge ohne Niederlage – sowohl vor eigenem Publikum wie auch insgesamt. Vor 16.467 Fans lieferten sich beide Mannschaften einen echten Fight und trennten sich am Ende nicht unverdient ohne Sieger. Die Gäste mussten ab der 80. Minute in Unterzahl spielen, nachdem Mittelfeldspieler Ole Käuper wegen Handspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Am Ergebnis änderte sich jedoch nichts mehr. „Wir sind schlecht ins Spiel gekommen und letztlich zu spät aufgewacht“, sagte RWE-Kapitän Daniel Heber: „Nach einer solchen Partie muss man dann halt auch mit einem Punkt zufrieden sein.“

Sponsel für Wiegel in der Startformation
Im Vergleich zum 5:3-Spektakel beim Mitaufsteiger VfB Oldenburg hatte Christoph Dabrowski nur eine Veränderung in seiner Startformation vorgenommen. Für Andreas Wiegel, der wegen einer Oberschenkelzerrung passen musste, verteidigte Meiko Sponsel auf der rechten Abwehrseite. Wiegel war schon in Oldenburg wegen seiner Verletzung zur Pause in der Kabine geblieben.

Bei den Gästen aus Emsland gab es einen Torwartwechsel. Zum ersten Mal in dieser Saison stand der langjährige SVM-Schlussmann Erik Domaschke zwischen den Pfosten. Der 36-jährige Routinier erhielt den Vorzug vor Matthis Harsmann, der zuletzt den an der Schulter verletzten Ex-Essener Jonas Kersken vertreten hatte – und hielt Meppens Kasten sauber.

Intensive Begegnung mit wenigen Torchancen
Von Beginn an entwickelte sich eine äußerst intensive Partie. Für die Rot-Weissen war es schwierig, gegen die kompakt verteidigenden und kampfstarken Gäste Lücken zu finden. Torchancen blieben daher vor allem während der ersten halben Stunde Mangelware.

Die gefährlicheren Offensivaktionen hatte zunächst der SV Meppen, beispielsweise durch einen Kopfball von Marvin Pourie und einen Distanzschuss von Mirnes Pepic. Die bis dahin mit Abstand beste Tormöglichkeit bot sich David Vogt, nachdem Ex-Torschützenkönig Pourie den Ball geschickt zurückgelegt hatte. Aus guter Position traf der offensive Mittelfeldspieler jedoch den Ball nicht richtig, so dass Jakob Golz keine Mühe hatte, die Kugel aufzunehmen.

Nach Unterbrechung beste Chance für Berlinski
Wegen eines medizinischen Notfalls musste die Partie nach knapp 35 Minuten für zehn Minuten unterbrochen werden. Dann gab es unter dem Applaus der Zuschauer zum Glück vorsichtige Entwarnung. Die betroffene Person war ansprechbar, konnte außerhalb des Innenraums weiter medizinisch behandelt und dann in ein Krankenhaus gebracht werden.

Als die Mannschaften auf den Platz zurückgekehrt waren, entwickelte RWE mehr Schwung nach vorne und hatte durch Ron Berlinski nach Zuspiel von Felix Götze die erste Torannäherung. Kurz vor der Pause hatte dann erneut Berlinski die beste Chance zur Führung. Nach einem Pass von Isaiah Young tauchte der RWE-Angreifer frei vor dem Meppener Tor auf und zwang Erik Domaschke mit einem Flachschuss in die lange Ecke zu einer Glanzparade. Deshalb ging es mit einem torlosen Remis in die Halbzeitpause.

RWE-Drangphase in Überzahl ohne Erfolg
Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Oguzhan Kefkir (für Felix Götze) neu in die Partie, die zunächst jedoch recht zerfahren blieb. Die erste Chance, RWE nach der Pause in Führung zu bringen, hatte Innenverteidiger José-Enrique Rios-Alonso nach einer Hereingabe von Felix Bastians. Sein Kopfball ging jedoch drüber.

Angetrieben von den phantastischen Anhängern, die wie ein Mann hinter dem Team standen, entwickelten die Rot-Weissen ab Mitte des zweiten Durchgangs mehr Druck auf das Meppener Tor. Daran hatte auch der eingewechselte Kevin Holzweiler (für Isaiah Young), der einigen Schwung brachte und auch für die eine oder andere Standardsituation sorgte.

Weil Meppens Mittelfeldspieler Ole Käuper einen Freistoß von Oguzhan Kefkir nur mit dem Arm blocken konnte, sah er nach 80 Minuten die Gelb-Rote Karte. In Überzahl „belagerte“ RWE das Tor der Gäste, blieb aber ohne zählbaren Erfolg.

„Wir haben ohne Dynamik und Esprit gespielt, waren im Ballbesitz nicht mutig genug“, nahm RWE-Trainer Christoph Dabrowski nach der „Nullnummer“ kein Blatt vor den Mund: „Nach dieser Leistung hatten wir nicht mehr als einen Punkt verdient.“

Letztes Pflichtspiel 2022 bei Münchner „Löwen“
Am kommenden Montag, 14. November, ab 19.00 Uhr steht für RWE beim TSV 1860 München bereits das letzte Pflichtspiel des Jahres auf dem Programm. Gespielt wird im traditionsreichen Stadion an der Grünwalder Straße. Zuletzt trafen die beiden Klubs in der Zweitliga-Saison 2006/2007 aufeinander. Dabei setzten sich die „Löwen“ zweimal 2:0 durch. „In München werden wir noch einmal alles raushauen“, versprach Daniel Heber.

Nach der Partie vom 17. Spieltag verabschiedet sich die 3. Liga in die ungewohnt lange Winterpause. Erst am Samstag, 14. Januar 2023, geht es für RWE mit dem Heimspiel gegen den Halleschen FC in der Liga weiter. Ganz auf Hafenstraßenfußball müssen die Fans aber auch während der Länderspielpause nicht verzichten. Am Samstag, 17. Dezember, ab 13.00 Uhr gastiert der Zweitligist SC Paderborn 07 zu einem Testspiel in Essen.

Stimmen zum Spiel

Einfach zusammengefasst: Wir haben nicht mehr als den Punkt verdient. Unser Spiel war sehr fehlerhaft, wir waren nicht mutig genug. So ein Spiel kannst du dann nur gewinnen, wenn der Schiedsrichter in der zweiten Halbzeit bei Ennali auf den Punkt zeigt – hat er aber nicht.

Nichtsdestotrotz: Wir sind im Soll, haben sechs Spiele nicht verloren. Jetzt wollen wir in München alles rauspressen und an die letzten Auswärtsspiele anknüpfen. Das Ziel ist es, dieses Jahr mit einem Sieg abzuschließen.

Christoph Dabrowski (Chef-Trainer RWE)

Wir müssen mit dem Punkt leben, sind schlecht reingekommen. Wir haben keinen Dreier verdient und sind zu spät aufgewacht. In einer Halbzeit kann man ein Spiel nicht entscheiden. Meppen hat es auch gut gemacht.

Daniel Heber (Abwehrspieler RWE)

Das war ein schwieriges und komisches Spiel. Wir haben es nicht geschafft, unseren Lauf fortzusetzen. Nichtsdestotrotz haben wir einen Punkt gewonnen – den nehmen wir mit, auch wenn wir drei wollten.

Niklas Tarnat (Mittelfeldspieler RWE)

Wir sind in der ersten Halbzeit nicht wie der Tabellenneunzehnte aufgetreten. Damit war ich einverstanden, bedenkt man, dass meine Jungs lange nicht gewonnen haben.

Die zweite Halbzeit war sehr wild, es war keine Struktur mehr drin. Nach der gelb-roten Karte haben wir es relativ gut weg verteidigt. Der Punkt geht für beide Mannschaften in Ordnung.

Stefan Krämer (Chef-Trainer SV Meppen)