Sportfreunde Lotte – Rot-Weiss EssenRot-Weiss Essen – Rot-Weiss Essen

Sportfreunde Lotte

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Rot-Weiss Essen

Fr. 22.04. 19:30 Uhr

0 - 3

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SpielberichtStimmenGegnerinfos

Blitzstart, Solo und Kopfball-Kracher!

Rot-Weiss Essen hat für mindestens zwei Tage die Tabellenführung in der Regionalliga West zurückerobert. Das Team von Trainer Christian Neidhart setzte sich zum Auftakt des 35. Spieltages bei den Sportfreunden Lotte souverän 3:0 (3:0) durch und verdrängte mit jetzt 78 Punkten den SC Preußen Münster (77 Zähler) zumindest vorerst von Platz eins. Die Preußen müssen jetzt wegen der um drei Treffer schlechteren Tordifferenz am Sonntag (ab 14.00 Uhr) das Topspiel bei Rot-Weiß Oberhausen gewinnen, um wieder vorbeizuziehen. Vor 2.196 Zuschauern im Stadion am Lotter Kreuz brachten Marius Kleinsorge (2.) und Isaiah Young (19.) die Rot-Weissen schon während der Anfangsphase auf die Siegerstraße. Kapitän Daniel Heber (45.) erhöhte kurz vor der Pause und machte damit den 23. RWE-Sieg im 35. Saisonspiel endgültig perfekt.

Gleichzeitig besiegelten die Rot-Weissen damit auch den Abstieg der Sportfreunde Lotte. Bei zehn Punkten Rückstand zum rettenden 15. Rang und nur noch drei ausstehenden Partien können nach dem VfB Homberg und dem KFC Uerdingen 05 auch die Tecklenburger, die bis 2019 noch in der 3. Liga am Ball waren, den Sturz in die Oberliga nicht mehr vermeiden. Damit werden nur noch zwei weitere Absteiger gesucht.

RWE unverändert – Wiedersehen mit Timo Brauer
Im Vergleich zum 4:0-Heimsieg gegen den SV Lippstadt 08 nur drei Tage zuvor ließ Christian Neidhart seine Anfangsformation unverändert. Schließlich gab es nach dem überzeugenden Auftritt in der Nachholpartie auch keinen Grund für Umstellungen, zumal Felix Bastians erneut wegen seiner Beschwerden am Hüftbeuger passen musste. Auch Cedric Harenbrock, der nach einer Einwechslung gegen Lippstadt angeschlagen war, stand nicht zur Verfügung.

Dagegen kehrten Erolind Krasniqi (ebenfalls Hüftbeuger) und José-Enrique Rios Alonso (nach überstandener Corona-Infektion) in das RWE-Aufgebot zurück. Bei den Sportfreunde Lotte lief der frühere RWE-Kapitän Timo Brauer diesmal wieder von Beginn an gegen seinen Heimatverein auf, konnte jedoch die deutliche Heimniederlage und den sicheren Abstieg auch nicht verhindern.

Kleinsorge trifft nach 77 Sekunden – Super-Solo von Young
Die Rot-Weissen begannen direkt dort, wo sie gegen den SV Lippstadt 08 aufgehört hatten. Gleich mit der ersten Aktion gingen die Gäste in Führung. Nach exakt 77 Sekunden nutzte Marius Kleinsorge nach Zuspiel von Sandro Plechaty die erste Tormöglichkeit zum 1:0. Am langen Pfosten musste der Winter-Neuzugang vom Drittligisten 1. FC Kaiserslautern nur noch einschieben.

Beflügelt von der frühen Führung blieben die Essener am Drücker, wollten direkt nachlegen. So kam Thomas Eisfeld zu zwei vielversprechenden Abschlüssen, verfehlte jedoch den Sportfreunde-Kasten ebenso wie Torschütze Marius Kleinsorge mit einem Kopfball. Nach 19 Minuten war dann aber der zweite Treffer fällig: „Isi“ Young setzte sich stark gegen zwei Gegenspieler durch und schlenzte die Kugel mit der Hilfe des Innenpfostens in den Kasten.

Mitte der ersten Halbzeit erarbeiteten sich die Sportfreunde Lotte zwar etwas mehr Ballbesitz, wurden aber in der Offensive kaum einmal wirklich gefährlich. Kurz vor der Pause zog dann RWE noch einmal das Tempo an – und wurde erneut belohnt. Nachdem Torjäger Simon Engelmann gegen seinen früheren Verein den Ball in Rücklage über das Tor befördert hatte, war nur wenig später der aufgerückte Innenverteidiger Daniel Heber nach einem Freistoß per Kopf zur Stelle und erhöhte auf 3:0 (45.).

Erneut Spielzeit für Eigengewächse Haiduk und Kaiser
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte bestimmten die Rot-Weissen weiter das Geschehen, hatten durch Marius Kleinsorge und Simon Engelmann die ersten beiden Tormöglichkeiten. Insgesamt machten es die Sportfreunde ihrem Gegner aber etwas schwerer, vor dem gegnerischen Kasten zu hochkarätigen Chancen zu kommen. Auf der Gegenseite kamen die Gastgeber zu ihren ersten Eckbällen, blieben allerdings recht ungefährlich.

Nach einer guten Stunde brachte RWE-Trainer Neidhart mit Zlatko Janjic (für Simon Engelmann) und U19-Linksverteidiger Nico Haiduk (für Marius Kleinsorge) die ersten beiden frischen Spieler. Später kamen auch noch Nils Kaiser (für Thomas Eisfeld) und David Sauerland (für Sandro Plechaty).

Allzu viel tat sich vor beiden Toren in der letzten halben Stunde nicht mehr. Sportfreunde-Schlussmann Michael Luyambula war bei einem Volleyschuss von Thomas Eisfeld auf dem Posten, Lottes „Joker“ Robert Nnaji verzog aus etwa 20 Metern knapp. Die beste Chance, um auf 4:0 zu erhöhen, leitete Eigengewächs Nico Haiduk ein. Isaiah Young traf jedoch nach der scharfen Hereingabe den Ball nicht. Kurz vor Schluss verzog dann noch Nils Kaiser, so dass es nach einer insgesamt einseitigen Partie beim souveränen 3:0 blieb.

RWE-Chef-Trainer Christian Neidhart war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Es war ganz wichtig, bei diesen Platzverhältnissen gut ins Spiel zu kommen. Die Einzelleistung beim 2:0 von Isi ist, wie auch der Standard zum 3:0, richtig gut. Wir haben unseren Soll heute erfüllt!“

Heimspiel gegen Wegberg-Beeck läutet englische Woche ein
Nach der intensiven englischen Woche mit drei Partien innerhalb von nur sechs Tagen hat Trainer Christian Neidhart diesmal etwas länger Zeit, um seine Mannschaft auf die nächste Partie vorzubereiten. Erst am kommenden Freitag (29. April) geht es ab 19.30 Uhr im Rahmen des 36. Spieltages mit dem Heimspiel gegen den FC Wegberg-Beeck weiter. Titelkonkurrent SC Preußen Münster empfängt gleichzeitig den KFC Uerdingen 05.

Danach geht es aber schon wieder Schlag auf Schlag und mit der voraussichtlich letzten englischen Woche der Spielzeit 2022/2023 weiter. Am Dienstag, 3. Mai, ab 19.30 Uhr steht das Niederrheinpokal-Halbfinale beim Titelverteidiger und Ligakonkurrenten Wuppertaler SV auf dem Programm. Vier Tage später (Samstag, 7. Mai, 14.00 Uhr) wartet dann die letzte Auswärtshürde der Regionalliga-Saison beim SV Rödinghausen.

Stimmen zum Spiel

Es war ganz wichtig, bei diesen Platzverhältnissen gut ins Spiel zu kommen. Die Einzelleistung beim 2:0 von Isi ist, wie auch der Standard zum 3:0, richtig gut. Wir haben unseren Soll heute erfüllt!

Christian Neidhart (Chef-Trainer RWE)

Wir sind das Spiel richtig angegangen. Frühe zwei Tore tun immer gut, dementsprechend haben wir das Geschehen von da an gestaltet. Für Lotte ist es nach dem Zwei-Tore-Rückstand schwer, wieder in die Partie zu kommen.

 

 

Sandro Plechaty (Abwehrspieler RWE)

Ich war mit der Leistung meiner Mannschaft nicht einverstanden.Der Matchplan ist nicht aufgegangen, wir haben einfache Gegentore kassiert.

Tim Wendel-Eichholz (Trainer Sportfreunde Lotte)