Sportfreunde Neuwerk – Rot-Weiss EssenRot-Weiss Essen – Rot-Weiss Essen

Sportfreunde Neuwerk

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Rot-Weiss Essen

Mi. 13.10. 19:30 Uhr

0 - 7

0 - 3

GegnerinfosSpielberichtStimmen

Wer sind eigentlich die Sportfreunde Neuwerk?

Live vor Ort war Sportfreunde Neuwerk-Vorstand Roger Neumann bei der Auslosung am 30. September nicht, als Ex-RWEler Arie van Lent die Paarung zwischen RWE und seinem Bezirksliga-Klub zog – berufliche Verpflichtungen hielten ihn davon ab, in die Sportschule Wedau zu kommen. Wohl hatte man das Geschehen jedoch im Vereinsheim via Livestream auf dem Fernseher verfolgt und ordentlich gejubelt, als die Rot-Weissen aus dem Topf gezogen wurden. „Schon in der ersten Runde hatten wir gehofft: Wenn schon einer von den großen Klubs, dann RWE“, so Neumann. Nun erfüllt sich das Wunschlos zur zweiten Runde, die Sportfreunde bitten den Regionalliga-Tabellenführer am Mittwoch, den 13. Oktober, 19.30 Uhr, zum Niederrheinpokal-Duell.

„Ich würde behaupten, dass das zumindest in meiner Vorstandszeit das größte Pflichtspiel ist“, gibt Neumann, der seit 2005 im Vorstand ist und seit 2016 das Amt des 1. Vorsitzenden inne hat, zu Protokoll. Zu Vereinsjubiläen ist der Mönchengladbacher Vorortklub, der per Freilos die 2. Runde erreichte, für Freundschaftsspiele schon auf die große Borussia getroffen. Ein echtes Event, schließlich sind die meisten Spieler privat „Fohlen“-Fans.

In Essen hingegen wurde wohl eine gewisse Suchmaschine angeschmissen, um überhaupt zu schauen, wo die Reise hingeht. „Wir wissen aktuell noch nicht viel über den Gegner, außer, dass es ein Mönchengladbacher Stadtteil-Verein ist und sie in der Bezirksliga spielen“, behauptete RWE-Vorstand Marcus Uhlig nach der Auslosung augenzwinkernd. Mittlerweile dürfte die Route aber nicht nur für den Mannschaftsbus-Fahrer bekannt sein! „Wir werden uns natürlich professionell auf dieses Spiel vorbereiten, um seriös eine Runde weiter zu kommen“, gibt der 50-Jährige vor.

Sportfreunde Neuwerk: Absprachen mit Stadt und Sicherheitsbehörden waren nötig
Besondere Vorfreude wecken bei Neuwerk die Essener Fans und die 1.000 zu erwartenden Zuschauer, auch wenn die Organisation solcher Partien einen Mehraufwand gegenüber üblichen Ligaspielen bedeutet. Die Neuwerker verfügen zwar mit etwa 150 Zuschauern über einen recht hohen Schnitt in der Bezirksliga, dennoch fordert besonders die Trennung von Heim- und Gästefans heraus: „Ein zweiter Getränkestand und ein zweiter Imbisswagen müssen eingerichtet werden, um die Wege möglichst bequem zu machen“, erklärt Sportfreunde-Neuwerk-Vorstand Neumann, der nach der Ansetzung mit Stadt sowie Sicherheitsbehörden klären musste, ob die Austragung eines Heimspiels auf der eigenen Bezirkssportanlage überhaupt möglich sei.

Tabellenplatzierung lässt zu wünschen übrig
So zufriedenstellend die Auslosung, so wenig Glück im Liga-Alltag: Auch wenn die Niederrheinpokal-Qualifikation für das nächste Jahr mit einem 4:1-Halbfinal-Sieg über den höherklassigen Landesligisten DJK/VfL Giesenkirchen schon geschafft ist, befindet sich die von Markus Lehnen trainierte Mannschaft aktuell auf dem elften Tabellenplatz und hinkt den eigenen Erwartungen hinterher. Englische Wochen in der Pokalsaison und Verletzungssorgen hindern die Ambitionen der Mönchengladbacher – mittelfristig möchte der Vorortklub, der 2019 den Sprung aus der A-Kreisliga machte, den Landesliga-Aufstieg schaffen.

„Wir haben sehr viele junge und talentierte Spieler“, erklärt Neumann, der Neuwerk-Vorstand weiß aber auch um das Können des Branchenprimus Victoria Mennrath sowie dem Spielwitz der 2. Mannschaft von RWE-Liga-Konkurrent SV Straelen. „Darum wird es wohl in diesem Jahr noch nichts werden“, so Neumann, der dennoch positiv gestimmt in die Zukunft schaut.

Problemlos in Runde drei

Nächste Runde gebucht! Rot-Weiss Essen setzte sich bei Bezirksligist Sportfreunde Neuwerk ungefährdet 7:0 (3:0) durch. Für die Tore auf dem Kunstrasenplatz in Mönchengladbach waren Giuliano Zimmerling (34.), Zlatko Janjic (37./39.), Felix Heim (50.), Oguzcan Büyükarslan (62./87.) und Oguzhan Kefkir (84.) verantwortlich. „Wir haben unseren Job erfüllt, vorn sieben Tore erzielt und hinten zu Null geblieben. Die ersten drei Treffer waren gut und mit viel Tempo herausgespielt. In diesen Situationen war zu sehen, welche Qualität in der Mannschaft steckt“, resümierte Christian Neidhart nach der Partie.

Gegenüber dem Rekorderfolg in der Regionalliga West beim KFC Uerdingen (11:0) nahm Neidhart zahlreiche Änderungen vor. So blieb nur Felix Herzenbruch übrig, der auch beim höchsten Sieg in der Geschichte der Regionalliga West in ihrer aktuellen Form (seit der Saison 2012/2013) zur Startelf gehörte. Neu im Team waren Torhüter Jakob Golz, der zuletzt angeschlagene Daniel Heber, Yanick Langesberg, Guiliano Zimmerling, David Sauerland, Kevin Holzweiler, Erolind Krasniqi, Felix Heim und Zlatko Janjic. Niklas Tarnat gab im zentralen Mittelfeld sein Debüt.

Zimmerling bricht den Bann
Die erste Chance der Partie gehörte Giuliano Zimmerling. Der Kapitän der Rot-Weissen U19 scheiterte aber an Sportfreunde-Torhüter Tim Kreuels. Neuwerk näherte sich mit einem Konter erstmals dem Essener Tor, Golz passte aber auf. Die nachfolgende Ecke brachte nichts ein. Die beste Möglichkeit der Anfangsphase gehörte Kevin Holzweiler, der in der 10. Minute freistehend aber zu ungenau zielte. Bei einem Freistoß von Zlatko Janjic (18.) war Kreuels erneut zur Stelle.

Nach einer halben Stunde musste Christian Neidhart das erste Mal wechseln. Erolind Krasniqi, der einige Minuten zuvor gefoult worden war, ging vom Feld. Für ihn kam Cedric Harenbrock in die Partie. Und der „Joker“ war gleich gut ins Spiel eingebunden. Harenbrock bediente Felix Heim, dessen Hereingabe verwertete Zimmerling (33.) zur hochverdienten Führung. Auch beim zweiten Treffer hatte Heim seine Füße im Spiel. Dieses Mal bediente er Zlatko Janjic (36.). Nur kurze Zeit später erlief sich David Sauerland einen Schnittstellen-Pass von Harenbrock und legte auf Janjic (39.) quer, der keine Probleme hatte, seinen Doppelpack perfekt zu machen.

Büyükarslan sorgt für den Schlusspunkt
In der Halbzeitpause nahm Christian Neidhart seine nächste Auswechslung vor. Daniel Heber blieb in der Kabine, dafür durfte sich U19-Spieler Mustafa Kourouma bei den Profis zeigen. Der wohl schönste Treffer des Abends ging auf das Konto von Felix Heim (50.). Der 20-jährige Offensivspieler schlenzte den Ball aus dem Stand in den Winkel. Wenig Anlaufzeit benötigte Oguzcan Büyükarslan (62.). Der U19-Offensivspieler erhöhte nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung – nach Vorarbeit des ebenfalls neu in die Partie gekommenen Oguzhan Kefkir – auf 5:0.

Bei einem weiteren Versuch von Heim (63.) verhinderte nur der Pfosten einen höheren Zwischenstand. Obwohl es am Weiterkommen der Rot-Weissen keine Zweifel mehr gab, waren die Sportfreunde Neuwerk um den Ehrentreffer bemüht. Jakob Golz (67.) klärte bei einem Konter der Hausherren aber rund 40 Meter vor dem eigenen Tor. Mustafa Kourouma (72.) war kurz vor der Linie zur Stelle und konnte zur Ecke klären. Stattdessen fielen die Treffer auf der anderen Seite. Oguzhan Kefkir (84.) traf mit einem halbhohen Schuss. Büyükarslan (87.) vollendete zum 7:0 in die untere Ecke. Das war auch der Schlusspunkt.

Für RWE geht es nun am kommenden Samstag, 16. Oktober, 14.00 Uhr, mit dem nächsten Ligaspiel weiter. Dann empfängt der Spitzenreiter der Regionalliga West an der Hafenstraße den SC Wiedenbrück.

Stimmen zum Spiel

„Wir haben unseren Job erfüllt, vorn sieben Tore erzielt und hinten zu Null geblieben. Die ersten drei Treffer waren gut und mit viel Tempo herausgespielt. In diesen Situationen war zu sehen, welche Qualität in der Mannschaft steckt.“

Christian Neidhart (Chef-Trainer RWE)