SpVgg Unterhaching – Rot-Weiss EssenRot-Weiss Essen – Rot-Weiss Essen

Mi., 04.10.2023 19:00 Uhr

SpVgg Unterhaching : Rot-Weiss Essen

4 : 0

:

Abpfiff

28. Mathias Fetsch

45+2. Mathias Fetsch

46. Lucas Brumme für Sascha Voelcke

46. Isiah Ahmad Young für Felix Götze

57. Mathias Fetsch

89. Mathias Fetsch

88

51

83

64. Andreas Wiegel für Eric Voufack

64. Moussa Doumbouya für Ron Berlinski

71. Leonardo Vonic für Cedric Harenbrock

70. Manuel Stiefler für Ben Westermeier

70. Maurice Krattenmacher für Simon Skarlatidis

83. Florian Schmid für Aaron Keller

83. Maximilian Welzmüller für Sebastian Maier

89. Max Lamby für Mathias Fetsch

Tore

28. Mathias Fetsch

45+2. Mathias Fetsch

57. Mathias Fetsch

89. Mathias Fetsch

Karten

51.

83.

88.

Auswechselungen

46. Lucas Brumme
Sascha Voelcke

46. Isiah Ahmad Young
Felix Götze

64. Andreas Wiegel
Eric Voufack

64. Moussa Doumbouya
Ron Berlinski

70. Manuel Stiefler
Ben Westermeier

70. Maurice Krattenmacher
Simon Skarlatidis

71. Leonardo Vonic
Cedric Harenbrock

83. Florian Schmid
Aaron Keller

83. Maximilian Welzmüller
Sebastian Maier

89. Max Lamby
Mathias Fetsch

TicketinfosDuellcheckFan-HinweiseSpielberichtStimmenVideo-Vorbericht

Nur vier Tage nach dem Oktober-Auftakt im Heimspiel gegen Dynamo Dresden, reist Rot-Weiss Essen zur SpVgg Unterhaching in den Uhlsport Park.

Eintrittskarten für die Partie sind zwischen Freitag (22. September, 10.00 Uhr) und Samstag (23. September, 20.00 Uhr) in einer exklusiven Online-Mitglieder-Vorkaufsphase erhältlich. Der freie Verkauf beginnt Montag (25. September), um 10.00 Uhr über den Online-Ticketshop und Dienstag (26. September), um 14.00 Uhr am Ticketschalter am Fanshop an der Hafenstraße.

Der Bayern-Regionalliga-Aufsteiger stellt RWE dabei knapp 1.800 Eintrittskarten zur Verfügung, die zu folgenden Preisen (inkl. VVK-Gebühr) erhältlich sind:

Sitzplatz               24,20 Euro
Stehplatz Voll       14,30 Euro
Stehplatz erm.     8,80 Euro

Ermäßigungsberechtigt sind Jugendliche von 8 bis 17 Jahren, Schüler, Studenten, Auszubildende, FSJler, Bundesfreiwilligendienst-Leistende und Rentner.

Sieben Tage, drei Spiele, ein Ziel

RWE kommt mit Rückenwind dank eines 3:1-Erfolgs gegen Dynamo Dresden in den Uhlsport Park Unterhaching. (Foto: Endberg)

Keine 76 Stunden hatten die Rot-Weiss Essen Profis Zeit zum Ausruhen! Nur drei Tage nach dem spektakulären 3:1-Heimerfolg vor mehr als 18.500 Zuschauern im Stadion an der Hafenstraße gegen Dynamo Dresden, ist RWE am Mittwochabend (19.00 Uhr) mit breiter Brust im rund 650 Kilometer entfernten Uhlsport Park bei der SpVgg Unterhaching zu Gast. Knacken muss RWE eine harte Nuss: Der Bayern-Regionalliga Aufsteiger verließ nur einmal in acht Drittliga-Partien den Platz als Verlierer. Alle wichtigen Details zum Flutlichtspiel im Duellcheck!

Die Ausgangslage:

„Seit Wochen reden wir über Effizienz, die war heute da!“: Chef-Trainer Christoph Dabrowski konnte mit der Leistung seines Teams nach dem 3:1-Heimsieg gegen Dynamo Dresden nur zufrieden sein! Von „unfassbarer Motivation“ dank des Erfolges gegen den Tabellenführer für die anstehenden Tage sprach so Ron Berlinski, Angreifer und Vorlagengeber zum 2:0.

Wichtig – denn der rot-weisse Kalender ist besonders in der ersten Oktoberwoche schwindelerregend voll. Mit dem Flugzeug geht es für das Dabrowski-Team unter der Woche nach München zum Auswärtsspiel in Unterhaching. Kaum hat der Linien-Rückflug dann wieder auf westfälischem Boden aufgesetzt, machen es sich die Profis des SC Verls in der Gästekabine des Stadions an der Hafenstraße bequem (Sa., 14.00 Uhr). Auch wenn dieses schweißtreibende Programm für den einen oder anderen Zuschauer mit Job, Kind und Kegel verständlicherweise zu straff sein wird – die Drittliga-Profis nehmen es gelassen. Außenverteidiger Eric Voufack meint trocken: „Das ist unser Job!“

Rot-Weisser Jubelmoment: Als Felix Götze mit seinem Treffer den Heimsieg gegen Dresden einleitete, stand die Hafenstraße Kopf. (Foto: Höft)

Und in der Stellenbeschreibung für das Profil des Drittliga-Fußballers steht dieser Wochen noch etwas anderes: Oberwasser in der Tabelle gewinnen! Trotz drei Siegen und drei Remis bleibt das Klassement unfassbar eng. Gewinnt RWE, könnte das derzeit zehntplatzierte Dabrowski-Team Mittwochabend mit einem Sieg auf dem vierten Tabellenplatz stehen. Läuft es auf den anderen Plätzen und im Uhlsport Park für Rot-Weiss schlecht, dann winkt die 11. Position.

Grund genug für Optimismus gibt es immerhin dieser Tage an der Hafenstraße. Nicht nur der furiose Sieg gegen Dresden: RWE ist auch – an geteiltem erstem Platz mit Regensburg – das Team mit den wenigsten kassierten Gegentreffern. Mit neun selbst erzielten Treffern liegt das Team von Chef-Coach Dabrowski hingegen auf einem Mittelfeldplatz. Kurios: Jedes Erfolgserlebnis verbuchte ein jeweils unterschiedlicher Essener. Das kann so kein anderer Verein für sich behaupten, nicht einmal bei weniger erzielten Treffern.

Gute Nachrichten kommen derweil auch aus dem Hafenstraßen-Lazarett: Nils Kaiser (Innenbandriss) und Isaiah Young (Augenblessur) kehren nach Verletzung zurück. Es fehlen für die Englische Woche somit nur noch die Langzeitverletzten Fabian Rüth (Kreuzbandriss), Ekin Celebi (Reha-Training nach Leistenoperation) und Thomas Eisfeld (Reha-Training nach Teilriss der Symdesmose). Ob es Björn Rother rechtzeitig schafft, nach einem Schlag im Zweikampf fit zu werden, ist noch unklar.

Der Gegner

02. August 2022. Flutlichter erhellen die Abenddämmerung und Bayern-Regionalligist SpVgg Unterhaching ist auf bestem Wege, gegen den TSV Heimstetten den vierten Dreier in Folge einzutüten. Saisonstart geglückt! Ex-Bundesligaprofi Sandro Wagner zitiert den 16-jährigen Maurice Krattenmacher zu sich. In wenigen Momenten gibt ein Linksaußen sein Debüt, den Vereinspräsident Manfred Schwabl bereits Monate zuvor als „Ausnahmetalent“ bezeichnet. Für ein Profidebüt empfahl sich der Youngster, unlängst Junioren-Nationalspieler, mit 23 Toren in 23 U17-Bundesligaspielen. Medienberichten zufolge ist dadurch die Fußball-Königsklasse auf den torgefährlichen Krattenmacher aufmerksam geworden.

Wie man Rohdiamanten schleift, wissen sie in Unterhaching: Karim Adeyemi verließ nach sechs Jahren 2018 die SpVgg-Talentschmiede. Als der Flügelflitzer im Sommer 2022 von Salzburg für eine große Transfersumme zu Borussia Dortmund wechselte, verdiente Unterhaching dank einer Weiterverkaufsbeteiligung stattlich mit. Und genau wegen dieses Know-Hows im Umgang mit Talenten ist Krattenmacher wohl noch Teil des Kaders. Der heute 18-Jährige stand bislang in jedem Drittliga-Spiel auf dem Platz. Beim triumphalen 2:0-DFB-Pokal-Erfolg gegen den FC Augsburg – im Zweitrundenspiel reist nun Fortuna Düsseldorf nach Bayern – kam der Goalgetter zudem zu einem Kurz-Einsatz.

Es gibt viele spannende Geschichten zum Liga-Neuling zu erzählen. Obwohl das Synonym eigentlich fehl am Platz wie ein Schalke-Trikot auf der WAZ-Westkurve ist: Haching hat 425 und damit die zweitmeisten Drittliga-Spiele der Wettbewerbsgeschichte hinter sich. 2008 klopfte die Spielvereinigung gar an Tür und Tor der Zweitklassigkeit, verpasste den Aufstieg nur knapp. Später pendelte sich die Mannschaft, die einst Fahrstuhlfahren zwischen 1. und 2. Bundesliga sowie Drittklassigkeit besser beherrschte als ein Aufzugführer, in der 3. Liga ein. Mit zwei Jahren Unterbrechung war Unterhaching zwischen 2008 und 2021 Stammgast.

Klarere Philosophie: Bei Unterhaching treffen junge Talente auf erfahrene Profis. (Foto: SpVgg Unterhaching)

Eine weitere Anekdote für die Geschichtsbücher: die Sache mit Sandro Wagner. Nach dem Drittliga-Abstieg nahm der Klub ein Risiko und beförderte U19-Trainer Wagner, ein Jahr zuvor noch Torjäger vom Dienst bei Tianjin Teda und damit Teamkollege von RWE-Capitano Felix Bastians, zum Übungsleiter. Zwei beachtliche Saisons und ein Aufstieg später ist der 35-jährige Münchener heute Co-Bundestrainer von Julian Nagelsmann. Kann man so machen!

Des einen Glückes stellte in diesem Fall den anderen vor eine Aufgabe: Klubpräsident Manfred Schwabl musste einen neuen Coach für die 3. Liga suchen – und fand ihn in Marc Unterberger. Der 34-Jährige war rund 13 Jahre in der Hachinger Jugendabteilung beschäftigt. Für sein Engagement nimmt die SpVgg Unterhaching eine Geldstrafe in Kauf: Weil Unterberger nicht über die nötige Fußballlehrer-, sondern „nur“ über eine A-Lizenz verfügt, zahlt der Klub 10.0000 Euro Sanktion an den Deutschen Fußball-Bund. Pro Spieltag, an dem Unterberger das Team leitet, kommen weitere 3.500 hinzu. Mit Strafen kennt sich die SpVgg ohnehin aus: 30-mal kassierten die Süd-Münchener schon gelb. Stolzer Wert!

Immerhin: Fünmal spielte der Bayern-Klub Remis, zweimal sammelte Unterhaching Dreier – und nur eine einzige Partie ging verlroren; das ist ligaweiter und mit Saarbrücken sowie Regensburg geteilter Bestwert. Damit steht ein solider 12. Tabellenplatz. Besonders beachtlich dabei: die Mannschaft ist zur Vor-Saison nahezu komplett unverändert. Nur Stamm-Innenverteidiger Raphael Schifferl wechselte vom österreichischem Wolfsberger AC auf Leihbasis in die Münchener Metropolregion – und das nur, weil zwei Innenverteidiger den Klub verließen.

Haching hat sein inneres Gleichgewicht gefunden. Die klare Philosophie: Junge Hüpfer treffen auf alte Haudegen! 18 Spieler unter 22 – 16 davon kickten einmal für die eigene Jugend. Auf der anderen Seite sieben Spieler, die 32 Jahre alt oder älter sind. Ihre Erfahrung: zusammengerechnet an die 2.600 Profi-Pflichtspiele – was für eine Zahl!

SpVgg-Torgarant Patrick Hobsch liegt mit 28 Lenzen übrigens genau dazwischen: er erzielte in zwei Bayern-Regionalliga-Jahren 55 Treffer in 72 Spielen, legte 13 weitere auf und hat damit einen Scorer-Durchschnitt von beinahe einem Treffer pro Spiel. Auch das bringt zum Staunen.

Eine Schlüsselrolle nimmt Hobsch auch in der 3. Liga ein, er war schließlich derjenige, der am vergangenen Wochenende gegen den BVB einen Punkt rettete. Im „Stadion Rote Erde“ holte der wuchtige Angreifer mit seinem Team einen 0:2-Rückstand auf. Nach 87 Zeigerumdrehungen vollendete Hobsch ein hohes Anspiel als letzter Mann und schraubte seinen derzeitigen Tor-Stand so auf drei Treffer hoch. Damit ist der 28-Jährige, der wenige Tage nach der Partie Geburtstag feiert, nun alleinig bester Unterhaching Torschütze.

Das Stadion:

Uhlsport Park | Eröffnet: 1992 (Letzte Renovierung: 2019) | Eigentümerin: Stadt Unterhaching

Letzte 07 Duelle:

    • 15. April 2007: RWE – Unterhaching 1:1 (Tor Rot-Weiss: Bucher [Eigentor])

    • 12. November 2006: Unterhaching – RWE 2:1 (Tor: Buck [Eigentor])

    • 22. Mai 2005: RWE – Unterhaching 0:1

    • 12. Dezember 2004: Unterhaching – RWE 4:0

    • 11. Juni 1997: RWE – Unterhaching 1:2 (Tor: Vier)

    • 08. Dezember 1996: Unterhaching – RWE 2:0

    • 09. Dezember 1989 Unterhaching – RWE 0:2 (Tore: Thommessen / Kontny)

Der Schiedsrichter:

Felix Prigan aus Deizisau in Baden-Württemberg, pfeift mit jungen 24 Jahren am kommenden Mittwoch sein zweites Drittliga-Spiel. Die erste Partie vor zwei Wochen hatte es gleich in sich. Im Duell zwischen Borussia Dortmunds Amateuren und Viktoria Köln musste Prigan gleich zweimal auf den Punkt zeigen.

Bei der Spielführung helfen Prigan die Assistenten Kadir Yagci (23) und Kenny Abieba (25, Nürnberg) sowie als vierter Offizieller Felix Wagner (22).

Das Wetter:

Bestes Wetter im Süden! Bei 14 Grad wird sich der Sonnen- langsam gegen den Flutlichtschein auswechseln.

Übertragung:

MAGENTA SPORT überträgt die Partie ab 18.45 Uhr live. Franz Büchner kommentiert das Match, Moderator ist Simon Köpfer.

FAN-HINWEISE ZUM UNTERHACHING-AUSWÄRTSSPIEL

420 Fans begleiten Rot-Weiss Essen unter der Woche nach Bayern.
Knapp 450 Fans begleiten Rot-Weiss Essen am Mittwochabend nach Bayern. (Foto: Endberg)

Rot-Weiss Essen trifft am Mittwoch, den 04. Oktober, 19.00 Uhr, im Rahmen des 9. Drittliga-Spieltags der Saison 2023/24 auf die SpVgg Unterhaching. Wichtige Informationen zum Spielbesuch finden Zuschauer in den Fan-Hinweisen.

Im Stadion:

Der Uhlsport Park öffnet ab 17.30 Uhr seine Tore (90 Minuten vor Anstoß).

Der Gastbereich befindet sich auf der Nordtribüne im Block „GÄSTE Nord“. Der Zugang erfolgt über den Eingang Nord.

Ticketsituation:

Für das Spiel bei der SpVgg Unterhaching haben sich knapp 450 RWE-Fans ein Ticket gesichert. Im Online-Ticketshop der Bayern können Rot-Weisse weiterhin Karten für den Gästeblock kaufen und per „Print@Home“ ausdrucken. Zum Unterhaching-Online-Ticketshop gelangen Fans hier.

Die Gäste-Tageskasse im Uhlsport Park öffnet ab 17.30 Uhr.

Anreise:

Auf dem Parkplatz „S3“ CAMPEON INFINEON können RWE-Fans kostenlos parken. Hier stehen reichlich Parkplätze für PKW, 9er-Busse und Reisebusse zur Verfügung.

Die Zufahrt erfolgt direkt nach der Autobahnausfahrt „Neubiberg“ auf der A8. Rot-Weisse halten sich im Anschluss rechts Richtung Infineon/Campus-Gelände. Der Fußweg zum Stadion beträgt ab dann ca. 10 Minuten und wird nach der Autobahnausfahrt „Neubiberg“ ausgeschildert.

Hinweis: Zwischen 16.00 Uhr und 22.00 Uhr ist die Straße hinter der kompletten Osttribüne ab dem EDEKA-Supermarkt an der Straße „Am Sportpark“ bis zum S2-Parkplatz an der Straße „Gauß-Allee“ gesperrt.

Gebrauchter Abend in Haching

Rot-Weiss Essen musste am 9. Spieltag in der 3. Liga die bislang höchste Saisonniederlage hinnehmen. Beim Aufsteiger SpVgg Unterhaching unterlag das Team von Trainer Christoph Dabrowski 0:4 (0:2). Vor 3.600 Zuschauern im Hachinger Sportpark erzielte der bereits 35-jährige Angreifer Mathias Fetsch (28./45.+2/57./89.) alle vier Treffer der Partie. „Das war ein gebrauchter Abend für uns“, redete Christoph Dabrowski nicht um den heißen Brei herum: „Obwohl wir um die Stärken von Haching bei Standards und Flanken wussten, haben wir viel zu einfache Gegentore kassiert, waren fahrlässig und fahrig. Dazu haben wir die Chancen, die wir bekommen haben, nicht genutzt. Das einzige Gute ist, dass wir schon in drei Tagen gegen den SC Verl die Chance haben, es wesentlich besser zu machen.“ Torhüter Jakob Golz, der zuvor in acht Partien insgesamt nur sechs Gegentore zugelassen und schon viermal zu Null gespielt hatte, meinte: „Unterhaching hat uns für unsere Fehler eiskalt bestraft und völlig verdient gewonnen.“ Bei allen Treffern war Golz machtlos.

Startelf-Debüt für Voufack und Voelcke

Im Vergleich zum 3:1-Heimsieg gegen Meisterschaftsfavorit Dynamo Dresden hatte Christoph Dabrowski zwei Veränderungen in seiner Anfangsformation vorgenommen. Auf den beiden Außenverteidiger-Positionen feierten Eric Voufack (rechts) und Sascha Voelcke (links) jeweils ihr Startelf-Debüt. Dafür erhielten Andreas Wiegel und Lucas Brumme zunächst eine Pause.

In der Innenverteidigung setzte „Dabro“ diesmal von Beginn an auf eine Dreierkette mit José-Enrique Rios Alonso, Kapitän Felix Bastians und Felix Götze. So hatten die Rot-Weissen schon in der zweiten Halbzeit gegen Dresden erfolgreich verteidigt. Vinko Sapina räumte wie gewohnt vor der Abwehr ab. In der Offensive sollten vor allem Torben Müsel, Cedric Harenbrock, Marvin Obuz und Mittelstürmer Ron Berlinski die Akzente setzen.

Verletzungsbedingt stand neben den Rekonvaleszenten Thomas Eisfeld (Teilriss des Syndesmosebandes und Innenbandzerrung), Ekin Celebi (Leisten-Operation) und Fabian Rüth (Kreuzbandriss) auch Björn Rother wegen einer Wadenverletzung nicht zur Verfügung. Dafür kehrten Flügelspieler Isaiah Young, der gegen Dresden wegen einer im Training erlittenen Augenverletzung passen musste, und Mittelfeldspieler Nils Kaiser nach langer Pause wegen eines Innenbandanrisses im Knie in den RWE-Kader zurück.

Erster Eckball bringt RWE direkt in Rückstand

Die Gastgeber hatten in der Anfangsphase etwas mehr vom Spiel, wurden aber erst nach 13 Minuten erstmals richtig gefährlich. Innerhalb weniger Sekunden musste Jakob Golz zweimal gegen Simon Skarlatidis und einmal gegen Hachings Torjäger Patrick Hobsch mit starken Paraden einen Rückstand verhindern. Außerdem klärte Felix Götze auf der Linie. Da mussten die mitgereisten RWE-Fans schon tief durchatmen.

Nur wenig später tauchten aber auch die Essener erstmals richtig gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Nach mustergültiger Vorarbeit von Eric Voufack kam Marvin Obuz von der Strafraumgrenze zum Abschluss, stellte Hachings Torhüter René Vollath aber vor keine unlösbare Aufgabe. Der erste Eckball der Hausherren führte dann zum Rückstand für RWE. Die Hereingabe von Simon Skarlatidis auf den kurzen Pfosten verlängerte Mathias Fetsch per Kopf zum 1:0 (27.) in Netz. Jakob Golz hatte keine Abwehrmöglichkeit.

Die Essener versuchten zwar, konstruktiv nach vorne zu spielen und sich Torchancen zu erarbeiten, waren oft aber zu ungenau und leisteten sich zahlreiche Abspielfehler. Dazu fanden die letzten Pässe oder die abschließenden Flanken meistens nicht den vorgesehenen Abnehmer. Viele Angriffe wurden daher nicht gut zu Ende gespielt. Äußerst effektiv erwiesen sich dagegen die Hachinger, die in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit erhöhten. Nach einer weiten Flanke von Nils Ortel war es erneut Mathias Fetsch, der sich gegen Eric Voufack rustikal durchsetzte und dann mit dem Kopf zur Stelle war. Vom Innenpfosten prallte die Kugel zum 2:0 (45.+2) über die Linie.

Brumme verpasst Anschlusstor – und patzt

Zur Pause reagierte das RWE-Trainerteam mit den ersten beiden Wechseln. Für Sascha Voelcke rückte Lucas Brumme auf seine gewohnte Linksverteidiger-Position. Für den angeschlagenen Felix Götze kam „Isi“ Young und wirbelte auf dem rechten Flügel. In der Abwehr wurde deshalb auf eine Viererkette umgestellt.

Lucas Brumme war dann auch der „Hauptdarsteller“ der Anfangsphase. Die zunächst deutlich aktiveren Rot-Weissen hatten die große Chance auf den Anschlusstreffer, als der Neuzugang vom SV Wehen Wiesbaden nach einem sehenswerten Solo mit seinem allerdings schwächeren rechten Fuß zum Abschluss kam. Der Schuss von der Strafraumgrenze strich nur knapp am Pfosten vorbei. Fast im Gegenzug war Lucas Brumme dann aber entscheidend am dritten Gegentor beteiligt. Er verlor im eigenen Strafraum den Ball an Sebastian Maier, der keine Mühe hatte, den Ball für Mathias Fetsch querzulegen – 3:0 (57.). Damit war das Spiel praktisch schon entschieden.

Mit Andreas Wiegel (für Eric Voufack), Moussa Doumbouya (für Ron Berlinski) und schließlich auch Leonardo Vonic (für Cedric Harenbrock) kamen bei RWE noch drei frische Spieler. Leonardo Vonic hatte dann auch nach einem feinen Pass von Moussa Doumbouya die beste Chance, um zu verkürzen, scheiterte jedoch an René Vollath. Außerdem verzog Vinko Sapina knapp. Kurz vor Schluss erlebten die „Fetsch-Festspiele“ dann noch ihren Höhepunkt. Einen Freistoß des eingewechselten Maximilian Welzmüller verlängerte der routinierte Angreifer zum 4:0-Endstand ins Netz (89.) und schnürte damit seinen ersten Viererpack in der 3. Liga.

Zweite „Englische Woche“ in Serie endet gegen Verl

Für die Rot-Weissen geht es nach dem Gastspiel in Unterhaching Schlag auf Schlag weiter. Schließlich steht bereits am kommenden Samstag (07. Oktober) ab 14.00 Uhr im Rahmen der zweiten „Englischen Woche“ in Serie das nächste Heimspiel im Stadion an der Hafenstraße auf dem Programm. Dann stellt sich mit dem SC Verl ein alter Bekannter aus der Regionalliga West und der Ex-Klub von Vinko Sapina und Ron Berlinski in Essen vor. Die Ostwestfalen sorgten am Dienstag mit ihrem 3:1-Derbysieg gegen Arminia Bielefeld für Aufsehen und verließen damit die Abstiegsplätze.

Um trotz des äußerst eng getakteten Spielplans eine bestmögliche Vorbereitung zu gewährleisten, reisten die Rot-Weissen am Dienstag mit dem Flieger nach Unterhaching an und verbringen auch nach der Partie noch eine Nacht in Bayern, ehe es zurück in die Heimat geht.

Stimmen zum Spiel

Sehr unbefriedigend! Das ist ein Brett und da gibt es eine riesige Diskrepanz zwischen heute und Sonntag. Wir waren fahrig und die Gegentore naiv. Nach dem 3:0 wurde es immer schwieriger, gegen einen so aufopferungsvollen Gegner etwas zu holen.

Wir müssen das jetzt schnell abhaken, über unsere Fehler sprechen und Samstag eine Reaktion zeigen. Dass wir es besser können, haben wir gezeigt. Ich bin froh, dass es schnell weiter geht.

Christoph Dabrowski (Chef-Trainer RWE)

Bitter! Wir haben bei Standards nicht gut verteidigt und klare Chancen nicht genutzt. An der Einstellung hat es nicht gelegen. Wir haben es immer wieder versucht.

Vinko Sapina (Mittelfeldspieler RWE)

Wir sind nicht ins Spiel gekommen, wie wir uns das vorgestellt haben. Durch einen Eckball haben wir das 1:0 und schließlich das 2:0 kassiert. Das war zu einfach! Für mich ist das Ergebnis verdient.

José-Enrique Rios Alonso (Abwehrspieler RWE)

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Cedric Harenbrock (Mittelfeldspieler RWE)

Für uns ging es darum, von Minute eins die Leistung aus der zweiten Halbzeit gegen Dortmund (Anm.: am Sonntag; 2:2) auf den Platz zu bringen. Das haben wir geschafft.

Marc Unterberger (Chef-Trainer Unterhaching)