SV Wehen Wiesbaden – Rot-Weiss EssenRot-Weiss Essen – Rot-Weiss Essen

So., 02.10.2022 14:00 Uhr

SV Wehen Wiesbaden : Rot-Weiss Essen

3 : 1

1 : 0

Abpfiff

44. Ivan Prtajin

52. Andreas Wiegel

73. Ivan Prtajin

77. Ahmet Gürleyen

57

72

74

64. Isiah Ahmad Young für Oguzhan Kefkir

69. Daniel Heber für Björn Rother

81. Aurel Loubongo-M'Boungou für Lawrence Ennali

81. Clemens Fandrich für Andreas Wiegel

62. Bjarke Halfdan Jacobsen für Gino Fechner

73. Kianz Froese für Johannes Wurtz

85. Nico Rieble für Ahmet Gürleyen

86. Lucas Brumme für Benedict Hollerbach

Tore

44. Ivan Prtajin

52. Andreas Wiegel

73. Ivan Prtajin

77. Ahmet Gürleyen

Karten

57.

72.

74.

Auswechselungen

62. Bjarke Halfdan Jacobsen
Gino Fechner

64. Isiah Ahmad Young
Oguzhan Kefkir

69. Daniel Heber
Björn Rother

73. Kianz Froese
Johannes Wurtz

81. Aurel Loubongo-M'Boungou
Lawrence Ennali

81. Clemens Fandrich
Andreas Wiegel

85. Nico Rieble
Ahmet Gürleyen

86. Lucas Brumme
Benedict Hollerbach

SpielberichtVideo-VorberichtFan-Hinweise

Bitterböser Doppelschlag!

Rot-Weiss Essen muss weiter auf den ersten Auswärtssieg in der 3. Liga warten. Das Team von Trainer Christoph Dabrowski unterlag am 10. Spieltag 1:3 (0:1) beim SV Wehen Wiesbaden. Die Hessen kletterten nach den Treffern von Ivan Prtajin (44./74.) und Ahmet Gürleyen (77.) auf den dritten Tabellenplatz. Andreas Wiegel (52.) hatte vor 4.526 Zuschauern – davon rund 2.000 aus Essen – zwischenzeitlich ausgeglichen. Während im Stadion an der Hafenstraße zuletzt zwei Siege in Serie gelangen, läuft es für die Rot-Weissen auswärts weiterhin nicht rund. In Wiesbaden mussten die Rot-Weissen ihre dritte Niederlage in der Fremde hinnehmen – diesmal erstmals mit mehr als einem Tor Unterschied. Dennoch belegt RWE weiterhin einen Nichtabstiegsplatz. „Es war insgesamt kein schlechter Auswärtsauftritt von uns, zumindest ein Punkt wäre aus meiner Sicht nicht unverdient gewesen“, meinte Christoph Dabrowski nach dem Abpfiff: „Nach dem Ausgleich haben wir es verpasst, in Führung zu gehen. Außerdem sind uns vor den letzten beiden Gegentoren wieder zu einfache Fehler unterlaufen. Es ist maximal ärgerlich, dass wir deshalb als Verlierer vom Platz gehen. Gerade auswärts müssen wir es schaffen, unsere Fehlerquote zu minimieren.“

Dabrowski lässt Anfangsformation unverändert

Der RWE-Trainer vertraute beim ersten Pflichtspiel der Rot-Weissen in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden auf dieselbe Startformation, die vor der Länderspielpause an der Hafenstraße für die erste und bislang einzige Saisonniederlage des 1. FC Saarbrücken (1:0) gesorgt hatte.

Die zuletzt angeschlagenen Daniel Heber und Clemens Fandrich standen erstmals wieder im Aufgebot und nahmen zunächst auf der Bank Platz. Beide wurden im Laufe der zweiten Halbzeit eingewechselt. Linksverteidiger Felix Bastians führte die Mannschaft erneut mit der Spielführerbinde auf das Feld.

Temporeiche Anfangsphase mit guten Chancen

Die erste Offensivaktion gehörte den Gastgebern. Benedict Hollerbach kam auf der rechten Seite an den Ball und bediente in der Mitte SVWW-Kapitän Johannes Wurtz. Dessen Direktabnahme ging aber zwei Meter am Tor vorbei. Der erste Eckball der Hessen brachte Brooklyn Ezeh scharf vor das Tor. Am ersten Pfosten verpassten einige Spieler den Ball knapp, RWE-Schlussmann Jakob Golz konnte den Ball mit einer Faust klären. Nach einem langen Ball war Hollerbach frei durch. In Zusammenarbeit mit dem nachsetzenden José-Enrique Rios Alonso konnte Golz aber zur Ecke klären.

Die Rot-Weissen versteckten sich in einer temporeichen Anfangsphase allerdings nicht, vor dem gegnerischen Strafraum fehlte aber noch die letzte Präzision. Eine Hereingabe von Lawrence Ennali ließ Simon Engelmann im Zentrum durch, SVWW-Verteidiger Sebastian Mrowca konnte vor dem einschussbereiten Oguzhan Kefkir aber noch klären. Nach einem Fehler im Spielaufbau von Wiesbadens Torhüter Florian Stritzel gelangte der Ball über „Ötzi“ Kefkir zu Simon Engelmann. Der Torjäger scheiterte aber aus spitzem Winkel an Stritzel.

Kurz vor der Halbzeit dann jedoch der Rückstand für RWE: Zunächst war Benedict Hollerbach im Strafraum nicht von Felix Herzenbruch zu stoppen, Ivan Prtajin traf freistehend aus fünf Metern aber nur sein Standbein. Den abgeblockten Klärungsversuch von Andreas Wiegel konnte der Wiesbadener Brooklyn Ezeh jedoch vor Lawrence Ennali erlaufen und bis zur Grundlinie durchstarten. Seine Flanke fand den völlig unbedrängt einköpfenden Ivan Prtajin (44.). Mit der Führung der Hessen ging es auch in die Halbzeitpause.

Andreas Wiegel mit der schnellen Antwort

Für den zweiten Durchgang verzichtete Christoph Dabrowski zunächst auf personelle Umstellungen. Und RWE gelang schnell die Antwort auf den Rückstand. Einen Steckpass von Oguzhan Kefkir spitzelte Andreas Wiegel (52.) dem Wiesbadener Torhüter Florian Stritzel, der nicht energisch genug eingriff, aus den Händen und lenkte die Kugel zum 1:1 über die Linie. Für den Rechtsverteidiger war es der erste Treffer im RWE-Trikot.

Nach dem Ausgleich nahm die Partie deutlich an Fahrt und Hektik auf, beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich hatte Simon Engelmann die große Chance, seine Mannschaft sogar in Führung zu bringen. Nach einem Zuspiel von Felix Götze setzte sich „Engel“ geschickt gegen zwei Gegenspieler durch, tauchte frei vor dem SVWW-Kasten auf, brachte den Ball aber mit links nicht an Florian Stritzel vorbei. Die mitgereisten RWE-Fans hatten schon den Torschrei auf den Lippen.

Auf der Gegenseite prallte der Ball nach einer Ecke des SV Wehen Wiesbaden Ahmet Gürleyen vor die Füße. Den Schuss aus etwa sieben Metern konnte José-Enrique Rios Alonso auf der Linie klären. Beim Gewühl im Strafraum verletzte sich Oguzhan Kefkir an der Hüfte. Für ihn wurde Isaiah Young eingewechselt. Kurz darauf noch einmal Glück für die Rot-Weissen: Zunächst scheiterte Johannes Wurtz mit einem gefühlvollen Schuss von der Strafraumgrenze, kurz darauf traf der einlaufende Benedict Hollerbach aus fünf Metern das Außennetz.

Doppelschlag in Wiesbadener Drangphase

RWE-Trainer Christoph Dabrowski reagierte auf die Drangphase der Gastgeber und brachte mit Kapitän Daniel Heber (für Björn Rother) einen weiteren Innenverteidiger. Den Rot-Weissen gelang es in dieser Phase jedoch zu selten, für Entlastung zu sorgen. Die Folge war der erneute Rückstand. Eine Flanke des eingewechselten Bjarke Jacobsen aus dem Halbfeld köpfte erneut Ivan Prtajin (74.) gegen zwei Gegenspieler unhaltbar für Jakob Golz zu seinem zweiten Treffer des Tages ein. Kurz darauf der Doppelschlag: Ahmet Gürleyen (76.) konnte zunächst vor Lawrence Ennali den Ball erlaufen, Daniel Heber kam nicht richtig in den Zweikampf und der Innenverteidiger traf im Fallen zum 1:3 aus Essener Sicht. Vom Innenpfosten prallte der Ball ins Netz.

Es hätte sogar noch dicker kommen können, Wiesbaden konterte über den eingewechselten Kianz Froese, der Benedict Hollerbach bediente. Jakob Golz konnte im Eins-gegen-Eins aber den vierten Gegentreffer verhindern. Bei den Rot-Weissen kamen mit Clemens Fandrich und Aurel Loubongo noch einmal zwei frische Kräfte für die Schlussphase in die Partie. Es blieb jedoch beim 1:3.

Erneut sonntags in Freiburg gefordert

Für Rot-Weiss Essen steht in genau einer Woche erneut ein Sonntag-Spiel auf dem Programm. Die Mannschaft von Trainer Christoph Dabrowski ist im Rahmen des 11. Spieltages am 9. Oktober ab 14.00 Uhr bei der U23 des SC Freiburg zu Gast.

Genau wie in der hessischen Landeshauptstadt gegen den SV Wehen Wiesbaden kommt es dann auch im Breisgau zum erstmaligen Pflichtspiel-Aufeinandertreffen beider Teams. Die Freiburger spielen bislang eine starke Saison, belegen mit 18 Punkten Rang vier. Zuletzt blieb die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm aber viermal sieglos.