TSV Havelse – Rot-Weiss EssenRot-Weiss Essen – Rot-Weiss Essen

Sa., 09.08.2025 14:00 Uhr

TSV Havelse : Rot-Weiss Essen

1 : 1

0 : 0

Abpfiff

23

30

26

46. Lucas Brumme für Franci Clarck Bouebari Kitsamoutsele

90. Tobias Kraulich

90+6. Lorenzo Paldino

59

92

57

64. Kaito Mizuta für Dominik Martinovic

64. Marvin Ayhan Obuz für Torben Müsel

78. Marek Janssen für Ahmet Metin Arslan

85. Kelsey Owusu Aninkorah-Meisel für Ramien Safi

62. John Xaver Posselt für Robin Müller

75. Jannik Oltrogge für Julian Rufidis

75. Johann Berger für Nassim Boujellab

90+1. Lorenzo Paldino für Dominic Minz

Tore

90+6. Lorenzo Paldino

90. Tobias Kraulich

Karten

23.

26.

30.

57.

59.

90+2.

Auswechselungen

46. Lucas Brumme
Franci Clarck Bouebari Kitsamoutsele

62. John Xaver Posselt
Robin Müller

64. Kaito Mizuta
Dominik Martinovic

64. Marvin Ayhan Obuz
Torben Müsel

75. Jannik Oltrogge
Julian Rufidis

75. Johann Berger
Nassim Boujellab

78. Marek Janssen
Ahmet Metin Arslan

85. Kelsey Owusu Aninkorah-Meisel
Ramien Safi

90+1. Lorenzo Paldino
Dominic Minz

SpielberichtNach Abpfiff: Interview mit José-Enrique Rios AlonsoVideo-VorberichtFan-Hinweise

Spektakulärer Fallrückzieher entreißt RWE Auswärtserfolg

Das Team von Trainer Uwe Koschinat war erst in der 89. Minute durch Kraulich in Führung gegangen.

Zweites Saisonspiel, zweites Unentschieden: Nach Einbahnstraßenfußball über weite Strecken der Partie und nach einer wilden Schlussphase musste sich Rot-Weiss Essen am 2. Spieltag der 3. Liga beim Aufsteiger TSV Havelse mit einem 1:1 (0:0) begnügen. Ein ganz spätes, aber umso spektakuläreres Gegentor kostete das Team von RWE-Trainer Uwe Koschinat den greifbar nahen Auswärtssieg.

Vor 3.012 Zuschauern im Eilenriedestadion von Hannover, darunter etwa 2.000 RWE-Fans, dominierten die Essener die Begegnung nahezu über die gesamte Spielzeit. Als Tobias Kraulich (89.) kurz vor dem Ablauf der regulären Spielzeit per Kopfball den hochverdienten Führungstreffer erzielte, sprach alles für den erhofften Dreier. Mit einem sehenswerten Fallrückzieher gelang dem eingewechselten Lorenzo Paldino (90.+5) jedoch der Ausgleich. Besonders bitter: Wegen einer Verletzung von Marek Janssen waren die Rot-Weissen zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl.

„Wir können nicht zufrieden sein“, sagte Uwe Koschinat im Interview bei MagentaSport. „Wir haben es gleich in der Anfangsphase versäumt, mehr Torgefahr zu erzeugen. Während der gesamten Spielzeit ist für uns bei zwölf, 13 Eckbällen und Freistößen zu wenig herausgekommen, wir haben auch zu langsam gespielt. Leider haben wir es nach unserer 1:0-Führung versäumt, das zweite Tor nachzulegen und sind dann bestraft worden. Am Ende können wir fast noch froh sein, in Unterzahl nicht noch ein Tor kassiert zu haben.“

TSV Havelse: Opitz – Riedel, Kolgeci, Minz, Plume, Aytun – Rufidis, Düker, Boujellab – Robin Müller, Ilic

Rot-Weiss Essen: Wienand – Rios Alonso, Schultz, Kraulich – Safi, Gjasula, Moustier, Bouebari – Arslan, Müsel – Martinovic

Torben Müsel und Dominik Martinovic neu dabei

RWE-Trainer Uwe Koschinat nahm im Vergleich zum 1:1 im offiziellen Eröffnungsspiel gegen den TSV 1860 München zwei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Für Neuzugang Jannik Hofmann, der wegen einer Oberschenkelverletzung passen musste, und Kaito Mizuta (Bank) liefen Torben Müsel und Dominik Martinovic von Beginn an auf.

Vor Torhüter Felix Wienand verteidigte damit in der Abwehr wieder eine Dreierkette mit – von rechts nach links – José-Enrique Rios Alonso, Kapitän Michael Schultz und Tobias Kraulich. Auf den Außenbahnen kamen Ramien (rechts) und Franci Bouebari (links) zum Zug. Im zentralen Mittelfeld zogen Klaus Gjasula und Tom Moustier die Fäden. In der offensiven Dreierreihe unterstützten Ahmet Arslan und Torben Müsel den als Sturmspitze aufgebotenen Dominik Martinovic.

Neben Stammtorhüter Jakob Golz, der erneut wegen der Folgen eines Insektenstiches und eines angeschwollenen Kniegelenks fehlte, und Jannik Hofmann gehörten verletzungsbedingt auch Michael Kostka (Oberschenkel), Nicolai Schulte-Kellinghaus (Zerrung des Kreuz- und Innenbandes im rechten Knie) und Jaka Cuber Potocnik (Aufbautraining nach Muskelfaserriss) nicht zum Aufgebot.

70 Prozent Ballbesitz – Aber nur wenige Chancen

Die Gastgeber, bei denen Aufstiegstrainer Samir Ferchichi auf dieselbe Startelf setzte wie beim 0:0 zum Auftakt beim Mitaufsteiger TSG Hoffenheim II, gerieten von Beginn an unter Druck, weil sie sehr tief standen und die Rot-Weissen direkt die Initiative ergriffen. Die ersten Chancen ließen deshalb auch nicht lange auf sich warten. Zweimal bekam Dominik Martinovic in aussichtsreichen Position den Ball vor dem Abschluss nicht richtig unter Kontrolle. TSV-Torhüter Tom Opitz kratzte eine scharfe Hereingabe von Tobias Kraulich aus dem kurzen Eck und ein gefährlicher Flachschuss von Torben Müsel von der Strafraumgrenze strich nur knapp am langen Pfosten vorbei.

Lautstark angefeuert von den mitgereisten RWE-Fans, blieben die Gäste auch nach der torlosen Anfangsviertelstunde weiter am Drücker. Klare Tormöglichkeiten konnten sich die Rot-Weissen aber trotz rund 70 Prozent Ballbesitz nur selten herausspielen. Die besten Chancen hatten erneut Tobias Kraulich, der den Kasten mit einem Schuss aus der Drehung verfehlte, und Ahmet Arslan mit einem direkten Freistoß und mit einem abgefälschten Abschluss aus etwa 16 Metern.

Havelse lauerte auf Essener Ballverluste und Umschaltmomente. Bei einem schnellen Konter hatte TSV-Offensivspieler Marko Ilic dann sogar das 1:0 auf dem Fuß. RWE-Torhüter Felix Wienand verkürzte zwar gut den Winkel, hatte aber dennoch Glück, dass Ilic nur den Außenpfosten traf. So ging es ohne Tore in die Kabinen.

TSV-Torhüter Tom Opitz oft im Mittelpunkt

Zur Pause nahm Uwe Koschinat den ersten Wechsel vor, brachte auf der linken Außenbahn Lucas Brumme für Franci Bouebari. Auch die Grundordnung wurde dadurch verändert. Indem José-Enrique Rios Alonso auf die rechte Seite rückte, formierte sich in der Abwehr eine Viererkette. Ramien Safi konnte dafür noch etwas offensiver agieren. Lucas Brumme war es dann auch, der als erster Spieler den Führungstreffer auf dem Fuß hatte. Mit einem Schuss aus 18 Metern zwang der Havelses Torwart Tom Opitz zu einer starken Parade.

Nach etwas mehr als einer Stunde kamen mit Marvin Obuz (für Torben Müsel) und Kaito Mizuta (für Dominik Martinovic) zwei weitere frische Offensivspieler – und der Druck auf das TSV-Tor nahm wieder zu. So musste Tom Opitz einen wuchtigen Distanzschuss von José-Enrique Rios Alonso parieren, ein Kopfball von Tobias Kraulich nach einer Ecke von Ahmet Arslan verfehlte den Kasten knapp. Auch bei einem Flachschuss von Kaito Mizuta nach Zuspiel von Marvin Obuz war Tom Opitz auf dem Posten.

Marek Janssens Premiere endet vorzeitig

In der Schlussphase gab Sturmneuzugang Marek Janssen sein Pflichtspiel-Debüt im RWE-Trikot, löste Ahmet Arslan ab. Auch Kelsey Owusu kam noch in die Partie, Ramien Safi verließ den Platz. RWE drängte weiter auf den Siegtreffer. Marvin Obuz scheiterte aus der Distanz erneut an Tom Opitz, ein Kopfball von Marek Janssen nach einer Ecke von Kaito Mizuta strich am langen Eck knapp vorbei.

Die vermeintliche Erlösung gab es in der 89. Minute. Kaito Mizuta flankte überlegt von der rechten Seite und der aufgerückte Innenverteidiger Tobias Kraulich nickte die Kugel zum hochverdienten und umjubelten 1:0 ins Netz. Kurz darauf hatten RWE bei einem Konter in Überzahl die große Chance zum 2:0, aber Kelsey Owusu zögerte mit dem Abspiel so lange, bis Marvin Obuz ins Abseits gelaufen war.

Als sich dann auch noch Marek Janssen verletzte und nicht mehr weiterspielen konnte, witterten die Hausherren in personeller Überzahl ihre Chance – und kamen tatsächlich zum Ausgleich. Nach einer Flanke von Julius Düker nahm „Joker“ Lorenzo Paldino die Kugel erst elegant mit der Brust an und versenkte den Ball dann per Fallrückzieher zum 1:1 (90.+5). Torhüter Felix Wienand hatte keine Abwehrmöglichkeit. Havelse setzte nach und RWE konnte schließlich sogar froh sein, nicht noch ein Gegentor kassiert zu haben.

Pokalderby gegen Borussia Dortmund am 18. August

Nach dem ersten Auswärtsspiel der Saison geht es für die Rot-Weissen nach einer langen Woche mit dem nächsten Saisonhöhepunkt weiter. In der ersten Runde des DFB-Pokals geht es gegen den Bundesligisten und Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund. Der BVB gastiert am Montag, 18. August, ab 20.45 Uhr im ausverkauften Stadion an der Hafenstraße. Neben dem PayTV-Sender Sky zeigt auch die ARD das Revierderby live.

In der Liga steht anschließend die zweite Auswärtspartie in Folge auf dem Programm. Am Freitag, 22. August, ist das Koschinat-Team ab 19 Uhr beim SV Wehen Wiesbaden zu Gast. Dort gelang zuletzt im Februar ein 3:1-Erfolg.

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