Wuppertaler SV – Rot-Weiss EssenRot-Weiss Essen – Rot-Weiss Essen

Wuppertaler SV

 - 

Rot-Weiss Essen

Di. 03.05. 19:30 Uhr

3 - 1

2 - 1

TicketsGegnerinfosSpielberichtStimmen

Wuppertal-Tickets ab sofort im Vorverkauf!

Am Dienstag, den 03. Mai (19.30 Uhr), steigt für Rot-Weiss Essen das Halbfinale der diesjährigen Niederrheinpokal-Saison. Es wartet ein Traditionskick, Gegner ist schließlich Titelverteidiger Wuppertaler Sportverein. Eintrittskarten für diese Partie sind ab sofort im Fanshop an der Hafenstraße erhältlich.

Diese Tickets sind in Wuppertal erhältlich:

Wer beim WSV Rückenwind geben möchte, der kann seine Eintrittskarte im Sitzplatz-Bereich (Gegentribüne, nicht überdacht) zum Preis von 18,00 Euro inkl. VVK-Gebühr bzw. im Stehplatz-Bereich für Vollzahler zum Preis von 12,50 Euro und ermäßigt zum Preis von 8,50 Euro inkl. VVK-Gebühr einkaufen. Das Ticket beinhaltet am Spieltag auch die kostenlose Hin- und Rückfahrt im VRR-Gebiet.

HEISS AUF STRAELEN

Zlatko Janjic im Zweikampf mit Wuppertal-Verteidiger Dominik Bilogrevic.
Die Zielsetzung ist klar: Sowohl RWE um Zlatko Janjic (mi.) und der WSV um Philipp Hanke (l.) und Dominik Bilogrevic (r.) wollen ins Endspie (Fotos: Endberg)

Rot-Weiss Essen und der Wuppertaler SV duellieren sich am kommenden Dienstag (03. Mai, 19.30 Uhr, Stadion am Zoo) um die Endspiel-Teilnahme der diesjährigen Niederrheinpokal-Saison. Der Gegner für den „Finaltag der Amateure“ am 21. Mai (Samstag) in der Duisburger MSV-Arena ist schon klar. Mit einem 1:0-Erfolg gegen Drittligist MSV Duisburg löste West-Regionalliga-Konkurrent SV Straelen das erste Final-Ticket. Wer die Verbandstrophäe gewinnt, ist automatisch für den nationalen DFB-Pokal qualifiziert.

Die Ausgangslage:

RWE befindet sich nach dem 3:1-Erfolg über den FC Wegberg-Beeck mitten im Schlussspurt eines spannenden Aufstiegskampfs mit Preußen Münster. Bevor die Saison-Abschlussduelle gegen Engelmann-Ex-Klub SV Rödinghausen (Sa., 07. Mai, 14.00 Uhr, Lotter Kreuz) und RW Ahlen (Sa., 14. Mai, 19.30 Uhr) anstehen, wartet mit dem Wuppertaler SV eine Aufgabe, die das Neidhart-Team in dieser Saison schon zweimal gelöst hat: Im August besiegte Essen den Traditionsverein aus dem Bergischen knapp mit 1:0, das Rückspiel und damit verbunden den Restrunden-Auftakt gewann RWE 2:1.

Gleich mehrere Rot-Weisse erleben am Dienstagabend eine Rückkehr in alte Wirkungsstätte. Blondschopf Cedric Harenbrock startete seine früheste Jugendkarriere in blau-rot, bevor ihn die Junioren-Laufbahn nach Leverkusen unter das Bayer-Kreuz verschlug. Erste Seniorenschritte mit dem Ball am Fuß ging Felix Herzenbruch am Wuppertaler Zoo. Er gehörte zwischen 2011 und 2013 zum Herren-Aufgebot der Blau-Roten.

Heiß auf Straelen! – Rot-Weiss Essen
Cedric Harenbrock trifft am Dienstag auf seinen Heimatverein. (Foto: Endberg)

Für Harenbrock, Herzenbruch und Co. wird das Aufeinandertreffen mit dem Wuppertaler SV der erste Niederrheinpokal-Auftritt gegen ein Team aus der gleichen Liga. Der bisherige Wettbewerbsweg führte Essen über Fortuna Bottrop (6:0), die Sportfreunde Neuwerk (7:0), TuS Fichte Lintfort (7:0) sowie den Krefelder Vorort-Klub VfR Fischeln (9:1) und Lokalmatador SpVg Schonnebeck (3:0).

Letztmals gewann Essen den Pokal 2020, 2021 schied das Neidhart-Team im Halbfinale nach Elfmeterschießen gegen den SV Straelen aus (4:6 n.E., 2:2 n.V., 1:1, 0:0).

Den besten Turniertorschützen hat Rot-Weiss Essen in Zlatko Janjic (4 Treffer), auf ihn folgen Erolind Krasniqi sowie Harenbrock und Simon Engelmann (jeweils 3).

Der Gegner:

Der Wuppertaler Sportverein geht als Titelverteidiger ins Halbfinale und hofft auf eine Neu-Auflage des Vorjahres-Endspiels. Am 29. Mai 2021 traf der WSV, trainiert vom angehenden Fußball-Lehrer Björn Mehnert, ebenfalls in der MSV-Arena auf den SV Straelen –  Ausgang: 2:1. Bei der anschließenden DFB-Pokalteilnahme scheiterte das West-Team nur knapp am VfL Bochum, Endstand war ein 1:2 gegen den Bundesliga-Aufsteiger aus dem Ruhrgebiet.

Der diesjährige Weg ins Halbfinale führte für den Wuppertaler SV über den VfL Jüchen-Garzweiler (2:0), RWE-Lokalmatador SC Werden-Heidhausen (4:0) sowie Viktoria Goch (2:0) und die Oberliga-Teams SC Velbert (7:1) und den FC Kray (3:2).

Im Kader des Regionalliga-Spitzenteams kicken zahlreiche Ex-Rot-Weisse. So spielten Valdet Rama (2004-2005), den RWE-Coach Neidhart vor drei Jahren nach Meppen lotste, Kevin Pytlik (2012-2013) und Durim Berisha (2017) einst an der Seumannstraße. Kevin Rodrigues Pires lief zwischen 2012 und 2014 an der Hafenstraße auf. Capitain Felix Backszat verpasste mit Rot-Weiss erst in der vergangenen Saison den Drittliga-Aufstieg. Der 32-jährige Werner wechselte 2020 vom SV Rödinghausen in die Ruhrgebietsstadt, 2021 folgte sein Abgang nach Wuppertal. Backszat gehört mit 34 Einsätzen (6 Treffer, 4 Vorlagen) zu den etablierten Stammkräften am Zoo.

Heiß auf Straelen! – Rot-Weiss Essen
Felix Backszat (r.), hier mit einer sehenswerten Flugeinlage vor Arminia Bielefelds Jaokim Nilsson, ist jetzt Kapitän des Wuppertaler SV.

Zufrieden blicken Backszat, Mehnert und Co. auf die sich langsam dem Ende zuneigende Regionalliga-West-Saison. Aktuell steht der WSV mit 75 erspielten Zählern, im Schnitt mehr als zwei pro Partie, und 22 Siegen aus 36 Partien auf einem respektablen 3. Tabellenplatz. Der Aufstieg ist rein rechnerisch nicht mehr im Bereich des Möglichen, die Position soll dennoch mit Siegen gegen die schon feststehenden Absteiger Sportfreunde Lotte (So., 08. Mai) und den FC Wegberg-Beeck (Sa., 14. Mai) gefestigt und vor dem Tabellenvierten RW Oberhausen verteidigt werden.

Das Stadion:

Die Partie wird im Stadion am Zoo ausgetragen. Die 1924 in Wuppertal-Elberfeld erbaute Arena bietet Platz für über 23.000 Gäste. In der Saison 2021/22 besuchten durchschnittlich 1.600 Zuschauer die WSV-Regionalliga-Heimspiele.

Rot-Weiss Essen stehen zum Niederrheinpokal-Halbfinal-Spieltag sowohl Steh- als auch Sitzplatz-Tickets zur Verfügung. Die Tageskassen am Stadion öffnen ab 17.30 Uhr.

Vorherige Duelle:

Das West-Duell zwischen Rot-Weiss Essen und dem Wuppertaler SV blickt auf eine langjährige Tradition zurück. Insgesamt standen sich beide Teams seit 1955 64-mal gegenüber, 30 Spiele entschied Rot-Weiss für sich, nur 16 der WSV. Die letzten fünf Partien gingen allesamt an RWE, zuletzt gewann der WSV ein direktes Aufeinandertreffen im Dezember 2018.

Im Niederrheinpokal konnte der Wuppertaler SV bislang kein einziges Spiel gegen die Elf von der Hafenstraße für sich entscheiden. In der Runde der letzten Vier 2017 verlor der Gastgeber vom Dienstagabend 2:3, das Finale 2016 endete 3:0 für RWE. Zuvor gingen für den WSV zwei Halbfinals (2009: 1:2; 2010: 2:3) und ein Viertelfinale (2011: 1:4) verloren.

Der Schiedsrichter:

Kevin Domnick leitet das Niederrheinpokal-Match. Der 31-jährige Duisburger trug bereits im Niederrhein-Derby zwischen Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen im Oktober (1:1) die Spielverantwortung.

Ihm assistieren Jonah Samuel Njie Besong (24, Duisburg) und Jens Laux (Duisburg).

Das Wetter:

Für den Flutlichtabend sind sonnige 14 Grad vorhergesagt.

Pokalweg endet im Halbfinale

Mit einer 3:1 (2:1)-Niederlage gegen den Wuppertaler SV verpasst Rot-Weiss Essen die Endspiel-Teilnahme im Niederrhein-Pokal. Trotz des Treffers von Marius Kleinsorge (37.) und anschließendem Druck auf den Ausgleich, unterliegen die Essener vor 11.743 Zuschauern im Stadion am Zoo. „Der Wuppertaler Sieg war nicht unverdient. Die ersten 25 Minuten haben wir uns komplett den Schneid abkaufen lassen“, analysiert RWE-Chef-Trainer Christian Neidhart nach zwei frühen Gegentreffern.

Die mitgereisten Rot-Weissen empfingen unter sonniger Maisonne eine ähnliche Startelf auf dem Fußballfeld, wie beim 3:1-Heimerfolg gegen den FC Wegberg-Beeck am Freitagabend. Felix Bastians rotierte nach zweiwöchiger Verletzungspause für den gebürtigen Wuppertaler Oguzhan Kefkir in die Starformation, im Mittelfeld Nils Kaiser spielte für Niklas Tarnat, Cedric Harenbrock nahm nach überwundenen Problemen an der Achillessehne beim Regionalliga-Drittplatzierten zunächst auf der Bank Platz.

Rein ins Spielgeschehen: Die erste Chance gehört RWE! Dürholtz erobert das Leder gegen Sarpei, setzt so Young ein, der wiederum auf Engelmann durchschiebt. Der beste Regionalliga-Torschütze legt vor den Augen des WSV-Stimmungsblocks links vorbei, sechs Minuten da gespielt. Die kalte Essener Dusche gibt es nach 16 und 21 Zeigerumdrehungen. Von der Strafraumgrenze netzt erst Roman Prokoph für die Hausherren zur Führung ein, kurz drauf legt Kevin Pires Rodrigues per Freistoß aus etwa 30 Metern nach. Und weiter geht das Toreschießen: Mit Köpfchen und Pfosteneinsatz verwandelt Marius Kleinsorge eine Flanke von Kaiser zum Pausenstand (37.).

Sekunden nach der Halbzeit hat Saric die Gelegenheit, Wuppertals Führung per Fernschuss auszubauen. Sein Versuch geht am Golz-Gehäuse vorbei, genau wie ein Kopfball von Prokoph aus Nahdistanz (49.). Bei der anschließenden rot-weissen Doppelchance verhindert Patzler den Ausgleich: Erst lenkt der Keeper eine von Daniel Heber aufgelegte Engelmann-Bogenlampe mit den Fingerspitzen über das Alu (52.), dann ist der Wuppertaler per Fußabwehr aus fünf Metern gegen Felix Bastians zur Stelle (53.). Der WSV in der zweiten Halbzeit merklich passiver und doch gelingt Roman Prokoph mit einem wuchtigen Kopfball nach Freistoß das 3:1 (69.). Der Schock in einer Phase, in der die rot-weisse Gästekurve eigentlich auf den Ausgleich gehofft hat! Nach dem Gegentreffer läuft Essen zwar noch häufig an, eine große und nennenswerte Chance entsteht aber nicht mehr. Einzig Kevin Hagemann hat Gelegenheit, die Führung noch weiter auszubauen – sein Kontrahent Golz ist jedoch auf dem Posten (90.). Nach sechs Minuten Nachspielzeit ist klar: Essens Pokalweg endet im Halbfinale.

RWE fokussiert sich nun auf den knappen Kampf um den Aufstieg in die 3. Liga. Nach einer Auswärtspartie beim SV Rödinghausen im Stadion am Lotter Kreuz (Sa., 07. Mai, 14.00 Uhr), steigt das Saisonfinale eine Woche später zu gleicher Anstoßzeit gegen Rot Weiss Ahlen an der Hafenstraße.​

Stimmen zum Spiel

Der Wuppertaler Sieg war nicht unverdient. Die ersten 25 Minuten haben wir uns komplett den Schneid abkaufen lassen. Ich habe meine Mannschaft vor dem Spiel auf die Aufgabe vorbereitet, die uns hier erwartet – da waren wir aber in den ersten Minuten nicht da, obwohl wir die erste Chance durch Engelmann hatten.

Bei 2:1 in der Halbzeit war noch alles drin, durch Bastians haben wir sogar die riesige Möglichkeit zum Ausgleich. Dann führt aber wieder ein Standard zum 3:1. Im Anschluss war das Spiel entschieden, da kam kein Kampf mehr auf.

Christian Neidhart (Chef-Trainer RWE)

Wir haben schlecht angefangen und zu viele Wuppertaler Chancen zugelassen. Nach 30 Minuten waren wir besser im Spiel und haben uns mit dem Tor belohnt. Im Ganzen aber ein verdienter Sieg für den WSV, weil wir unsere Chancen nicht genutzt haben. Wir konzentrieren uns jetzt auf Samstag!

Zu den Gegentreffern beim 1:0 und 3:1: Es haben immer die letzten Schritte gefehlt, wir waren nicht eng genug an den Gegenspielern. Das müssen wir aufarbeiten!

Daniel Heber (Abwehrspieler RWE)

Die Enttäuschung ist natürlich riesig, wir wollten ins Finale einziehen.

Nach einer schläfrigen halben Stunde, in der wir uns den Schneid haben abkaufen lassen, wurden wir besser, erzielen den Anschluss und nehmen uns in der Kabine fest vor, so weiterzumachen. Wir haben die Chance zum 2:2, dann macht Wuppertal aber das 3:1.

Wir dürfen die Köpfe nicht hängen lassen, die volle Konzentration liegt jetzt auf Samstag.

Thomas Eisfeld (Mittelfeldspieler RWE)